Kinect - Special, Hardware, Xbox 360 - 4Players.de

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Kinect (Hardware) von Microsoft Game Studios
Kinect
Microsoft und Sony haben etwas gemeinsam: Beide wollen sie in Nintendos Zielgruppen-Gefilden wildern und vornehmlich die Gelegenheitsspieler mit neuen Konzepten von Bewegungserkennung und Steuerungen ins eigene Lager locken. Während Sony mit Move im Prinzip nur die Wii-Remote kopiert, verfolgt man in Redmond einen innovativeren Ansatz: Mit Kinect soll der Spieler selbst zum Controller werden! Führt diese Erfahrung tatsächlich zu einem völlig neuen Spielgefühl oder ist die Idee an sich schon zum Scheitern verurteilt?

Am Anfang war die Kamera

Stylisch sieht es ja aus. Auch inhaltlich hat Kinect auf den ersten Blick einiges für Technik-Freunde zu bieten: Wir haben die finale Version seit einiger Zeit im Büro, ab Montag gibt es erste Spieletests. Hier unser Auspack- und Ausprobier-Video und das Latenzvideo, das die Verzögerungen zeigt!
Erste Erfahrungen mit einer Bewegungssteuerung sammelte Microsoft bereits im Oktober 2006, als man mit der Xbox 360 Live Vision-Kamera versuchte, Sonys EyeToy Paroli zu bieten. Das Vorhaben ging daneben: Bis heute gibt es nur sehr wenige Spiele, die das Accessoire unterstützen. Dabei beschränkten sich die Entwickler meist auf die Möglichkeit, das eigene Gesicht zu scannen (Rainbow Six: Vegas ) oder Schnappschüsse während harter Duelle zu knipsen (Burnout Paradise ). Dagegen waren Titel wie You're in the Movies oder TotemBall, in denen man aktiv mit Bewegungen spielt, die absolute Ausnahme, weshalb die Live Vision-Cam auf der 360 nie die Popularität erreicht hat, wie es bei EyeToy auf der PS2 (und später das PlayStation Eye auf der PS3) der Fall war.

Faszinierende Grundidee

Mit Kinect wagt man im November einen neuen Versuch, doch anstatt wie Sony das Wii-Konzept nahezu 1:1 zu kopieren, geht man in Redmond einen anderen Weg. Zumindest von einem technischen Standpunkt aus betrachtet ist die Idee hinter Kinect faszinierend: Völlig ohne Controller soll man als Spieler mit Gesten und Sprache agieren können - und das mit einer Präzision, die selbst den harten Kern der 360-Gemeinschaft zufrieden stellen soll. Mehr noch, denn neben der Standardkamera wird dank eines zusätzlichen Tiefensensors die Position des Spielers im Raum erfasst und dabei auch auf den Avatar in die Spielwelt übertragen wird. Anstatt wie bei EyeToy oder auch Move nach der Kalibrierung an einen bestimmten Punkt im Raum "gefesselt" zu sein, erlaubt Kinect damit mehr Bewegungsfreiheit für den Spieler.

Wie funktioniert Kinect?

