Legendary - Vorschau, Shooter, Xbox 360, PlayStation 3, PC - 4Players.de

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Ego-Shooter
Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Atari
Release:
30.10.2008
13.11.2008
13.11.2008
Spielinfo Bilder Videos
Was für eine geschüttelte Cola-Flasche gilt, müsste für die sagenumwobene Box der Pandora selbstverständlich sein: Bloß nicht öffnen! Doch genau so wie es immer wieder zu den klebrigen Sauereien kommt, siegt bei Legendary die Neugier über die Vernunft und das Schloss zum Unheil wird geknackt. Die Folgen sind ungleich fataler: Angriffslustige Sagen-Wesen und bissige Monster fallen über die Menschheit her und stürzen die Welt ins Chaos. Und wer soll es wieder richten? Ihr!

Diebstahl mit Folgen

Das hatte sich der Meisterdieb Charles Decker wohl anders vorgestellt, als er den Auftrag annahm, eine gut gesicherte Kiste aus einem New Yorker Museum zu stehlen: Anstatt das Ding einfach durchzuziehen und ein schönes Sümmchen zu verdienen, bekommt er beim Öffnen der Truhe ein fieses Brandmahl auf seiner Handfläche verpasst und muss mit ansehen, wie Sagen in Form von mystischen Kreaturen zum Leben erweckt werden und wie wilde Tiere auf Menschenjagd gehen. Ihr übernehmt die Rolle von Decker und stellt schnell fest, dass das Brandmahl einen interessanten Nebeneffekt hat: So könnt ihr Energie absorbieren und diese gegen anrückende Monsterhorden oder zur Selbstheilung einsetzen. Besiegte Feinde, die von Feuer speienden Viechern bis hin zu Werwölfen reichen, lassen ebenfalle Energie zurück, mit der ihr euren so genannten Animus-Speicher füllen könnt. Doch auch mit konventionellen Waffen wird gekämpft und so setzt ihr auch Pistolen, Maschinengewehre,
Werwölfe sind besonders hartnäckig: Erst wenn sie enthauptet sind, geben sie Ruhe.
Molotow-Cocktails und Granaten gegen die Monsterhorden sowie im späteren Verlauf auch feindlichen Truppen eines mysteriösen Ordens ein. Werden die Patronen knapp, greift ihr zur Nahkampfwaffe wie der Axt.

Schwache Inszenierung

Der Einstieg erinnert an die ersten Spielminuten des katastrophalen Turning Point: Fall of Liberty , das ebenfalls von Spark Unlimited stammt. Dabei hat man bloß den Wolkenkratzer mit dem einstürzenden Museum und die Nazi-Schergen durch Monster ersetzt, während geskriptete Ereignisse wie Druckwellen, die ganze Autokolonnen zum Springen und den Boden zum Beben bringen, Filmflair und Dramatik vermitteln sollen. Leider erreicht das Dargebotene in der 360-Vorschaufassung höchstens das Niveau eines C-Movies, denn die Inszenierung lässt mich hier ähnlich kalt wie es beim Einstieg von Alone in the Dark der Fall war, zu dem es bei all den plötzlichen Rissen in den Wänden gewisse Parallelen gibt. Man sieht, was die Entwickler wollen und die Grundidee ist dabei gar nicht mal so schlecht - nur an der Ausführung hapert es leider. Ein Grund dafür mag die Technik sein, die trotz Unreal-Power im Rücken völlig veraltet wirkt und bisher noch mit einigen Slowdowns zu kämpfen hat. Die Kulissen wirken viel zu trist und bieten in der Anfangsphase zu wenig Abwechslung, da ihr fast ständig in irgendwelchen U-Bahn-Schächten oder der Kanalisation unterwegs seid. Doch auch der verwüstete Time Square kommt grafisch nicht über den Durchschnitt hinaus. Das Gleiche gilt für die lahmen Zwischensequenzen - selbst die Charaktere könnten mehr Details
Diese Feuermonster mögen es heiß und bewerfen euch mit glühend heißen Brocken.
vertragen und wirken sehr klobig. Zumindest aber scheint man sich bei der deutschen Synchronisation dieses Mal etwas mehr Mühe zu geben, wenn auch der überwiegend rockige Soundtrack mehr in die Kerbe "langweilig" anstatt "dramatisch" schlägt.

