Resonance of Fate
USK: 16

Test: Resonance of Fate

So testet 4Players
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Autor:
Jens Bischoff

Mit Resonance of Fate entführen die Star Ocean -Macher in eine vergleichsweise düstere Steampunk-Welt - es gibt keine natürliche Vegetation und nur einen Schauplatz: Der als letztes Refugium der Menschheit dienende Turm Basel. Also das genaue Gegenteil von dem, was man bisher von tri-Ace kennt. Auch spielerisch beschreitet man neue Wege. Kann man mit diesem ungewöhnlichen Ansatz überzeugen?
Gefangen in einem Turm

Die Welt von Resonance of Fate ist kalt und trostlos: Man ist gefangen in einem riesigen Turm, in dessen Spitze sich die Reichen und Mächtigen versammeln, während in den unteren Etagen soziales Elend und Kriminalität herrschen. Die Welt außerhalb des Turms liegt in Trümmern, ein Leben scheint dort unmöglich.

Video: Der Launch-Trailer gibt einen kurzen Überblick über Story und Kampfsystem.
Doch auch der einst als experimentelles Lebenserhaltungssystem errichtete Turm birgt dunkle Geheimnisse. Allen voran eine uhrwerkähnliche Maschine im Zentrum, die als Gott angebetet wird und das Schicksal der Menschen zu kontrollieren scheint, was aber selbst unter den religiösen Führern nicht alle so einfach akzeptieren wollen.

Von alle dem bekommt man zunächst jedoch kaum etwas mit. Zu Spielbeginn schlüpft man in die Rollen von Vashyron, Zephyr und Leanne, die gemeinsam Aufträge für die Obrigkeit erledigen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Wer die drei sind, wie sie zusammen kamen und was sie wirklich verbindet, erfährt man erst später. Im Prinzip scheinen sie Freunde zu sein und ein recht unbekümmertes Dasein zu fristen. Andererseits sieht man schon im Intro wie Vash und Zeph später einen Kampf um Leben und Tod führen und Zephyr beim Versuch den Selbstmord eines Mädchens zu vereiteln mit ihm zusammen in die Tiefe stürzt und eigentlich bereits tot sein müsste. Dramaturgisch ist der jede Menge Fragen aufwerfende Auftakt interessant, aber es dauert ungemein lange, bis die Story mit klärenden Rückblicken endlich in die Gänge kommt und Spannung aufbaut.

Zäher Einstieg

Die ersten Kapitel ist man quasi nur damit beschäftigt, einen belanglosen Auftrag nach dem anderen zu erledigen, vorwiegend unwichtige Personen kennen zu lernen und die trostlose Spielwelt zu erkunden. Diese besteht nur aus aneinander gereihten Sechsecken, die man mit einem symbolischen Cursor bereist, um Zielpunkte wie Städte, Dungeons oder einzelne Gebäude zu erreichen. Unterwegs kommt es immer wieder zu altmodischen Zufallskämpfen, während man über Aufzüge zwischen den einzelnen Stockwerken des Turms wechselt. Selbst die Dungeons sind lediglich eine Reihe von quadratischen Räumen, die nach und nach von Gegnern gesäubert werden müssen, bevor am Ende der obligatorische Bossfight ansteht.

Doch auch wenn das Leveldesign kaum öder sein könnte, kann die Erkundung der Spielwelt durchaus begeistern: Das liegt daran, dass sämtliche Spielumgebungen erst frei gepuzzelt werden müssen. Erledigte Gegner hinterlassen immer wieder Puzzlestücke, mit denen man sich seinen Weg zum nächsten Ziel bahnen muss.
Was aussieht wie Hexfeld-Rundentaktik ist die ungewöhnliche Darstellung der Spielwelt, die nach und nach frei gepuzzelt werden muss und neben Städten, Dungeons, Schätzen und Zufallsgegnern auch manipulierbare Gebietseffekte über mehrere Ebenen bietet.
Manche Gebiete sind nur mit speziellen Puzzleteilen erreichbar und unter manchen Feldern sind sogar Schätze versteckt. Neben verschiedenen Formen gibt es auch unterschiedliche Farben, mit denen man bestimmte Orte frei schalten und mit gleichfarbigen Terminals verbinden kann, die spezielle Boni wie häufigere Beutestücke, zusätzliche Erfahrungspunkte oder elementaren Extraschaden gewähren.

Man kann sogar Heil- und Speicherpunkte als Puzzleteile setzen und wer alle Felder einer Ebene frei räumt, kann sich von seinen Speicherpunkten aus direkt ins Hauptquartier teleportieren, in dessen Umfeld man auch Geschäfte und eine Gilde vorfindet, die optionale Aufträge erteilt. Darüber hinaus gibt es auch eine Arena, in der man sich nicht nur in einer Reihe von Tutorien mit der Kampfsteuerung vertraut machen, sondern sich auch gegen immer stärkere Kontrahenten in einer Rangliste nach oben arbeiten kann. Die Übungen sollte man sich auf jeden Fall zu Gemüte führen, bevor man irgendetwas anderes macht, denn der Kampfverlauf ist recht ungewöhnlich und der Schwierigkeitsgrad nicht ohne, wodurch sich der Anfang recht zäh gestalten kann.    

Kommentare

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  • Habs mir die Tage in der Videothek gebraucht geholt und muss sagen, dass es echt geil ist. Die Welt ist cool und ansprechend Inszeniert. Und das Kampfsystem ist sehr eigen. Das einzige große Manko ist der Umstand, dass das Kampfsystem überhaupt nicht richtig erklärt wird. Wo andere Spiele mit  [...] Habs mir die Tage in der Videothek gebraucht geholt und muss sagen, dass es echt geil ist. Die Welt ist cool und ansprechend Inszeniert. Und das Kampfsystem ist sehr eigen. Das einzige große Manko ist der Umstand, dass das Kampfsystem überhaupt nicht richtig erklärt wird. Wo andere Spiele mit nervigen Idiotentutorials quälen, wird hier nur das nörtigste erklärt und das reicht bei diesem Kampfsystem nicht aus. Ich hab echt bis zum 2. Kapitel gebraucht, bis ichs geschnallt hab.
  • Wer übrigens an dem Spiel Interesse hat, der Fluß liefert es mittlerweile für 27 Euronen. Hab selbst aufgrund des Settings mit dem Kauf auf einen guten Preis gewartet und hab da jetzt zugeschlagen. Allerdings erst wenig gespielt, bis jetzt aber gut unterhalten worden.
  • Sind Japaner denn total gaga? Nen 40 - 80 Stunden RPG mit Schusswaffen.....Kinners ich muss arbeiten xD Im Klartext: das sieht (vor allem vom Setting her) für mich verdammt interessant aus und die Tatsache, dass wir es hier (trotz wahrscheinlicher Mängel an der Story) nicht mit einem Fall von  [...] Sind Japaner denn total gaga? Nen 40 - 80 Stunden RPG mit Schusswaffen.....Kinners ich muss arbeiten xD Im Klartext: das sieht (vor allem vom Setting her) für mich verdammt interessant aus und die Tatsache, dass wir es hier (trotz wahrscheinlicher Mängel an der Story) nicht mit einem Fall von "Style over Substance" zu tun haben, ermutigt mich dann doch, die Tacken für dieses Spiel zu berappen.