Der Mako qualmt: Dieses Planetenerkundungsfahrzeug begleitet euch bei allen Landungen. Leider lässt er sich nicht aufrüsten. (360)
Man muss BioWare zugute halten, dass die großen Missionen, die die Story vorantreiben, alle sehr gut inszeniert werden und auch grafisch Abwechslung bieten. Aber die kleinen Ausflüge auf die Planeten gleichen sich: Man landet mit dem Mako, macht die Karte auf, und erkennt meist drei Symbole. Eine Anomalie, dann Trümmer und vielleicht eine Festung oder Mine. Dann fährt man die drei Punkte ab, sammelt alles ein und betritt evtl. die Katakomben bzw. Gebäude. Vielleicht findet man unterwegs noch Rohstoffe, die man für die Allianz markieren kann. Man darf den Reiz dieses Abfahrens und Sammelns natürlich nicht unterschätzen: Immerhin gibt es dreizehn Turianer-Embleme, zehn Asari-Inschriften und sieben Protheaner-Artefakte, zwanzig Leicht-, zwanzig Schwermetalle, zwanzig Erdelemente, zehn Liga-Medallions, drei Salarianer ID-Tags.
Hab ich was vergessen? All das kann man finden. Aber wäre es nicht viel spannender gewesen, wenn man auf den Planeten etwas Geheimnisvolles oder Unerwartetes gefunden hätte als eine Nummer? Das einzige Lebewesen, das einem ab und zu begegnet, ist eine Art riesenhafter Sandwurm, der an Dune erinnert: Plötzlich bricht er durch die Oberfläche und geifert euch an. Endlich Spannung, endlich Adrenalin! Hier muss man richtig vorsichtig sein, denn wer sich zu nah heran begibt, wird
Auf den Planetenoberflächen gibt es zwar ab und zu richtig Action, aber die Missionen gleichen sich und die Oberflächen bleiben immer ein Mix aus Kahlschlag und Gebirge. (360)
sofort zermalmt. Diese Kämpfe können allerdings nerven, da man nicht vorausahnen kann, wo das Ungetüm auftaucht. Auch hier hätte man über eine Scanfunktion oder Ähnliches etwas mehr Taktik reinbringen können.
MG und Kanone? Ja, euer sechsrädriger Mako, eine Art Weltraumjeep, verfügt darüber. Leider kann man diesen Wagen nicht aufrüsten oder mit besseren Schilden ausstatten - man brettert mit ihm vom ersten bis zum letzten Einsatz in der Grundausstattung über die Planeten, kann zwischendurch auch aussteigen und mit der Crew zu Fuß loslegen. Der Mako kann lediglich auf zwei Arten feuern und über den A-Knopf springen. Das Fahrgefühl erinnert dabei zunächst an MotorStorm oder den Warthog in Halo 2 und Halo 3: Etwas zittrig zunächst, sehr leichte Schwenks, aber man gewöhnt sich daran. Trotzdem hinterlässt der Mako eher Arcade- als Simulationgefühl, denn er überwindet fast unmöglich scheinende Steigungen, kann quasi jede Steilwand erklimmen und die Gravitation auf den Planeten spielt keine Rolle.
Genau das weiß man allerdings zu schätzen, wenn man die zerfurchten Planetenoberflächen erkundet. Hier genießt man
Gerade die letzten Abschnitte kommen auf dem PC in der maximalen Auflösung von 1280 x 1024 richtig gut zur Geltung. (PC)
noch die Freiheit, selbst die Route zu den markierten Punkten oder zu Feinden festzulegen. Manchmal muss man feindliche Festungen samt Geschütztürmen schleifen und kann sich herrlich mit dem Mako bis auf Schussweite heranpirschen - von allen Seiten. Leider vergeht der Spaß, wenn man die Storymissionen spielt: Hier muss man tatsächlich durch enge Levelröhren fahren, darf weder groß nach links oder rechts abweichen und bekommt auf dieser engen Route noch einige Tunnels serviert, in denen ganze Kompanien von Kampfrobotern warten. Und hier kann der Mako-Kampf nerven: Man muss quasi frontal angreifen, muss über zig Raketen hopsen und dabei hoffen, die ersten Feinde in Schussweite auszuschalten. Warum zwingt man mich hier so oft zu diesem stupiden Vorgehen? Einen Meter vor, feuern, zurück. Einen Meter vor, feuern, zurück. Warum kann ich hier nicht flankieren oder selbst auf Zielsuchraketen zurückgreifen? Das Ärgerliche ist, dass der Mako hier auch Probleme bei der Zielerfassung hat, wenn man auf kleinen Hügeln steht: Obwohl man einen Feind ganz klar im Visier hat, ohne Hindernis dazwischen, erreichen die Schüsse manchmal nicht ihr Ziel!
