Das genaue Gegenteil des Zerstörens hat ebenfalls an Bedeutung gewonnen: Überall, wo herrenlose Lego-Teile herumliegen und -zappeln, ist der kleine Handwerker gefragt. Ihr lauft hin, haltet den Bauknopf gedrückt und ein paar Sekunden eifriger Stapel-Tätigkeit später steht ein Auto, ein wichtiger Schalter, ein Durchgang oder ein Schneemann vor euch. Sehr albern, aber natürlich auch sehr nützlich. Nichts ganz so sinnvoll sind die Vehikel-Abschnitte, in denen ihr die Kontrolle über Boote, Oldtimer, Gabelstapler, Elefanten oder Lamas übernehmt. Die steuern sich nämlich genauso bescheiden wie eh und je, kommen dafür aber auch nur selten und kurz vor - die kompletten Flug- oder Rennlevel von Star Wars gehören der Vergangenheit an.![]()

Die Zwischensequenzen sind mal wieder das Highlight des Spiels: Hier werden Schlüsselszenen der Filme auf brillante Art und Weise verLegoisiert.
Indiana Jones und das grüne Plastikkrokodil des Todes
In Sachen Technik setzt auch Lego Indiana Jones in erster Linie eine Sache voraus: Einen Sinn für leicht schrägen Humor. Nüchtern betrachtet sind sowohl Figuren als auch Levels sehr simpel gestaltet, alles läuft flüssig, aber auch einem sehr einfachen Niveau. Aber keiner will hier ein Lego Crysis sehen, denn das was zählt, haben die Entwickler wie üblich mit hundertprozentiger Genauigkeit auf den Kopf getroffen: Die Liebe sitzt hier bombenfest in jedem Pixel! Klar, es ruckelt immer wieder mal leicht. Und die nicht verstellbare Kameraperspektive, die oft dafür verantwortlich ist, dass
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| Die Kämpfe sind wieder dezent chaotisch - man weiß nicht immer genau, auf wen oder was man gerade einprügelt. Trotzdem richtet sich auch Lego Indiana Jones eher an Spiel-Einsteiger. |
Die PS2- und Wii-Versionen müssen logischerweise mit grafischen Einbußen leben; neben der geringeren Auflösung fehlen hier vor allem Spielereien wie Unschärfeeffekte oder hoch aufgelöste Texturen. Ansonsten unterscheidet sich die Wii-Fassung lediglich in der Steuerung von den anderen Varianten: Optional könnt ihr per Fuchtelbewegung mit der Wiimote die Peitsche schwingen, das war's aber auch schon - spielerisch sind alle Fassungen (PC, PS2, PS3, Wii, 360) absolut identisch. PC-Abenteurern sei übrigens dringend zu einem soliden Pad geraten: Zwar lässt sich das Abenteuer auch per Tastatur spielen, aber das wollt ihr nicht. PSP-Spieler müssen als einzige mit sehr langen Ladezeiten leben, außerdem ist hier die Texturauflösung am niedrigsten - gerade die Hintergründe sind hier nicht mehr sehr schön anzusehen. Spielerisch bleibt aber auch hier alles beim Alten.