Lineare Levelstruktur

Aber damit passt er auch zum Leveldesign, das zwar mit geskripteten Schockmomenten für einige Überraschungen sorgen kann, aber insgesamt viel zu linear wirkt. In der Regel gibt es nur einen Weg - und der Bewegungsraum wird durch künstliche Barrikaden bewusst klein gehalten. Oft muss man sogar warten, bis ein Hindernis erst durch eine ausgelöste Sequenz aus dem Weg geräumt wird, bevor es weiter gehen kann. Diese lässt aber manchmal so lange auf sich warten, dass man schon glaubt, in einer Sackgasse gelandet zu sein. Nervig ist außerdem das Knacken elektronischer Türschlösser: Hier müsst ihr den entsprechenden Knopf ewig lange gedrückt halten, bevor sich die Tür endlich öffnet. Dabei werden wie von Geisterhand die beiden Drähte zusammengeführt - auch beim Drehen von Ventilen seht ihr nie die eigenen Hände, was teilweise etwas affig wirkt. Hier wäre ein Minispiel wie bei Mass Effect oder Splinter Cell vermutlich die bessere Lösung als das stupide Drücken und Halten eines Knopfes auf dem Controller. Auch die KI hinterlässt momentan noch einen durchwachsenen Eindruck: Zwar stellen die Monster und Soldaten in Gruppenverbänden eine echte Gefahr dar, aber oft genug sieht man einzelne Gegner teilnahmslos in der Gegend rumstehen, obwohl nur ein paar Meter weiter heftige Kämpfe ausgetragen werden. Zwischendurch findet ihr auch immer wieder kleine Rätseleinlagen, die allerdings nicht sonderlich anspruchsvoll ausfallen und sich auf das Abschießen diverser Objekte beschränken. So müsst ihr z.B. Wasserfässer zerballern, um die Gewichtsverhältnisse eines Seilzugs zu verändern oder Halterungen eines Ventilators zerstören, um weiter zu kommen.  
 

AUSBLICK



Eines steht fest: Legendary wird nicht als eine Legende in die Geschichte der Computer- und Videospiele eingehen. Dafür ist die gebotene Shooter-Kost einfach viel zu gewöhnlich und technisch altbacken. Hinzu kommt die immer wieder von starken Aussetzern geplagte KI, die zusammen mit der Framerate bis zur Veröffentlichung hoffentlich noch optimiert wird. Schade, denn eigentlich ist die Idee hinter Legendary gar nicht mal so übel, doch wirkt die Umsetzung mit nervigen Steuerungsmechanismen und der schwachen Inszenierung bisher noch unterdurchschnittlich. Zwar wird Legendary vermutlich keine Totalkatastrophe wie Turning Point – Fall of Liberty, mit dem sich die Entwickler von Spark Unlimited bereits am Shooter-Genre vergriffen haben, aber deutlich besser wird die Jagd auf die tödlichen Kreaturen aus der Box der Pandora voraussichtlich auch nicht.

Eindruck: ausreichend


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Kommentare

Fortesque schrieb am
Balmung hat geschrieben:Mal ehrlich... die Grundidee des Shooters ist schon derart absurd, dass konnte gar kein Hit werden.
Das finde ich gerade so geil daran. So etwas gab es noch nicht bzw. nicht so oft. Hat mir bei Turning Point eigentlich auch gefallen. Nur an der Umsetzung müsste man noch arbeiten :?
GamePrince schrieb am
GamePro gibt 80 % ... mehr als ich erwartet hätte. :)
MaxDD schrieb am
EvilNobody hat geschrieben:
MaxDD hat geschrieben:Hm, übler Test, schon etwas entäuschend. Ich hoffe einfach mal darauf, dass das eine sehr subjektive Meinung zu Legendary war und die Jungs von der GS-Konkurrenz diesmal den richtigeren Riecher haben. Werde auch auf jeden Fall mal antesten..
Ist kein Test, sondern eine Vorschau.
Ajo, schon klar, ist ja noch lange nicht draußen ;o) Aber entäuscht hats mich trotdem. Ich mein, wie oben schon gesagt, bei den Mädels von der Gamestar liest sichs anders, bei PcGames auch (okay, da liest sich alles immer sehr "toll"), und bei Krawall hatte es auch eine ganz gute Vorschau. Man weiß halt nimmer, was man nu wirklich glauben kann. Ich hoffe einfach mal, dass die Mehrheit recht hat.. ^^
EvilNobody schrieb am
MaxDD hat geschrieben:Hm, übler Test, schon etwas entäuschend. Ich hoffe einfach mal darauf, dass das eine sehr subjektive Meinung zu Legendary war und die Jungs von der GS-Konkurrenz diesmal den richtigeren Riecher haben. Werde auch auf jeden Fall mal antesten..
Ist kein Test, sondern eine Vorschau.
MaxDD schrieb am
Hm, übler Test, schon etwas entäuschend. Ich hoffe einfach mal darauf, dass das eine sehr subjektive Meinung zu Legendary war und die Jungs von der GS-Konkurrenz diesmal den richtigeren Riecher haben. Werde auch auf jeden Fall mal antesten..
schrieb am

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