Rigor mortis 2.0
Da Crysis auf einem gigantischen Areal spielt, ist es nicht verwunderlich, dass ihr sehr viele Fahrzeuge zur Verfügung habt - auch dem härtesten Actionhelden schmerzen irgendwann die Superfüße. Neben Jeeps, Trucks und Transportern warten auch Boote, dicke Panzer und Senkrechtstarter-Jets auf ihre Benutzung. Die Steuerung ist simpel-arcadig gehalten, ihr dürft jederzeit in eine Außenperspektive schalten und zwischen verschiedenen Plätzen wechseln, was im Einzelspielermodus kaum Sinn ergibt, da ihr ohnehin keine Passagiere mitnehmt oder ans Steuer lasst. Mit derlei Power unterm Hintern düst es sich viel bequemer von Mission zu Mission, auch wenn die Kisten generell nicht viel Feindbeschuss vertragen. Wenn es unter der Motorhaube lodert, ist es an der Zeit schnell rauszuspringen, eine mächtige Explosion folgt kurz darauf - mit Surround-System an der Soundkarte fliegen euch die Trümmerteile hörbar um die Ohren, auch sonst rummst und kracht es mächtig gewaltig.![]()

Nanu, Call of Duty? Nein, auch in Crysis dürft ihr in einer aufregenden Schlacht hinter das Steuer eines durchschlagskräftigen Panzers.
Die Aufträge sind mäßig kreativ und sollten Shooter-Fans bekannt vorkommen: Geiseln befreien, Störsender deaktivieren, ein paar Mal zu oft Flugabwehrgeschütze zerballern, bestimmte Punkte erreichen, ein Ziel per Fernstecher für Luftschlag markieren - been there, done that. Crysis ist der an sich offenen Welt zum Trotz weitaus linearer als der Vorgänger: Ihr werdet von Missionsziel zu Missionsziel geschleust, links und rechts davon warten bestenfalls gelegentlich Sekundäraufträge, sonst leider gar nichts. Zwar habt ihr auch hier die Freiheit, euch auf fast beliebigen Pfaden einem Auftrag zu nähern, aber meist ist »Freiheit« nur ein anderer Ausdruck für »umständlich« - es gibt immer genau einen idealen (oder gar möglichen) Weg, von A nach B zu kommen. Die anderen kann man zwar nehmen, aber die sind entweder fummeliger oder länger.
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| Die Gegner sind clevere Mistkerle: Sie schießen treffsicher, arbeiten als Team und nutzen die vorhandene Deckung geschickt aus. |
Sandkasten-Spiele
Nicht nur spielerisch, auch erzählerisch folgt Crysis seinem Vorgänger relativ dicht: Ihr beginnt in einer Bilderbuchlandschaft, trefft eine klugschwätzende Frau und erkundet etwa ab der Spielhälfte vermehrt Höhlen - in denen dann auch bizarre Viecher (hier: Kaulquappen-Außerirdische) lauern. Gegen Ende werden aus den lauschigen Romantiktreffpunkten dann eisbedeckte Polarkappen, in denen der Atem sichtbar wird und das Anzugsdisplay immer wieder gefriert - cool! Ebenso cool, zumindest als Idee, ist der Ausflug in die Schwerelosigkeit: Das Schweben durch die fremdartigen Alien-Gänge ist anfangs faszinierend, kurz darauf unübersichtlich und nach unnötig langer Zeit durch vermehrte Gegnerattacken, die man mangels Munition hauptsächlich
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| Habt ihr die Aliens entdeckt, müsst ihr deren schwereloser Basis entkommen - eine der nervenderen Missionen. |




