GTA? Mirror's Edge?!
In der Tat: Killian springt und klettert so behände über die Dächer, Plattformen und Rohre der düsteren Metropole, dass man beinahe Faith von einem fernen Vorsprung winken sieht. Killian hilft Aliens, die von einem stämmigen Landsmann bedroht werden, belauscht ein Gespräch zwischen zwei mysteriösen Geheimnistuern und nimmt Kopfgeldaufträge an, wenn ihm danach zumute ist. Für die Präsentation besucht Projektleiter Chris Rhinehart außerdem ein Striplokal und macht sich bei der Staatsgewalt unbeliebt, nachdem er einen Unschuldigen über ein Geländer in die Tiefe geschubst hat. Damit die akrobatischen Fähigkeiten zur Geltung kommen, erklimmt Killian in drei Städten hohe Häuser; steigt aber auch in die Kanalisation hinab.
"Her damit, sonst...!"
Prey 2 soll offen sein und freie Entscheidungen anbieten. Die zahlreichen Kopfgelder füllen Killians Brieftasche für Waffen und Gadgets, die seinem Stil entsprechen: Schleicht er lautlos durchs Fenster oder poltert er lieber durch den Vordereingang? Es gibt z.B. einen Schild, den er mitten im Gefecht aufstellen kann, ein Nachtsichtgerät sowie eine Antigravitationswelle, die einen Gegner einfach in die Luft hebt. Mit Gleitstiefeln bremst er zudem den freien Fall und mit Erweiterungen lassen sich die Gerätschaften ausbauen. Wird ein Gauner gesucht, hat er außerdem die Wahl, ihn zu erschießen oder festzunehmen. Praktisch: Mit einem elektronischen Lasso fängt er eine flüchtende Person gewaltlos ein. Einige Gegner kann Killian daraufhin sogar verhören, um an zusätzliche Informationen zu gelangen. In der Präsentation entlockte Killian einem verängstigen Informanten außerdem Informationen, nachdem er seinen Leibwächter kurzerhand in die ewigen Jagdgründe geschossen hatte.
Ausblick
Eine finstere Science Fiction-Kulisse, in der man nach Lust und Laune in großer Höhe klettert? Her damit! Als Kopfgeldjäger beobachtet man den Alltag der Außerirdischen, deckt sich mit zahlreichen Waffen und Gerätschaften ein und geht schließlich auf die Jagd - mal lautlos, mal mit viel Krawumm. Die Umwelt reagiert auf Killians Verhalten: Er kann die Wesen einschüchtern und sogar verhören. Ein Paradies für akrobatische Kopfgeldjäger! Oder nicht? Noch ist es schwer, Prey 2 richtig zu fassen. Immerhin zeigten die Entwickler nur einen kleinen Teil der offenen Welt. Und ob die Außerirdischen eine glaubwürdige Welt bewohnen oder lediglich Knopfdruck-Gelegenheiten zum Geldverdienen sind, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Zwei, drei gute Szenen sowie eine rasante Verfolgungsjagd in großer Höhe waren zu sehen - aber knallt die Action auch so richtig? Ist das heimliche Schleichen auf Dauer packend? Zumindest verrieten die Entwickler, dass Killian auch Personen beschützt oder bewachte Einrichtungen infiltriert. Doch zunächst einmal schafft die ungewöhnliche Fortsetzung "nur" eins: Sie macht unverschämt neugierig!
Besonderheiten
- spielt lange nach Vorgänger
- drei frei begehbare Städte auf Alienwelt Exodus
- Städte erstrecken sich in große Höhen
- Stil erinnert stark an Blade Runner
- neuer Held: Kopfgeldjäger Killian Samuals
- Killian war im abstürzenden Flugzeug aus Teil eins
- hält sich für letzten lebenden Menschen
- springt und klettert ähnlich wie Faith an Häusern empor
- Tommy spielt in Erzählung noch eine Rolle
- notwendige Aufträge und zahlreiche Nebenmissionen
- offenes Vorgehen: lautloses Festnehmen oder Ballern
- viele Gadgets und Erweiterungen
- reiner Einzelspieler-Titel
- nutzt id Tech 4 (Doom 3-Engine)
- Killian kann aus Deckung, an Vorsprung hängend sowie rutschend schießen