Zombie Apocalypse: Never Die Alone - Test, Shooter, Xbox 360 XBL - 4Players.de

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Die Untoten-Welle, die vor allem im letzten Jahr durch die Spielewelt schwappte und mit Titeln wie Dead Nation zur Hochform auflief, ist mittlerweile wieder abgeebbt. Doch von Zeit zu Zeit lassen sich die schlurfenden Leichen wieder blicken - wie z.B. in Konamis Zombie Apocalypse Never Die Alone. Die Fortsetzung des Arcade-Titels aus dem Jahr 2009 möchte die Mittelmäßigkeit des Vorgänges (Wertung: 67%) hinter sich lassen. Geht das Vorhaben auf?

Blick zurück im Zorn?

Video
Bis zu vier Spieler können sowohl on- als auch offline versuchen, die Apokalypse zu überleben.
Etwas mehr als ein Jahr, bevor Housemarque mit Dead Nation auf der PS3 das definierende Arcade-Zombiespiel veröffentlichte, hat Konami mit Zombie Apocalypse eine eher magere Untoten-Ballerei aus dem Grab steigen lassen. Konzeptionell war der Zweistick-Shooter zwar interessant, doch in der Umsetzung blieb die Zombiehatz auf Dauer zu monoton.
Ob dies der Grund dafür war, dass die Entwicklungs-Verantwortung für die Fortsetzung von Nihilistic an Backbone übertragen wurde, lässt sich nicht sagen. In jedem Fall hat Zombie Apocalypse - Never Die Alone in vielerlei Hinsicht einen Schritt nach vorne gemacht, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Denn im Kern ist die Jagd auf die Gehirnfresser immer noch ein blitzsauberer Vertreter der Dualstick-Ballereien, sprich: Man steuert die Figur per linkem Stick und schießt mit dem rechten.

Vier Waffen treffen mehr als eine

Im Umfeld hat sich jedoch einiges getan: Das Auffälligste dabei sind jedoch nicht die Abschnitte, deren Größe im Vergleich zu den eingeschränkten Gebieten des Erstlings deutlich zugelegt hat. Ähnlich wie Dead Nation bietet es zahlreiche Möglichkeiten, die Umgebung zu manipulieren und damit die Gegner dutzendweise ins Verderben zu schicken. Aber es ist vielmehr das Teamplay, das einen sowohl off- als auch online begleitet: Hier ist man stets als Quartett unterwegs, das jedoch nicht unterschiedlicher hätte sein können, um dem nahenden Ende der Menschheit die Stirn zu bieten. Hier haben wir den "eisenharten" Rapper, dessen wuchtige Erscheinung nur durch seinen starken britischen Dialekt ad absurdum geführt wird. Dort ist der Computer-Nerd, für den der Überlebenskampf nicht mehr als eine lebendig gewordene Fortsetzung seiner Spielewelt ist. Da ist der Pfarrer, der mit Güte, Nächstenliebe und einer Schrotflinte den Zombies den Garaus macht. Und dort haben wir die technikaffine Waffennärrin, die mit einem Scharfschützengewehr auf Zombiejagd ist.

Jede dieser Figuren hat eigene Statistikwerte, die sich im Laufe der Zeit durch Anwendung (und Geldspritzen) verbessern sowie eine Spezialfähigkeit, die sich durch Abschüsse auflädt. Der Nerd bekommt beispielsweise temporär vierfachen Schaden für seine Maschinenpistolen spendiert, während der Priester eine Schutzaura beschwört, die Freunde heilt und Feinde vernichtet. Dementsprechend wird während des gut drei bis vier Stunden langen Abenteuers Teamplay groß geschrieben, was vorzugsweise mit bis zu vier Spielern stattfinden sollte - und das ist sowohl on- als auch offline möglich. Wobei es noch komfortabler gewesen wäre, wenn man jederzeit ein- oder aussteigen könnte, ohne erst den Weg über das Hauptmenü gehen zu müssen.

Licht und Schatten


Spielt man solo, kann man zwischen den einzelnen Figuren umschalten
Spielt man solo, kann man zwischen den einzelnen Figuren umschalten
Denn erst mit mehreren menschlichen Vertretern ist ein koordiniertes Zusammenspiel inkl. abgestimmter Nutzung der Sonderfähigkeiten möglich. Zwar kann man auch solo auf Untotenjagd gehen und dann jederzeit zwischen den einzelnen Figuren umschalten, doch das Spielerlebnis ist online insgesamt runder. Denn so gut sich die KI auch anstellt, wenn es um die eigene Verteidigung oder die Massenvernichtung der unaufhaltsam auf einen zustürmenden Zombies geht, hat sie doch ein bemerkenswertes Defizit: Sie nutzt selbstständig weder die Sonderfähigkeit noch Ablenkmanöver wie den explodierenden Teddy oder den Molotov und auch im Nahkampf weiß sie mitunter nichts mit sich anzufangen.  

Das ist vor allem bedenklich, da sich der Schwierigkeitsgrad als unausgewogen präsentiert. Einige Abschnitte fordern, sind aber machbar, durch andere rauscht man geradezu hindurch und bei einigen möchte man mitunter das Pad vor Wut dem nächsten Untoten in den Rachen stopfen. Die Unausgewogenheit rührt allerding auch zu einem Teil daher, dass die CPU-gesteuerten Figuren seltener Aufstiegs- und damit Verbesserungsmöglichkeiten zugesprochen bekommen. Dem kann man nur durch gezielte Wiederholung bereits bestandener Abschnitte entgegenwirken - quasi das Gegenstück zum Grinden bei Online-Rollenspielen. Hier hätte ein angeglichenes Aufstiegssystem Abhilfe schaffen können.

Dass bislang kaum etwas über die Kulisse gesagt wurde, hat seinen Grund: Sie ist absoluter Durchschnitt und reißt weder nach oben noch nach unten aus. Animationen, Charakterdesign, Explosionen, abgetrennte Gliedmaßen und haufenweise Pixelblut geben keinen Grund zur Klage, schaffen es aber auch nicht, mit der düsteren Atmosphäre eines Dead Nation zu konkurrieren. Da sich bedingt durch die häufig stattfinden Zwiegespräche des Quartetts ein witziger, häufig selbstironischer Unterton durch die Balleraction zieht, wäre ein allzu düsteres Szenario ohnehin kontraproduktiv.

Kommentare

malle89 schrieb am
Hat das Game schon jemand und könnte sagen wieviele Level es beinhaltet? Wenn es nur die ca. 15 Stück sind die man in der Karte der Demo sehen kann, wäre der Preis eher unangebracht :(
NeoHunter schrieb am
Ich meine ich hätte es doch letztens im deutschen PSN-Store gesehen, warum ist es hier nur unter XBox verzeichnet?
sYntiq schrieb am
Hmmm.. Den ersten Teil fand ich schon nicht schlecht, ausser dass es irgendwann zu eintönig wurde (Vor allem wenn irgendwann eine Welle, bzw. 1 Tag schon über eine Stunde dauert.)
Ich glaub, wenn ich genug Mitspieler finde, leg ich mir diesen Teil auch zu.
schrieb am

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