Halo: Combat Evolved - Anniversary
USK: 16

Special: Halo: Combat Evolved - Anniversary

So testet 4Players
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Autor:
Jan Wöbbeking

Ab dem 15. November können Fans des Master Chief einen Trip zurück ins Jahr 2001 unternehmen: Mit Halo: Combat Evolved - Anniversary legt Microsoft den ersten Teil der Serie neu auf. Neben aufpolierter HD-Grafik gibt’s diesmal auch Online-Koop, an Reach angelehnte Multiplayer-Matches und einige weitere Extras.

Wenn schon, denn schon

Producer Dennis Ries von 343 koordiniert die Zusammenarbeit mit Saber Interactive.
Producer Dennis Ries von 343 Industries koordiniert die Zusammenarbeit mit Saber Interactive.
Da sich Bungie von der Serie verabschiedet hat, entsteht das Remake zum Großteil in St. Petersburg beim dort ansässigen Team von Saber Interactive (Timeshift). Beaufsichtigt wird die Entwicklung von 343 Industries, welche sich auch um Halo 4 und kommende Serienteile kümmern werden. Producer Dennis Ries erklärte uns das Konzept: „Wenn wir schon ein Remake machen, dann richtig! Vor allem bei einem Titel wie Halo, welcher das Genre derart stark geprägt hat, wollen wir den Fans etwas bieten.“

Tatsächlich merkt man sofort, dass die Entwickler sich viel Mühe gegeben haben: Der Story-Modus wurde zwar inhaltlich 1:1 übernommen, lässt sich aber in zwei Varianten spielen, zwischen denen man jederzeit auf Knopfdruck wechseln darf. Die erste bietet die hochskalierte Original-Grafik des Klassikers, die zweite komplett überarbeitete Texturen, Effekte und eine frische Beleuchtung. Neben der deutschen Synchro befindet sich auch die englische Sprachausgabe auf der Disk. Außerdem wurden Waffengeräusche und Soundeffekte neu aufgenommen sowie der Soundtrack in George Lucas' Soundstudio »Skywalker Sound« neu eingespielt. Entgegen früherer Gerüchte kann man laut Ries aber auch den Original-Soundtrack auswählen – und für einen echten Flashback den Chorgesang des Originals genießen.

Coop Evolved

Neu ist auch der Online-Koop, mit der sich die komplette Kampagne mit einem Freund über Xbox Live spielen lässt. Weitere Neuerungen sind Firefight-Matches gegen immer neue Horden angreifender Allianz-Krieger, Erfolge für insgesamt 250 Gamerscore-Punkte, die 3D-Unterstützung der grafisch aufpolierten Fassung, ein Hand voll optionaler Kinect-Befehle (näheres dazu hier) und kleine, in den Levels versteckte Info-Terminals. Hat man eines gefunden und gescannt, verrät es - ähnlich wie in Metroid Prime - kurze Infos über das Halo-Universum und gibt Hinweise auf Teil 4.

Durch die neue Beleuchtung wirken einige Passagen nicht mehr so stockfinster.
Durch die neue Beleuchtung wirken einige Passagen nicht mehr so stockfinster. Davon abgesehen bleibt das Design dem Original treu.
Die spaßigste Neuerung ist aber der komplett überarbeitete und an Reach angelehnte Multiplayer-Modus. Als alter Fan war ich zunächst skeptisch: Wenn schon Mehrspieler-Matches, dann bitte genau so wie in den guten alten Netzwerk-Sessions – ohne verfälschende Spezialfähigkeiten aus Reach.  Nach einigen Matches waren meine anfänglichen Bedenken aber wie weggeblasen. Es ist natürlich schade, dass nicht alle Original-Karten enthalten sind: Schließlich habe ich mir im Jahr 2002 nichts sehnlicher gewünscht, als endlich Halo online zocken zu können statt immer nur auf Netzwerk-Sessions mit Freunden. Auch das Hantieren mit Tunnelsoftware brachte mich damals nicht wirklich weiter: Wenn man ein Tool wie Xbconnect auf seinem PC installiert hatte, konnte man die Xbox mit dem PC verbinden. Der Rechner gaukelte der Konsole dann ein normales Netzwerk-Match vor, obwohl man eigentlich über das Internet spielte. In der Praxis verursachte das System aber starke Lags und der Host war stark im Vorteil.

Multiplayer-Remix


Zurück in die Gegenwart:  Obwohl wie erwähnt nicht alle Karten aus Teil 1 dabei sind, ist es schön, endlich manche davon online zocken zu können. Einige Maps wurden bewusst weggelassen: Da Blood Gulch z.B. in Halo Reach neu aufgelegt wurde, haben die Entwickler sich auf die Exemplare konzentriert, welche es nicht bereits auf der Xbox 360 gab. Dazu gehört z.B. der Klassiker High Noon – eine leicht überarbeitete Version von Hang 'Em High: In der Mitte der Karte tänzeln die Spieler blitzschnell um Grabsteine und suchen in kleinen Gruben Deckung, während Scharfschützen auf den hohen Stegen und Aussichtsplattformen herumschleichen.

