Test: Ghostbusters: SoS

06.04.2011, Autor: Paul Kautz

Action-Adventure für Xbox 360






Video: Ghostbusters: Sanctum of Slime, Launch-Trailer



Who you gonna call? Dei Mudda!

Jaja, da ist halt wieder ein übler Dämon, der wiederaufersteht - sowas passiert ja dauernd. Genau genommen ist es sogar so normal, dass die eigentlichen Geisterjäger keine Lust auf die Austreibung haben. Stattdessen schicken sie die Protonenbeschleunigerpraktikanten ins Rennen gegen Dumazu, den Zerstörer. Die Geschichte wird über gerade noch erträgliche Comicbilder erzählt, welche die Abwesenheit von Sprachausgabe mit extraviel Text kaschieren - der allerdings in hoher Auflösung teilweise unleserlich klein dargestellt wird.

Man hat die Wahl unter vier Geisterbratzer-Azubis, die sich identisch spielen und nur äußerlich unterscheiden. Vier Jäger bedeutet vier mögliche Spieler, sowohl lokal als auch online. Allerdings ohne freie Ein- und Ausstiegsmöglichkeit: Man muss einen Level gemeinsam starten und beenden. Die Frage ist, wie oft man das gemeinsam oder allein machen wird, denn der Spielablauf könnte einfallsloser kaum sein: Man betritt einen Raum, die Türen schließen sich, die Geister kommen, werden zerlegt, die Türen öffnen sich - der nächste Raum bitte. Nach etwa einer Viertelstunde hat ein abschließender Bossgegner seinen Auftritt, im nächsten Level beginnt alles von vorn. Und das zwölf Mal, bitte. Moment, das stimmt nicht ganz: Zwischenzeitlich findet man sich auf der Ladefläche von Ecto-4WD (einer Hummer-Variante von Ecto-1) wieder, und muss von da aus ektoplasmische Kreaturen flatschen, während das Auto auf festgelegten Wegen seine Runden dreht.

Rot, Gelb oder Blau?

Das Ganze spielt sich wie jeder andere Zweistickshooter. Nach dem ersten Level kommt allerdings ein Hauch Taktik ins Spiel. Denn schon nach kurzer Zeit kann man zwischen drei Schussarten umschalten, die farblich aufs 360-Pad abgestimmt sind: Blau, Rot und Gelb. Die heranstürmenden Geister sind ebenso lackiert. Jetzt ratet mal, wie man z.B. einen gelben Geist am besten loswird? Riiiiiichtig: Mit dem gelben Geschoss. Man kann die Feinde zwar auch mit dem stinknormalen roten Bratzstrahl zerlegen, aber mit der richtigen Farbe geht es immer schneller. Die Bosse unterscheiden sich nur in ihrer Stärke von den Standardfeinden, außerdem muss man sie am Ende mit der bekannten Falle einsacken. Während das automatisch geschieht, kann man seinen Bonus erhöhen, indem man eingeblendete Tastenkombinationen richtig nachmacht.

Wie beim großen
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Ghostbuster

-Bruder sind auch hier die Helden sehr zart gestrickt: Ein paar Feindestreffer und schon liegen sie am Boden. Von da kommen sie aber nicht von allein wieder hoch, sondern benötigen die Hilfe eines Kameraden. Macht man das selbst, muss man schnell auf eine Taste hämmern, um den Geisterjägerkäfer wieder aufzurappeln. Aber so oft kommt man gar nicht dazu, da die KI das schnell macht. Allerdings eilen die künstlichen Kameraden ohne Rücksicht auf eigene Verluste zu Hilfe, und wenn's mitten in eine Gegnerhorde hinein ist. Resultat: Ein dominoartiges Umfallen der Helfer, gefolgt vom Game Over-Bildschirm - immerhin gibt es in jedem Raum einen Checkpunkt. Technisch sind die Geisterjäger ein Fall für den Gnadenschuss: Die aus der Iso-Perspektive gezeigten, teilweise zerstörbaren Levels sehen teilweise wie Sims-Umgebungen aus, die Animationen der Helden sind jämmerlich - und trotzdem bekommt man sie immer mal in Nahaufnahme zu sehen.



  Fazit