Im Inneren von Kinect arbeitet zum einen ein RGB-Sensor mit einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten, der 30 Bilder pro Sekunde einfängt. Dies entspricht der Technik, die man auch in Sonys PlayStation Eye findet. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Xbox 360-Spiele eine native Auflösung von 1280x720 (720p) Bildpunkten liefern, kann man sich zurecht fragen, warum sich Microsoft nicht dazu durchgerungen hat, gleich ein HD-Bild von der RGB-Kamera erfassen zu lassen, zumal ein solcher Schritt die Kosten sicher nicht gesprengt hätte. Würde man z.B. das Abbild des Benutzers nach Eyetoy-Vorbild direkt
Mit der Live Vision-Cam wollte Microsoft das EyeToy für die 360 bieten - ohne großen Erfolg.
ins Spiel integrieren wollen, müsste man dieses aufgrund der geringeren Auflösung der Kamera bereits hoch skalieren. Noch unverständlicher erscheint dagegen die technische Spezifikation der Infrarot-Kamera, die für die Generierung des Tiefenbildes verantwortlich ist. Dieses ergänzt das optische Bild des RGB-Sensors und macht es damit für die Software überhaupt erst möglich, ein 3D-Abbild des Spielers zu erstellen. Man muss sich das so vorstellen: Zunächst tastet ein Laserstrahl den gesamten Bildausschnitt ab, den die Kamera erfasst. Aufgrund von Licht-Reflexionen weiß daraufhin der Sensor, wie sich die Objekte im Raum verteilen. Dazu muss man wissen, dass die Informationen der IR-Kamera, also quasi jeder Pixel, farbcodiert an das System in Relation zu ihrer Entfernung zurückgegeben werden: Nähere Objekte (wie die Spieler) erscheinen farbig, der Hintergrund dagegen grau. Anschließend ist die Software gefragt, die das Bild durch diverse Filter jagt und danach weiß, welcher Teil davon einen menschlichen Körper darstellt, der gleichzeitig von leblosen Objekten wie Tischen, Schränken etc. abgegrenzt wird. Dabei kennt Kinect die grundlegenden Merkmale, die einen Menschen ausmachen: Bei der Analyse der IR-Bildes sucht das System also nach typischen Mustern wie Armen, Beinen, Kopf etc. und filtert damit die Person aus dem Hintergrund heraus. Selbst längere Haare oder hängende Klamotten sind neben der Körpergröße Faktoren, die das  System berücksichtigt. Interessant wäre an dieser Stelle sicherlich der Versuch, eine Schaufenster-Puppe im Sichtfeld von Kinect zu platzieren. Ob sie wohl als Person durchgehen würde?

Eingeschränkte Spieleranzahl

Laut inoffizieller technischer Daten kann Kinect bis zu sechs Personen gleichzeitig erfassen - aktiv spielen dürfen davon aber parallel anscheinend nur zwei. Als Kinect noch Project Natal hieß, sollten pro Spieler noch 48 Punkte des Körpers erfasst und auf den Avatar übertragen werden. Mittlerweile scheint man bei einem Duo dagegen nur noch 20 Punkte pro Teilnehmer erfassen zu können. Nur, wer alleine vor der Kamera steht, wird mit den vollen 48 Punkten eingescannt und könnte theoretisch mit einer verbesserten Präzision bei den Bewegungen rechnen. Zusätzlich kennt das System bereits 200 typische Posen und Bewegungsmuster. Damit soll gewährleistet werden, dass die Bewegungen auch dann erfasst und umgesetzt werden, wenn man sich nicht komplett im Sichtbereich der Kamera befindet oder Teile des Körpers verdeckt werden. Aus den vorhandenen Daten antizipiert das System in diesem Fall einfach die Bewegung, die man ausführen will.               