Danke, dass Sie sich für Air Master Chief entschieden haben!
Danke, dass Sie sich für Air Master Chief entschieden haben!
Hier war seinerzeit die Pistole besonders wirkungsvoll: Heranzoomen, ein paar mal abdrücken, und schon hatte man seine Gegner mit Leichtigkeit zur Weißglut gebracht. Wer dieses Gefühl wieder erleben möchte, kann die Balance der Waffen in den Originalzustand zurück versetzen. Oder aber man spielt mit besser aufeinander abgestimmten Wummen und anderem neumodischen Schnickschnack. Vor allem das Jetpack bringt Zunder ins Spiel: Wer es beherrscht, kann sich unheimlich elegant durch die Deckungen mogeln und sekundenschnell einen Gegner nach dem anderen ausschalten. Es ist erstaunlich, wie viel Spaß und Dynamik die Fähigkeiten aus Reach in die guten alten Maps bringen. Dazu gehört auch das Schild, welches einen Spieler kurzzeitig unbeweglich macht, aber auch sämtliche Projektile abprallen lässt. Zusätzlich haben die Entwicklern den Arealen kleine Änderungen wie Tunnels verpasst, um die Balance den neuen Umständen anzupassen. Unter den insgesamt sechs Mehrspieler-Karten befinden sich auch Exemplare aus anderen Serien-Teilen: Breakneck stammt aus Halo 2, Timberland aus der späteren PC-Umsetzung von Halo 1. Die Firefights gestalteten sich ähnlich unterhaltsam: Auf diversen Karten (eine davon aus der Kampagne) verschanzt man sich mit bis zu drei Online-Freunden auf einer Karte und wehrt die immer stärker werdenden Gegnerhorden ab. Wie in Reach kann man die Rundenzeit und einige andere Details festlegen.



Kommentare

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  • Man...Halo!...das hat damals so Spass gemacht,alleine,sowie im Koop. Mein Exemplar dürfte heute Abend im Briefkasten liegen.Bin schon sehr gespannt und freu mich jetzt tierisch drauf,das Spiel nochmal in neuem Glanz zu zocken.
  • ^^habe auch zugeschlagen am 15. ..woher willst Du feststellen das es mit 30FPS läuft? ..ich spüre nix, träge sind FPS generell an Konsolen.Ich merke keine Slowdowns o.ä. ich find das umschalten klasse, kann man vergleichen wie es früher war, und manchmal sieht man dem ur Halo an das es einige  [...] ^^habe auch zugeschlagen am 15. ..woher willst Du feststellen das es mit 30FPS läuft? ..ich spüre nix, träge sind FPS generell an Konsolen.Ich merke keine Slowdowns o.ä. ich find das umschalten klasse, kann man vergleichen wie es früher war, und manchmal sieht man dem ur Halo an das es einige wirklich geniale Texturen hatte die selbst heute noch ansehnlich ausschauen. Halo is der Shooter, bei dem ich am meisten lache, vorallem im MP....und lachen macht bekanntlich Spass, da ist Optik(die dennoch gut aussieht) unwichtig. Halo hat für mich auch das beste Gameplay unter Shootern, die Steuerung perfekt, da man net mit LT wie bei jedem anderen FPS, anvisieren muss! Dadurch kann man schneller Granaten schmeissen und Special aktivieren.
  • Ich habe mir das Remake nun geholt und stehe dem Spiel nun etwas zwiegespalten gegenüber: Optik: Klar gibt es hier enorme Unterschiede zum Original. Jedoch denkt man sich eher, wie klasse das Spiel im Vergleich zum Original aussieht (wenn man den Modus switcht), anstatt wie gut es überhaupt  [...] Ich habe mir das Remake nun geholt und stehe dem Spiel nun etwas zwiegespalten gegenüber: Optik: Klar gibt es hier enorme Unterschiede zum Original. Jedoch denkt man sich eher, wie klasse das Spiel im Vergleich zum Original aussieht (wenn man den Modus switcht), anstatt wie gut es überhaupt aussieht. Würde man das Spiel mit der jetztigen Shooter-Generation vergleichen, wäre es optisch jedoch nur Mittelmaß. Als störend empfinde ich die FPS. Das Spiel läuft nur mit 30 FPS, gefühlt auch manchmal darunter. Darüber hinaus wirkt die Optik manchmal altbacken, z. B bei den Bewegungsabläufen der Gegner. Sound: Bombastisch mit den genialen Stücken aus dem ersten Teil natürlich. Gameplay: Das Spiel macht einen Heidenspaß, auch nach den ganzen Jahren. Trotzdem wirkt es etwas altbacken. Zwar bot es damals etwas neues mit seinem 2-tragbare-Waffen-System und der "Gesundheitsregeneration", dies gehört jedoch heute zum Standard. Es sind die Details denen man ansieht, dass das Spiel bereits einige Jahre auf dem Buckel hat: so gibt es kein switchen zwischen Gehen und Laufen und auch keine Laufanimation des Protagonisten, lediglich ein "Schweben". Fazit: Auch wenn das Spiel in einigen Gameplaybereichen altbacken wirkt und die Grafik für heutige Verhältnisse nur Durchschnitt bietet, stellt dieses Remake das wohl fortschrittlichste HD-Remake dieser Generation dar. Besonders Fans des Originals und Spieler, die nur die Fortsetzungen kennen, jedoch gerne den Anfang der Serie kennen lernen möchten sei dieses Game ans Herz gelegt. Für knapp 35? macht man hier nichts falsch.

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