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| Eure Kameraden stellen sich recht clever an. |
Die wichtigste Wende erfolgt etwa zur Mitte des Spiels: Hier werdet ihr gefangen genommen und mittels Kreissäge zum Strogg verwandelt. Leider fehlt diese etwa vier Minuten lange Sequenz in der deutschen Version völlig, was natürlich den Story-Verlauf ziemlich durcheinander haut – außerdem erfahren hiesige Spieler so nie am eigenen Leibe, dass die Strogg nicht gerade Filigranchirurgen sind. Seid ihr einer von »denen«, begegnen euch nicht nur eure Kameraden fortan mit einer gesunden Portion Misstrauen, ihr gewinnt auch zusätzliche Fähigkeiten – so könnt ihr Strogg-Konsolen bedienen und eure Energie an speziellen Stationen wiederherstellen.
Widerstand ist zwecklos
Optisch bietet Quake 4 genau das, was man mittlerweile von einem Spiel auf Basis der Doom 3-Engine erwarten kann: großartige Licht- und Schatteneffekte, sehr viel Dunkelheit, in der ihr euch per Taschenlampe Sicht verschaffen dürft, jede Menge metallische Gänge und Rohr-Konstrukte. Die Action spielt zum größten Teil innerhalb von Gebäuden, nur gelegentlich werdet
ihr an die frische, bleihaltige Luft gelassen. Die detailreichen, teilweise sehr großen Figuren sind perfekt animiert, sehen allerdings wie ihre Doom-Pendants sehr nach Plastik aus. Viele geskriptete Szenen sorgen für Action auf dem Schlachtfeld, coole kleine Details (wie der Atem der Soldaten in einer kälteren Umgebung, das extrem realistische Hitzeflimmern oder der Verwackeleffekt, nachdem man von einem Gegner im Nahkampf getroffen wurde) halten die Grafikkarte auf Trab. Allerdings sind einige Texturen auch auf hoher Detailstufe teilweise sehr schwach, außerdem gibt es hierzulande keinerlei Blut zu sehen. Die einzige Besonderheit der Xbox 360-Version ist die bei schnellen Drehungen ruckelige Grafik - ansonsten ist die Fassung identisch.
Ihr seid immer wieder an der frischen Luft unterwegs: in einem Panzer, einem Mech-Anzug oder als ballernder Beifahrer.
Die deutsche Version wirkt dahingehend etwas inkonsequent, als dass es keine deutsche Version ist: Die hervorragende Sprachausgabe ist nach wie vor komplett englisch und bietet keinerlei Untertitel – wenn ihr Pech habt und nicht aufpasst, entgehen euch so viele Sprüche und Dialoge, die nebenher abfallen und für Atmosphäre sorgen. Ärgerlicherweise lässt sich die Lautstärke von Soundeffekten und Sprachausgabe nicht getrennt regeln, so dass im Getose der fetten Explosionen, Ballereien und Strogg-Gekreische viel untergeht. Dazu gibt es dramatische Musik, die aber ebenfalls lautstärketechnisch nur die zweite Geige spielt.
