Kingdoms of Amalur: Reckoning
USK: 18
Rollenspiel (Action-Rollenspiel)

Test: Kingdoms of Amalur: Reckoning

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

Wie lange ist es her, seit sich Fans von Fantasy-Action-Rollenspielen auf der Suche nach seltenen Beutestücken die Nächte um die Ohren geschlagen haben? Seit Sacred 2? Seit Diablo 2? Die von Big Huge Games (Rise of Nations) erdachten Königreiche von Amalur sollen alte Hack&Slay-Tugenden mit epischen Elementen verbinden.
Etikettenschwindel

Video: Weniger Skyrim und mehr Baldur's Gate Dark Alliance: Amalur ist weit davon entfernt, episch zu sein, wird aber alle Hack&Slay-Fans lange unterhalten.
Im Vorfeld haben 38 Studios und Electronic Arts viel von Skyrim sowie ähnlich schwergewichtigen Rollenspielen gesprochen und diese als Vergleich bemüht. Sicher: Es liegt nahe - immerhin hat Lead Designer Ken Rolston vor Amalur die Elder Scrolls-Welten von Morrowind und Oblivion zum Leben erweckt. Und die Hardcore-Rollenspieler sind eine stets nach neuen Welten dürstende Zielgruppe, die so etwas gierig aufnimmt. Doch wer glaubt, dass hier eine in jeder Hinsicht lohnenswerte Alternative zu dem letztjährigen Ausnahme-Rollenspiel mit einer markanten Welt, immerhin designt von Comic-Ikone Todd McFarlane und erzählerisch inszeniert von R.A. Salvatore (Demon Stone, Eiswindtal-Trilogie) wartet, kann eigentlich jetzt schon aufhören zu lesen und sich sein Geld vom Händler wieder auszahlen lassen.

Denn das Spiel schafft es in keinem Punkt, diesem epischen Ansatz gerecht zu werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Amalur inhaltsleer oder seelenlos ist - ganz im Gegenteil: Ich als Hack&Slay-Fan alter Schule freue mich, dass so viele Jahre nach Champions of Norrath oder Baldur's Gate Dark Alliance endlich wieder viel versprechender Nachschub im Laufwerk liegt. Es ist nur bedauerlich, dass irgendjemand im Produktmanagement das amalurische Königreich in die falsche Schublade packte.

Statt zu versuchen, auf der Popularitätswelle von Skyrim, Geralt oder den Seelenspielen von From Software zu reiten, hätte man vielmehr den Vergleich mit den Sacreds oder Dungeon Sieges dieser Welt suchen und sich den unbestimmten Release von Diablo III zu Nutze machen sollen. Das liegt nicht nur aufgrund der zahlreichen Ähnlichkeiten bei den Mechaniken näher, sondern ist auch deutlich schmeichelhafter, wenn es um die Umsetzung geht.

Denn letztlich steht hier nicht die Story oder die geheimnisvolle Welt im Vordergrund, sondern das Kämpfen sowie die ausgeschüttete Beute, die wie für Spiele dieser Art üblich, in "gewöhnlich", "selten", "Teil eines Sets" und "einzigartig" kategorisiert wird. Dabei beginnt alles auch erzählerisch interessant...

 Wer bin ich?

World of AmalurCraft? Vor allem in der Anfangsphase ist das Artdesign nicht markant oder eigenständig genug...
World of AmalurCraft? Vor allem in der Anfangsphase ist das Artdesign nicht markant oder eigenständig genug...
Direkt nachdem ich den Editor verlassen habe, wird meine Figur als Leiche entsorgt und landet auf einem Berg verwesender Verstorbener. Man hat beinahe das Gefühl, dass die umfangreiche Erstellung des Alter Ego ad absurdum geführt wird.
Wieso hat man sich durch die Auswahl des Volkes (hat leichten Einfluss auf die Startboni in bestimmten Fähigkeiten außerhalb des Kampfes), der Religion (jeder der fünf Götter hält wie auch Agnostizismus einen Bonus auf Kampffähigkeiten bereit) sowie die vierzehn Schieberegler für das Aussehen gewühlt, nur um von den zwei Gnomen, die mir die letzte Ehre erweisen "Alles Gute! Vielleicht läuft es das nächste Mal besser!" zu hören?

Der Tod ist nur der Anfang

Wie sich herausstellen soll, ist man als vermeintlich gescheitertes Experiment eines gnomischen Wissenschaftlers namens Hugues auf dem Leichenhaufen gelandet. Der Professor hat an dem so genannten Seelenquell geforscht, um eine Formel zu finden, wie man Tote wieder ins Leben zurückbringen kann. Doch bislang waren seine Versuche nicht von Erfolg gekrönt. Dementsprechend sind alle Figuren überrascht, denen man fortan begegnet.


