Sonic Free Riders - Test, Rennspiel, Xbox 360 Kinect - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Arcade-Racer
Entwickler: Sega
Publisher: Sega
Release:
10.11.2010
Spielinfo Bilder Videos

Sega sagt Couch-Potatoes den Kampf an: Wer im Kinect-Starttitel Sonic Free Riders nicht in die Bande rauschen möchte, muss vollen Körpereinsatz zeigen. Der Titel ist bereits der dritte Ableger des bislang äußerst durchwachsenen Funracers. Wir haben überprüft, ob Microsofts neue Hardware Leben ins Spiel bringt.



Bis zum Umfallen

Das Konzept klingt einleuchtend: Ich stelle mich seitlich vor den Sensor und lehne mich wie auf einem Snowboard in die Kurven. Anders als beim Wii Balance Board oder bei Tony Hawks misslungenem Skateboard-Controller, muss ich mich nicht einmal darum sorgen, dass meine Füße vom Brett rutschen - sie stehen ja auf festem Boden. Es dauert zwar ein Weilchen, bis die Bewegungen in Fleisch und Blut übergehen, doch nach rund einer Stunde bin ich souverän durch scharfe Kurven gepflügt. 
Jeder Charakter bringt ein Board mit auf ihn zugeschnittenen Extras mit.
Nur selten interpretiert der Sensor meine Fußstellung falsch, so dass mein Boarder plötzlich quer steht und abrupt abbremst.

Statt einer üppigen Karriere hat das Spiel nur einen einfach strukturierten Story-Modus mit dem Titel "Weltmeisterschaft" zu bieten. Ich entscheide mich entweder für Sonics Helden-Team aus dem blauen Igel, Miles und Knuckles oder für deren Erzrivalen Jet, Wave und Storm. In einer bunten Mischung diverser Disziplinen rase ich dann um den Sieg, sammle eine Mindestzahl an Ringen ein, führe Tricks aus und erfülle andere Aufgaben. Die Kurse führen durch gewaltige Canyons, über Lavaseen und luftige Rampenkonstruktionen. Ab und zu werden auch Minigames eingestreut: Bei einem Lorenritt durch die Mine bediene ich vor mir einen imaginären Lenkknüppel, um im richtigen Moment abzubiegen. Auf einem Trip durch ein tiefes Wasserbecken rudere ich dagegen wild mit den Armen in der Luft herum.

Nutze die Strecke!

Diese Intermezzi bleiben aber die Ausnahme - viel wichtiger ist es, auf den regulären Abschnitten die Streckenführung ideal auszunutzen. Obwohl die 16 Kurse nur altbackene, pixelige Texturen zu bieten haben, sind sie trotzdem abwechslungsreich gestaltet. Je nachdem, welchen Charakter ich gewählt habe, erschließen sich neue Abkürzungen: Einige scharfe Kurven lassen sich z.B. umgehen,
Auch beim Grinden kommt es auf die Balance an. An anderer Stelle gleiten die Figuren nach einem Sprung durch die Luft, wenn man die Arme ausbreitet. 
indem ich über hohe Geländer grinde - das Halten der Balance gestaltet sich einfach - mit der richtigen Haltung lassen sich aber ein paar Zehntel herausholen. Bin ich mit Knuckles unterwegs, boxe ich mir den Weg zu versperrten Abkürzungen mit Muskelkraft frei: Dazu ziehe ich die Faust zurück und lasse sie im richtigen Moment nach vorne schnellen. Die Box-Geste lässt sich angenehm präzise platzieren.

Mit dem in der Weltmeisterschaft verdienten Geld kaufe ich neben neuen Boards auch Tuning-Module für Zeitrennen und den Multiplayer-Modus. Jedes Brett lässt sich dann mit zwei Exemplaren ausrüsten. Je nachdem, ob mein linker oder rechter Fuß vorne steht, ist eines der beiden ausgerüstet. So kann ich z.B. zu Beginn schneller starten, wechsle mit einem Satz die Körperhaltung und ziehe dann mit dem zweiten Extra wie ein Magnet die auf der Strecke verteilten Ringe an. Die klingelnden Sonic-Boni peppeln meinen schwebenden Untersatz während eines Rennens um bis zu zwei Levels auf und verpassen mir so einen nützlichen Leistungsschub. Neben diversen Boards gehören auch Motorräder zum Fuhrpark. Wenn sie an der Reihe sind, können die geschundenen Muskeln ein wenig entspannen - schließlich werden die Motorrädern mit einfachen Bewegungen der nicht sichtbaren Lenkstange gesteuert.

