Mehr als elf Millionen Menschen spielen World of WarCraft mit aktivem Account - das sind mehr "Einwohner" als in Belgien oder Griechenland leben. Diese gigantische Spielerzahl wird bald in neue Gefilde aufbrechen und fast zwei Jahre nach "The Burning Crusade" in den kalten Norden von Azeroth ziehen. Dort warten Geißel, Lich König, Monstrositäten und eine echte Überraschung: Story!
Story oder Nicht-Story?
Was haben wir getestet: Die finale Beta-Fassung von Wrath of the Lich King. Zum Spielen sind World of WarCraft und The Burning Crusade erforderlich.
Eine spannende Geschichte in einem Online-Rollenspiel mit persistenter, also fest bestehender Welt zu erzählen, ist eine große Herausforderung: Alle Nicht-Spieler-Charaktere stehen immer an der gleichen Stelle, können nie wirklich sterben und Veränderungen in der Welt sind nur von kurzzeitiger Natur, damit sie andere Spieler wiederholen können - z.B. das kurzfristige Verbrennen von Türmen auf der Höllenfeuerhalbinsel. Server-Events wie die Eröffnung von Ahn'Qiraj oder die schrittweise Eroberung der Insel von Quel'Danas ließen zwar Veränderungen zu, waren allerdings zeitlich begrenzt und ließen sich nicht wiederholen (bis auf die Szepter-Reihe).
Anhänger der Geißel erwarten euch in Zul'Drak und im schönen Scholazar Becken.
Auch die Hintergrundgeschichte entwickelte sich in World of WarCraft und The Burning Crusade weiter, sofern man etwas davon mitbekam, da die Welt unter dem statischen Faktor litt. Simple Questtexte oder Monologe von NPCs im Chat-Fenster wurden abgespult und nur in Dungeons oder Schlachtzuginstanzen nahm die Story-Lore fahrt auf wie beim Schwarzen Tempel oder beim Sonnenbrunnen. Genügend Verschwörungen und fiese Welteroberungspläne waren in The Burning Crusade vorhanden, jedoch mangelte es an der Aufbereitung bzw. Inszenierung. So, genug zur Vergangenheit: Mit Wrath of the Lich King werden die Quests nicht vollends revolutioniert, aber es kommen bessere und kreative Aufgabenstellungen ins Spiel, die zudem mit mehr Story angereichert sind. Die Krönung stellt hierbei die Phasing-Technologie dar, die echte Veränderungen der Welt ermöglicht. Doch zuerst ein kleiner Überblick:
Im Norden
Neulinge (ab Stufe 68) starten in Nordend im Heulenden Fjord oder in der boreanischen Tundra und beginnen mit den ersten Quests - als Einführung fanden auf den Live-Servern eine Community spaltende Zombieplage dank verseuchter Präsente vom Lich König, eine recycelte Geißelinvasion
Die Hauptstadt Dalaran ist ein Augenschmaus im Vergleich zum biederen Shattrath und bietet ein sehr schmuckvolles sowie aufgeräumtes Händlerviertel.
sowie Attacken auf die Hauptstädte statt. Mit den Doppelgebieten sollen die Spielermassen in den ersten, kritischen Tagen gelichtet werden, was eine gute Idee ist - trotzdem werden die Startareale hoffnungslos überlaufen sein, was das Spiel mit dynamisch angepassten Respawn-Raten der Gegner eindämmen soll.
Chaos, Lags, Camping bei raren Mobs und so weiter sind kaum zu vermeiden, obwohl die Welt spürbar größer und zugleich homogener als die Scherbenwelt ausfällt. Apropos Design: Der Comic-Stil bleibt bestimmend, weiß allerdings mit besseren Effekten, mehr Details, schickeren Texturen, höherer Sichtweite und Echtzeit-Schatten (ein wahrer Ressourcen-Fresser) zu überzeugen. Generell geht die Aufmachung von Nordend mehr in Richtung "klassische Fantasy". Futuristische Einflüsse wie man sie im Nethersturm findet, gibt es zum Glück kaum.
Kommentare
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Yigor schrieb: 91 Punkte finde ich auch kackendreist im Sinne von viel zu viel.
Natürlich ist ein MMO und insbesondere WoW immer eine Frage des Geschmacks, aber das hier mal wieder die Geldbeutel aller 14-18 jährigen gemolken werden, ist sowas von klar.
Wer sonst hat schon Bock [...]Yigor schrieb: 91 Punkte finde ich auch kackendreist im Sinne von viel zu viel.
Natürlich ist ein MMO und insbesondere WoW immer eine Frage des Geschmacks, aber das hier mal wieder die Geldbeutel aller 14-18 jährigen gemolken werden, ist sowas von klar.
Wer sonst hat schon Bock auf "Bring mir 10 Felle", aber egal.
Ich geh mal lieber ne Runde Sacred2 spielen, das hat wenigstens noch ein bisschen Stil und Witz, jedenfalls blute ich da nicht monatlich für dämliche Quests...
Das Questen macht vielen Leuten Spass, solche Quests sind nur noch selten zu finden und machen auf einer seite auch spass, solangs nicht oft vorkommt.
Außerdem gehtsspäter ums Raiden, Pvp und ums gemeintschaftliche zocken. Und ein Addon erfindet kein neues Spiel, sondern ist übersetzt nur eine erweiterung...
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