Kommentare

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  • Ich finde das Spiel nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Es fehlt einem so nen bischen der Tiefgang und die abwechslung was die Quest´s angeht. Auch in der Charakter gestaltung hätte ich mir ein wenig mehr abwechslung gewünscht. Die Charaktere denen man begegnet haben fast alle das gleiche  [...] Ich finde das Spiel nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Es fehlt einem so nen bischen der Tiefgang und die abwechslung was die Quest´s angeht. Auch in der Charakter gestaltung hätte ich mir ein wenig mehr abwechslung gewünscht. Die Charaktere denen man begegnet haben fast alle das gleiche Gesicht. Das fande ich ein wenig schade. Auch dass die Entwickler nur eine Handvoll Synchronsprecher genommen hat ist nicht so toll, so kommt es vor dass jede dritte Person der man begegnet die selbe Stimme hat. Wer aber über solche sachen hinweg sehen kann, der würde wahrscheinlich schon auf seine kosten kommen denn man kann das Spiel ganz gewaltig in die länge ziehen wenn man alle Sidequests mitnimmt.
  • Stormrider One schrieb:
    Das spiel braucht halt eine weitere Schwierigkeit stufe(hofendlich mit einen download,auf sehr schwer und Wahnsinn erweitern, wäre auf jeden fall sehr erwünscht
     [...]
    Stormrider One schrieb:
    Das spiel braucht halt eine weitere Schwierigkeit stufe(hofendlich mit einen download,auf sehr schwer und Wahnsinn erweitern, wäre auf jeden fall sehr erwünscht ) Alles andere in spiel ist top und besser als erwartet(persönlich fehlt mir bisschen die Schnee Landschaft und ein Wetter System))!!! Gebt dem spiel ne Chance !! Besser als Divinite 2 oder Two worlds 1 & 2 ,ist das spiel alle mal und in Gegensatz zum verbugten Skyrim,ist hier ein qualitative viel besseres und bugfreier s spiel geliefert und macht mindesten so viel spaß,wie eure geliebtes Skyrim!! Grafik ist zwar Geschmack Sache ,aber in keine weise schlecht !! MFG
    Das Spiel hat den obersten Grotenlevel. Alle von dir aufgeführten Spiele sind meiner Meinung nach besser als dieses Micky Maus (Grafik) buttonsmashing (Kampfsystem und Schwierigkeit) möchtemalgern Openworld (haha das war der beste Witz in der Ankündigung) PseudoRPG (dem Spiel fehlts komplett an Tiefe). Das hat bei mir das schlechteste Spiel aller Zeiten (Dragon Age 2) abgelöst. Also noch ein bischen bunter und ich wäre der Meinung gewesen man hätte mir LSD in den Kaffee geschüttet. Als ich den ersten Wolf sah hab ich noch auf Rotkäpchen gewartet ... kam aber leider nicht. Dann diese ganzen Blitz, Boom, Kabumm, Leucht und Wisch-Effekte in den Kämpfen, ich kam mir vor wie auf der Kirmes. Und Open World ... von einem Schlauch in den nächsten ... Und das konnte ich bei Dragon Age schon nicht leiden das man bei Dialogen immer in den Beobachtermodus wechselt ... was soll der Mist ... ich spiele den Charakter. Die Quest haben eigentlich auch nur einen anderen Namen ansonsten sind die fast alle gleich. Das Ding ist der reine Müll solange man es als OpenworldRPG verkauft. Man sollte es als buntes Hack and Slay verkaufen dann pasts und dann weiß man auch wo man dran ist.
  • KOK
    Das ist halt immer so ein Ding. Entweder sind die selbst gecrafteten Items besser und allen geht es auf den Sack, daß gefundene Items nicht mehr mithalten können, oder aber die gecrafteten Items kann man in die Tonne treten, weil man sowieso Besseres findet und das ganze Craft-System ad absurdum  [...] Das ist halt immer so ein Ding. Entweder sind die selbst gecrafteten Items besser und allen geht es auf den Sack, daß gefundene Items nicht mehr mithalten können, oder aber die gecrafteten Items kann man in die Tonne treten, weil man sowieso Besseres findet und das ganze Craft-System ad absurdum führt. Spontan fällt mir kein einziges RPG ein, welches ein guten Mittelweg geschafft hat. Irgendwas gibt es immer zu bemängeln, sei es zu starke oder zu schwache gecraftete Items, oder der Aufwand artet zu sehr in "Arbeit" aus.