Spring über deinem Schatten!

Wer sich darauf gefreut hat, mit seinem Board virtuose Tricks aufs Parkett zu legen, wird bitter enttäuscht. Das Tricksystem wurde simpel gehalten: Gehe ich rechtzeitig in die Knie und hüpfe mit gutem Timing von einer Rampe oder einer steilen Wand, langt das bereits für einen gut bewerteten Trick - oder ich drehe mich z.B. während des Sprungs um die eigene Achse.
Das Werfen der zerstörerischen Bowlingkugel gerät meist zum Glücksspiel.
Leider wird das Hopsen nicht so präzise erfasst wie das bloße Lenken: Auch nachdem ich schon ein wenig Übung hatte, schwankten die Bewertungen meiner Tricks noch rechts stark. Immerhin füllt sich meine Boost-Leiste nach der Aktion wieder. Auslösen lässt sich der Extra-Schub, indem ich wie auf einem Skateboard mit einem Fuß Schwung hole: Ein Tritt nach hinten und ab geht die Luzie. Ganz so schnell wie im Future Racer düsen die schwebenden Untersätze zwar nicht über die Kurse, flott sind sie trotzdem. Auch die treibende elektronische Musik hat bei Wipeout-Fan Ben beinahe eine Träne der Rührung fließen lassen. Ein Vorteil der Bewegungsfreiheit ist, dass ich mir keine Sorgen darum machen muss, vom Board zu rutschen. Auch kraftvolle Sprünge sind beim Wii-Balance-Board nicht möglich. Ein klarer Schwachpunkt sind dagegen die Gesten, mit denen ich Waffen wie eine Rakete abfeuere. Es hängt nur sehr bedingt von meinen Wurf-Skills ab, ob die fette Bowling-Kugel jemanden erwischt oder nicht.

Wenn mehrere Personen gleichzeitig rasen, wird es chaotisch. Beim Teamrennen müssen zwei Spieler sogar auf Tuchfühlung gehen: Damit man flott durch die Kurve kommt, fasst man sich ab und zu an den Händen und lehnen sich gemeinsam in die Kurve. Das sieht zwar reichlich albern aus, führt aber nicht immer zum Erfolg. Vor allem, wenn Kinect mittendrin meint, andere Spieler erkannt zu haben und diese anmelden will, wird es unübersichtlich. Das Staffelrennen läuft etwas koordinierter ab: Hier liefern sich zwei Personen ein Rennen gegen Bots oder treten im Splitscreen gegen ein weiteres Team an. In letzterem Fall stellt sich Mannschaft A links vor den Fernseher und die Gegner rechts. Glanzleistungen werden in den Bestenlisten festgehalten und im Gegensatz zu Konamis Crossboard Seven unterstützt das Spiel auch Online-Rennen für bis zu acht Spieler.     

Kommentare

RPG Robin schrieb am
Hab ja seit Freitag Kinect und hab mir dazu noch selber Dance Central gekauft. zu Weihnachten bekomm ich dann auch noch Kinect Sports und halt Sonic Free Riders.... mal gucken wie es mir so spaß macht.
Naja, bekomm auch noch zwei andere Xbox Spiele die man mit Controller zockt ^^ also werd ich Weihnachten mich nicht nur bewegen
Modern Day Cowboy schrieb am
Wer einen Fun Racer mit Sonic haben will... Sonic & SEGA All-Stars Racing ist ziemlich genial, der "Partyspass" funktioniert auch mit konventionellen Controller.
Wuschel666 schrieb am
also falls ich iwann mal ne xbox ham sollte (was schon möglich ist) und kinect bis dahin genug wirklich gute titel hat, wäre dieses spiel mir bei ebay sicher nen 10er wert. bin halt sonic fan und es klingt ganz witzig für parties mit kollegen.
zu der ps360 umsetzung von sonic colours, hmm ja, solang sie kommt bevor ich mir die wii version geholt gern xD ansonsten ärger ich mich. ich bin zwar absoluter wii fan, bin aber der meinung das gewisse spiele die vor allem nicht auf geniale (wohlgemerkt wirklich gute und sinnvolle) bewegungssteuerung setzen, auf andern konsolen wegen der HD grafik besser aufgehoben sind.
auf jedenfall klingt der test von sonc: free riders zum erstenmal so als wär da potential in kinect. mich ham die 63% auch überrascht, denn nach dem doch eher positiv ausgefallenen text hab ich mehr erwartet.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

Facebook

Google+