Halo: Reach
USK: 18

First Facts: Halo: Reach

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Michael Krosta

So richtig kann oder will Bungie nicht mit dem Halo-Universum abschließen: Obwohl man sich bereits nach Halo 3 neuen Herausforderungen widmen wollte, reichte scheinbar der Nachschlag in Form von ODST noch nicht als Abschiedsgeschenk aus. Diese Rolle soll jetzt Reach übernehmen, das die Vorgeschichte einer Serie erzählt, die das Shooter-Genre auf Konsolen salonfähig gemacht hat...
Untergang der Spartaner

Wer jetzt glaubt, den Master Chief in seinen Jugendjahren zu begleiten, hat sich getäuscht: Der Held, der nach Halo 3 vorzeitig in Rente geschickt wurde, spielt hier quasi keine Rolle. Stattdessen wird der Spieler ein Teil des Noble Teams einem Trupp, der aus den besten Spartanern besteht und quasi die letzte Verteidigungslinie zwischen der Allianz und der Erde bildet. Anstatt die Figuren ausschließlich hinter ihren Helmen zu verstecken, bekommt man hier sehr viel öfter ihre Gesichter zu sehen. Laut Bungie lege man einen großen Wert auf die Charaktere sowie ihre brüderliche Beziehung zueinander und habe sich deshalb an Filmen wie "Die glorreichen Sieben" oder auch "Band of Brothers" orientiert. Am Spielablauf ändert sich durch das Team allerdings nichts, da man den KI-Begleitern keine direkten Befehle erteilen kann. Allerdings soll die Welt offener und weniger linear ausfallen, wobei die Kämpfe mehr in Richtung Massenschlachten getrimmt werden.

Aufpolierte Technik

Die Halo-Serie war in technischer Hinsicht nicht unbedingt ein Paradebeispiel, was man zuletzt an Halo 3 oder auch ODST gesehen hat. Für Reach hat Bungie dagegen eine neue Grafikengine gebastelt, mit der man endlich das grafische Niveau erreicht, das man von einem modernen 360-Titel erwartet. Figuren, Fahrzeuge und Objekte bieten deutlich mehr Details, die Anzahl der Partikeleffekte wie Rauch und Funken wurde spürbar erhöht, während die verbesserte dynamische Beleuchtung den düsteren Kulissen das atmosphärische Sahnehäubchen verpasst. Doch nicht nur grafisch, auch im Audiobereich wurde während der X10-Präsentation die Steigerung erkennbar: Die Waffengeräusche besitzen hier viel mehr Druck und Explosionen kommen spürbar wuchtiger rüber. Neben der Kampagne, die man auch kooperativ mit bis zu vier Spielern sowohl online als auch im Splitscreen angehen kann, dürfte alleine der Mehrspielermodus schon einer der Anschaffungsgründe für Reach sein. Bungie will seine ganze Erfahrung ausspielen und alles bieten, was bereits die letzten Teile ausgezeichnet hat und verspricht darüber hinaus auch noch neue Features, die allerdings erst in den nächsten Monaten enthüllt werden sollen.

Ausblick

Na, das sieht ja mal schick aus! Als Halo: Reach live im Rahmen der X10 vorgespielt wurde, konnte man aufgrund der detaillierten Kulissen mit ihrer enormen Weitsicht schon mal ins Staunen geraten, auch wenn Bungie beim Spielablauf kein Risiko eingehen will und genau das liefert, was bereits in der Vergangenheit Halo ausgemacht hat: Clevere Gegner, futuristische Vehikel und ganz viel Action! Eigentlich war ich der Meinung, dass die Zeit reif sei, die Serie ruhen zu lassen oder ihr zumindest eine kleine Auszeit zu gönnen. Doch nach dieser Präsentation bin ich froh, dass sich Bungie doch noch zu einem weiteren Halo-Spiel entschlossen hat, das mit dem Spartaner-Squad zudem eine andere interessante Seite beleuchtet. Während ODST ein eher enttäuschender Abgang gewesen wäre, hat man mit Reach die Chance, sich mit einem beeindrucken Knall von den Fans zu verabschieden.
Fakten:

Reach spielt zu einer Zeit, in der der Master Chief als Spartaner noch nicht einzigartig war.

















- Prequel zu Halo 1
- Spartaner-Squad mit individuellen Persönlichkeiten
- neue Grafikengine
- offenere Spielwelt
- verbesserte Kameraden- und Gegner-KI
- Aurüstung und Aussehen anpassbar
- viele Vehikel
- neue Waffen
- überarbeitete Soundeffekte für mehr Wumms
- starke Mehrspieler-Komponente
- Soundtrack von Marty o´Donnell
- mehr Gegner, Waffen und Vehikel

Die neue Engine sorgt für atmosphärische Schauplätze und viel mehr Details auf dem Bildschirm.

Kommentare

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  • Ähöm, hab ich Tomaten auf den Augen oder ist der 4Players Schreiberling blind geworden? Ein Bild, welches ein paar krumme Bäume, Felsbröckchen, eine Art überdimensionale Satellitenschüssel und vor alle Nebel, Nebel und nochmals Nebel zeigt, wird hier als "grafisch enorm aufpoliert"  [...] Ähöm, hab ich Tomaten auf den Augen oder ist der 4Players Schreiberling blind geworden? Ein Bild, welches ein paar krumme Bäume, Felsbröckchen, eine Art überdimensionale Satellitenschüssel und vor alle Nebel, Nebel und nochmals Nebel zeigt, wird hier als "grafisch enorm aufpoliert" bezeichnet? Darüber ein Bildchen von 2 Chiefs ( die aussehen wie in Halo 3 ), welche über ne matschig textuierte Wiese stapfen mit ein paar verschwommenen Gradhälmchen? Das ist also ein extrem aufpoliertes Halo 3? Was raucht ihr? o0 Will das auch...
  • Noch ein Halo. :( Gutes wird nicht besser, indem man es ständig neu auftischt. Noch ein Splinter Schmonz und noch ein Prince of Iran etc.
  • Muss auch sagen, dass die Grafik von Halo3 und Halo:ODST für XBOX360 Verhältnisse nicht überwältigend waren, sondern eher befriedigend, nachdem man Titel wie Gears of War (1) vorher schon gesehen hatte. Für ein Blockbuster game eben nicht genug.