Aus neu mach alt
Maxime Beland, der Creative Director (hier im Interview), wird in den folgenden Minuten das Wort "Panther" sehr häufig benutzen. Nicht, weil er ein Fan der leisen, blitzschnellen Raubkatze ist - sondern weil sie am ehesten für das steht, was den neuen Sam Fisher auszeichnet. Neu bedeutet dabei: Anders als ihn die Entwickler vor zwei Jahren erstmals vorstellten. Damals hatte der ehemalige Spitzel plötzlich halblange Haare und aus dem Schleichen im Schatten wurde ein wenig überzeugendes Untertauchen in Menschenmengen - Assassin's Creed ließ grüßen.
Doch damit bewegte sich Splinter Cell zu weit davon weg, was Fans und Entwickler erwarten, so erklärt es mir Alex jedenfalls (hier im Interview) der Produzent des Spiels. Was aus dem spielerischen Experiment geblieben ist? Zivilisten, hinter denen sich Sam vor Gegnern verstecken kann. So könnte er z.B. unbemerkt an einem bewachten Eingang entlang laufen, solange ein Passant die Sichtlinie zu den Wachen verdeckt. Spätere Abschnitte sollen sogar bei Tageslicht spielen. Dann könnte der Ex-Spion, vielleicht durch einen Luftschuss, Panik unter den Leuten auslösen und so für Ablenkung sorgen. Doch auch wenn einige der ursprünglich geplanten Schlüsselelemente geblieben sind: Nachdem Max und Alex vor anderthalb Jahren ins Team geholt wurden, hat man vor allem eins zurück in den Vordergrund gerückt: das clevere Spiel mit Licht und Schatten.
Schneller, direkter, effektiver
Allerdings stehen dem in Ungnade gefallenem weniger Hilfsmittel zur Verfügung als er es gewohnt war. Aber auch wen er auf einen Restlichtverstärker verzichten muss, fühlt er sich im Dunkeln pudelwohl. Denn sobald er im Schatten verborgen ist, verschwinden beinahe sämtliche Farben, nur seine Gegner werden dann noch ganz normal dargestellt. Dabei wird es leider nur noch die strikte Unterscheidung zwischen "versteckt" und "für jeden sichtbar" geben; nur Taschenlampen und direkte Nähe könnten Sam zum Verhängnis werden. Und noch etwas fällt in Conviction weg: Der "Panther" darf nicht mehr wählen, ob er einen Feind betäubt oder tötet. Für den gelernten Krav Maga-Spezialisten rechtfertigt das Ziel die Mittel - immer wieder betont Max, wie der Panther schnell und leise in Position geht, blitzartig zuschlägt und sofort wieder verschwindet.
Deshalb kann der ehemalige Spitzel in Zukunft auch Gegner, Lichtquellen oder explosive Objekte in Ruhe markieren - bevor er die Ziele per Tastendruck automatisch ausschaltet. Die spielerische Herausforderung soll darin bestehen, die richtigen Ziele in der richtigen Reihenfolge zu markieren, Sam in die richtige Position zu bewegen, um im richtigen Moment schließlich zuzuschlagen. Weniger herausfordernd, dafür filmisch interessant, sind Verhöre, in denen Fisher bestimmte Schlüsselpersonen einschüchtern muss. Die erhaltenen Informationen sind dabei stets dieselben - der Verlauf der "Fragestunden" ist allerdings offen, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Kulissen einzubeziehen...
Ausblick
Besonderheiten
- erscheint exklusiv für Xbox 360
- Sam sucht den Mörder seiner Tochter
- Geschichte soll persönlicher werden
- Schauplätze: u.a. Malta und Washington
- dynamischer Kreislauf aus schneller Action und Verstecken
- Ziele markieren und automatisches Schießen
- keine Wahl zwischen Betäuben und Töten mehr
- nur zwei Sichtbarkeits-Stufen: sichtbar oder versteckt
- schnelle Bewegungen beim Klettern/HangelnWenn der Vordereingang klemmt, muss man kreativ werden und klettern.
- Markierung der Position, an der Sam zuletzt entdeckt wurde
- Gegner werden später deutlich cleverer
- Sam kann Zivilisten als Deckung oder für Ablenkungen nutzen
- einige Abschnitte bei Tageslicht
- interaktive Verhöre
- kann keine Leichen nachträglich verstecken
- automatisches In-Deckung-Gehen
- Filter über Bild sobald Sam in Deckung ist
- kein Sichtgerät mehr
- jede Lichtquelle ist zerstörbar
- Sam kann Waffen erledigter Gegner auflesen
- weniger, dafür klarer definierte Gadgets
- Informationen werden direkt auf den Kulissen abgebildet
- keine sichtbaren Unterbrechungen während Nachladens
- vorberechnete Zwischensequenzen / Ironside als Fisher
- stärkere Nebencharaktere als bisher
- bislang unbekannter Mehrspieler-Modus