Kommentare

Aerosmither schrieb am
Konnte Kinect heute mal ausgiebig testen, muss aber sagen das ich mich im Vorfeld von 4Players hab negativ beeinflussen lassen...nach der GC war ich von Kinect auch nicht so begeistert.
Das Lineup ist etwas armselig, es sind zu wenig Minispiele bei Adventure und Sports. Einige Minispiele sind sogar richtig scheisse wie z. Bsp. Boxen bei Sports. Man muss einfach abwarten was die Zukunft bringt...Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.
Es gibt eine ganz, ganz leichte Verzögerung, die man aber eigentlich überhaupt nicht merkt, da man sich viel bewegt. Die Steuerung ist dementsprechend richtig geil und es macht auch irre viel Spass.
Konnte auch dieses Fitness-Game von UbiSoft spielen und denke wirklich, das es auf Dauer zum gewünschten Erfolg führt, wenn man es regelmässig spielt. Als Motivation sind es natürlich dann die Gamerscore, die uns im wahrsten Sinne des Wortes, bewegen. Hab von den Spielen nen richtig guten Muskelkater in beiden Oberschenkeln.
Kinect wird, denke ich, mit Recht ein voller Erfolg. Kann die 4P-Wertung überhaupt nicht nachvollziehen und frag mich mittlerweile wieviel Kohle Nintendo und Sony hier in die HP fliessen lassen.
Latenz-Test is ja gut und schön unt evtl. auch professionell...aber man sollte auch die menschliche Wahrnehmung berücksichtigen...im ganzen Bewegungseifer merkt man so gut wie nichts von ner Verzögerung.
Suckisuck schrieb am
der Hoschi hat geschrieben: Also hoffe ich weiter auf Dritthersteller die dann irgendwann die Technik meistern, kann ja nicht unmöglich sein..
So, ich hab mir das Ding geholt, was schon ein Akt war. Denn in Hagen waren die Teile überall aussverkauft, ich kriegte das letzte von Toys-r-us.
Ich spiele seit 30 Jahren Videogames.Immer mit Controller. Ja ich habe eine Wii, weil die Kids sie wollten. Und mit Core Games zugelegt, wie House of the Dead und Zelda, nur konnte ich damit nie warm werden.
Also heute die Kinect angeschlossen, Sohnemann und Töchterchen auch total neugierig, letztlich machte ich aber das erste Spiel mit Kinect Sports Leichtathletik.
Und was soll ich sagen. eine total andere Form des Spielens. Aber eine Offenbarung. Klar, wer nur auf der Coach liegen will, für den ist Kinect gar nichts. Wer aber mal eine neue Dimension des Spielen erleben will.....holt euch das Teil.
Vergleiche mit Wii undMove sind gar nicht möglich, es ist einfach anders. Und wo hat es bitte ein merkbares LAG?Ich hab keines festgestellt, welches mit menschlichem Ermeessen sichtbar wäre. Und das bei drei Titeln nicht. (Adventure,Sports. DanceCentral).
Microsoft ist damit wahrscheinlich der große Wurf gelungen. Das man es kaum noch irgendwo kriegt ist ein Indiz dafür. Denn die Werbemaschinerie ist ja noch gar nicht richtig angelaufen
Nuoroda schrieb am
Ich hätte mich auch hauptsächlich auf Box-Games gefreut (für andere Kampfsportarten krieg ich das Bein nicht hoch genug - obwohl´s wohl auch nicht nötig ist), wenn das gut abgeschnitten hätte, würde das Gerät schon bei mir daheim stehen. Was die verminderte Kinect-Technik betrifft, hatte ich eigentl. die Hoffnung dass so der Lag verhindert werden kann - leider hat sich das nicht bestätigt. Also hoffe ich weiter auf Dritthersteller die dann irgendwann die Technik meistern, kann ja nicht unmöglich sein.
Das mit dem Drall vom Ball kann man ja evtl. lösen in dem man den Schläger leicht nach oben zieht beim schlagen, um einen Topspin auszuführen.
Duschkopf. schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben:
Raksoris hat geschrieben: Und der Vergleich darf und muss gemacht werden.
Wieso?
Beide Systeme ( 360 und Ps 3 ) hatten vorher keine richtige Motioncontroll steuerung und beide bieten sie im gleichen Zeitraum an und beide versuchen damit den von der Wii dominierten Markt der "Casuals"mzu erobern.
Oder soll man Kinect ne Extrawurst geben und sie mit Eye Toy vergleichen?
Da würde das Ding vielleicht gewinnen...
Man darf aber in einem Vergleich nicht etwas einbeziehen, dass eine Steuerung garnicht haben will. Sondern nur gleiche Dinge.
Man vergleicht FIFA mit PES, GT und Forza... Eben weil es "gleiche" Games sind.
Bei Kinect und Move ist das aber nicht immer der Fall. Wärend man bei Move mindestens eine enorm wichtige Fernbedinung halten muss um zu steuern, muss man bei Kinect es eben nicht. Das ist ein Vorteil gegenüber Move und nicht umgekehrt.
Irgendwie widersprichst Du Dir da gerade selbst. :wink:
Chibiterasu schrieb am
Für's Feeling wäre der Schläger gut. Mit dem Feature haben sie ja auch geworben, dass man alles nehmen kann. Mich würd interessieren ob das klappt oder es Kinect doch irritiert.
Was auf jeden Fall im Vergleich zu Move fehlt, ist das erkennen der Seitenlage des Schlägers, oder wenn man dem Ball einen Drall gibt etc.
Da Kinect die Finger nicht erkennt, kann das imho nicht funktionieren.
schrieb am

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