Test: The Dishwasher: Vampire Smile

12.05.2011, Autor: Paul Kautz

Arcade-Action für Xbox 360






Video: The Dishwasher: Vampire Smile, Launch-Trailer



Ninja auf zwölf Uhr



Rot, rot, sehr viel rot und dann noch etwas rot - diese Farbe bekommt man sehr oft und in gigantischen Mengen zu sehen.
Rot, Rot, sehr viel Rot und dann noch etwas Rot - diese Farbe bekommt man sehr oft und in gigantischen Mengen zu sehen.
Eine Axt ist praktisch (fragt mal Jörg), zwei Äxte sind folgerichtig praktischer - besonders wenn es darum geht, sich im Weg stehendes Gegnerfleisch schnell zu häckseln. So viel zum Inhalt von The Dishwasher - Dead Samurai; nicht dass er sich besonders von dem des Nachfolgers unterscheiden würde. Nach wie vor funktioniert das Spiel folgendermaßen: Man läuft von Raum zu Raum, bis sich in einem die Türen schließen, und aus allen Richtungen Feinde auf einen zuströmen. Wilde Kombinationen aus den Digibuttons sowie den beiden Sticks, und kurze Zeit später bleiben davon nur zerstückelte Reste sowie einige Geldstücke übrig - von Letzteren darf man an speziellen Stationen Waffen und Gesundheits seines Schlachtmeisters verbessern.

Davon gibt es mittlerweile zwei: Den bekannten Tellerwäscher sowie seine Halbschwester Yuki. Beide spielen sich sehr ähnlich, verfügen aber über unterschiedliche Waffenarsenale - hier eine Kettensäge, da ein gigantischer Hammer, hier eine gigantische Spritze, da eine rostige Kopfab-Schere. Sind diese Massenvernichtungswerkzeuge erstmal freigeschaltet, darf man sie frei aktivieren und für besonders fiese Kombos auch kombinieren. Standardgegner lassen sich fast durchgehend mit dezent stupidem Buttonmasching aus dem Weg räumen, die von einem Finisher gekrönt werden dürfen, der einem nicht nur mit roter Suppe die Sicht nimmt, sondern auch für mehr Boni sorgt. In unregelmäßigen Abständen warten auch Kämpfe gegen teilweise gigantische, extrem bizarre Bosse - und hier gewinnt die Wahl der richtigen Waffenkombination erheblich an Bedeutung. Sehr wichtig ist auch, dass man mit dem rechten Stick jederzeit in alle Richtungen zischen darf, auch unbegrenzt nach oben. Das sorgt für enorm viel Bewegungsfreiheit und entsprechend rasante Kämpfe.


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Rot, rot, rot sind alle meine Leichen



Die Standardkämpfe sind im Normalfall ein Klacks - anspruchsvoll wird das Spiel erst bei den Bossen.
Die Standardkämpfe sind im Normalfall ein Klacks - anspruchsvoll wird das Spiel erst bei den Bossen.
Der Story-Modus ist der wichtigste Anlaufpunkt für den Dishwasher-Neuling: Hier geht es mit Yuki auf dem im Weltraum schwebenden Irrenhaus »Iffenhaus« los - nach dem Prolog (und beim späteren Fortsetzen der Kampagne) darf man sich entscheiden, ob man mit ihr oder dem Helden des ersten Teils weiterspielt. Man muss ohnehin beide Seiten der Geschichte beenden (was etwa fünf Stunden dauert), wobei sich die Story immer wieder überschneidet. So richtig ergiebig ist das allerdings nicht: Zwar gibt es auf Seiten Yukis immer wieder bizarre Flashbacks, dennoch bleibt das Ganze trotz der stylischen Comic-Inszenierung viel heiße Luft.

Apropos Inszenierung: Schon der erste Teil bot ebenso ungewöhnliche wie verstörende Bilder; der Grafikstil ist mit seiner Mischung aus unscharf, verwaschen, hingekritzelt, düster und bizarr nach wie vor einzigartig. Die Präsentation ist über weite Teile Schwarz-Weiß, mit einer wichtigen Ausnahme: Die Farbe Rot wird exzessiv genutzt; gerade die Finisher versprühen hektoliterweise Blutsuppe.

Neben der Geschichte gibt es noch zwei weitere Modi für Solisten: Beide sind Survival-Varianten, von denen besonders die Arcade-Version hervorsticht. Hier werden vier Levels nach und nach freigeschaltet, in denen man sich unter wechselnden Siegesbedingungen immer dickeren Gegner-Wellen stellen muss. Das darf man auch zu zweit, sowohl lokal als auch online. Witziger ist allerdings, kooperativ die Kampagne anzugehen - den zweiten Spieler erwartet hier eine coole Überraschung!



  Fazit