Kommentare
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Scheinbar lasse ich mir auch eher Zeit. Hab nach dem Verlassen der Citadel erst die Mission mit der Matriarchin gemacht und bin bereits bei 14 Stunden. o_O
Bin bislang mehr als zufrieden. Story, Dialoge (ja, die deutsche Synchro) und Charaktere haben mich bislang überzeugt und das Kampfsystem...
[...]Scheinbar lasse ich mir auch eher Zeit. Hab nach dem Verlassen der Citadel erst die Mission mit der Matriarchin gemacht und bin bereits bei 14 Stunden. o_O
Bin bislang mehr als zufrieden. Story, Dialoge (ja, die deutsche Synchro) und Charaktere haben mich bislang überzeugt und das Kampfsystem... also, man gewöhnt sich dran. In der Grundidee klasse, in der Praxis scheitert's dann an der KI und der teils SEHR plötzlichen Tode, weil die Gegner einen schon mal einfach überrollen. Oder sie erscheinen genau dort, wo man steht, hatte ich auch schon...
Unter aller Sau ist nur die Organisation von Charakteren und Ausrüstung. Etwas SO benutzerfeindliches ist mir noch nie untergekommen.
Die Charakterverwaltung ist verschmerzbar, aber dennoch umständlich. Warum kann ich nur bei den Charakteren die Talente einsehen/bearbeiten, die in meiner Gruppe sind? Frisch an Bord der Normandy musste ich erst noch mal mit jedem Charakter in der Gruppe das Schiff verlassen, weil ich nur so einsehen und planen konnte, welchen Talente sich unter den Mitgliedern ergänzen.
Warum darf ich nur die Ausrüstung der Charaktere bearbeiten, die bei mir sind oder wenn ich vor den Spinden stehe?
Das ist einfach unnötig.
Und die Verwaltung der Ausrüstung ist vor allem beim Verkaufen einfach ein Albtraum. Bei, sagen wir mal, 50 Gegenständen verschiedener Gruppen, die alle gemischt in einer Liste stehen, die sich nicht sortieren lässt (die Sortierung nach Rang und Namen ist maximal eine kleine Hilfe) und die man nur im Schneckentempo von oben nach unten und zurück immer wieder hin und her abfahren muss, um eine Übersicht zu haben... da wird man einfach bescheuert. Ich war nahe dran, aus Frust und mangelnder Geduld einfach alles in Gel zu verwandeln.
Wer damit gar keine Probleme hat, okay, gibt ja Leute, die einfach eine gute Übersicht haben, aber es ist und bleibt dennoch eine Qual. Mittlerweile verkaufe ich immer so schnell es geht alles, was ich nicht verkaufe, aber ein volles Inventar leeren würde mich nervlich an meine Grenzen treiben.
Und mich wundert, dass hier unter Contra nichts von den ''Copy and Paste''-Dungeons steht. Sieht man auf einem frei erkundbaren Planeten einen Eingang, weiß man SOFORT, wie es innen aussieht, weil alle völlig identisch aufgebaut sind.
E-G schrieb: nen shooter freiwillig mit analogsticks spielen? 8O
ihr seid doch krank ]
Zum Glück nicht so pervers um Shooter gar mit der Wiimote zu spielen. Das ist nun wirklich abartig, verdreht und einfach nur widerlich.
:ugly:
Ich hab beim ersten [...]E-G schrieb: nen shooter freiwillig mit analogsticks spielen? 8O
ihr seid doch krank ]
Zum Glück nicht so pervers um Shooter gar mit der Wiimote zu spielen. Das ist nun wirklich abartig, verdreht und einfach nur widerlich.
:ugly:
Ich hab beim ersten Durchspielen von Mass Effect ziemlich genau 30 Stunden benötigt. Du hast einiges verpasst E-G. ;)
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der
letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung
der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.
Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt
des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.