Dead Space
USK: 18

Test: Dead Space

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  3  |  Fazit 

Autor:
Jens Bischoff

Da war Electronic Arts wohl selbst überrascht, als Dead Space im dritten Anlauf doch noch von der USK abgenickt wurde. Zumindest kann angenommen werden, dass die verspätete Veröffentlichung in Deutschland damit zusammenhängt, dass erst noch flugs entsprechende Verpackungen produziert werden mussten. Aber egal, jetzt gibt's den brachialen Überlebenskampf im Weltraum auch mit rotem Prüfsiegel auf der Hülle. Doch blieb alles andere tatsächlich unangetastet?
Vom Ingenieur zum Überlebenskünstler

Eigentlich gehen Isaac Clarke und seine Kameraden von einem Routineeinsatz aus, als sie sich der USG Ishimura nähern: Der Funkkontakt zu dem gigantischen Rohstoffabbauschiff brach vor kurzem ab. Doch kaum an Bord angekommen, merken sie, dass technische Probleme wohl das geringste Übel sind. Denn die Besatzung wurde von grotesken Kreaturen
 Im Weltraum hört dich niemand schreien... Hier ist der Start-Trailer zu Dead Space!
abgeschlachtet, die immer noch durch die Gänge schleichen und die wenigen Überlebenden taumeln am Rande des Wahnsinns. Auch Isaacs Verlobte war hier stationiert - ein Rückzug kommt also nicht in Frage. Die anderen Teammitglieder scheinen teils besonderes Interesse an den Vorgängen auf der Ishimura zu haben. Also heißt es: Ran an die Waffen und retten, was noch zu retten ist!

Anfangs nur mit einer Art Energietacker ausgerüstet, merkt ihr schnell, dass ihr eure Widersacher besser in Schach halten könnt, wenn ihr deren Extremitäten aufs Korn nehmt: Abgetrennte Beine oder Arme schränken nämlich nicht nur Fortbewegung und Angriffsreichweite ein, sondern sorgen auch für ein schnelleres Ableben der aggressiven Brut. Wer blind drauflos ballert, hat schnell keine Munition mehr und verstrickt sich in meist aussichtslose Nahkämpfe. Die taktischen Verstümmelungen bleiben selbst dann noch ein zentraler Aspekt, wenn Waffenarsenal und Aktionsmöglichkeiten zunehmen, wodurch sich Dead Space angenehm von gewöhnlichen Shootern abhebt, obwohl ihr später auch hier zu konventionelleren Tötungswerkzeugen wie Sturmgewehr oder Flammenwerfer greifen könnt. PC-Spieler mit Maus sind beim Zielen kurioserweise leicht im Nachteil, da der Nager selbst auf höchster Empfindlichkeitsstufe ungewohnt träge reagiert. Mit einem passenden Controller ist das Problem jedoch vom Tisch.

Weniger ist mehr

Insgesamt stehen euch bis zu sieben Schusswaffen zur Verfügung, von denen ihr aber immer nur vier gleichzeitig mit euch führen könnt. Klingt nicht nach viel, reicht aber vollkommen aus, da nicht nur jede Waffe über eine eigenständige Sekundärfunktion verfügt, sondern das Arsenal auch eine hohe Vielfalt bietet,
Limitierte Vielfalt: Trotz begrenzter Spielwelt, besucht ihr sehr unterschiedliche Schauplätze.
das von unterschiedlich ausgerichteten Strahlenwaffen über Druckwellenerzeuger bis hin zu ferngesteuerten Sägeblättern reicht. Dass dabei eine ziemliche Sauerei entstehen kann, versteht sich von selbst und wurde von den Entwicklern auch ungehemmt inszeniert: Körper und Gliedmaßen zerbersten regelrecht, Blut fließt in Strömen und dank Kinese-Funktion lassen sich scharfkantige Knochensplitter und andere Körperteile sogar als organische Geschosse missbrauchen.

Auch Umgebungsobjekte lassen sich mit Kinese verschieben oder herumschleudern, was nicht nur in Kämpfen, sondern auch bei einigen Rätseln oder blockierten Wegen zum Tragen kommt. Manchmal bringt ihr dadurch auch das ein oder andere Item oder gar einen Geheimraum zum Vorschein. Leider ist das aber nur sehr selten der Fall, ein Großteil des Mobiliars bleibt völlig unbeweglich und echte Kopfnüsse sucht ihr ebenfalls vergebens. Zudem liefert die eingebundene Havok-Physikengine teils sehr kuriose oder übertriebene Ergebnisse. Vor allem die Ragdoll-Leichen erinnern oft eher an unter Strom stehende Weichgummipuppen als an leblose Körper aus Fleisch und Blut.        

Kommentare

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  • Levi  schrieb:
    30 FPS Oo ... k .... das in kombination mit nen tripplebuffer erklärt dann so einiges .... das mit den Ladezeiten ist mir aber zugegeben nicht aufgefallen X) ...
    Ohne lädt ein Level bei mir 2-3 Sekunden, mit braucht es 20-30. Seltsam? Ja, find' ich  [...]
    Levi  schrieb:
    30 FPS Oo ... k .... das in kombination mit nen tripplebuffer erklärt dann so einiges .... das mit den Ladezeiten ist mir aber zugegeben nicht aufgefallen X) ...
    Ohne lädt ein Level bei mir 2-3 Sekunden, mit braucht es 20-30. Seltsam? Ja, find' ich auch! :Kratz:
  • 30 FPS Oo ... k .... das in kombination mit nen tripplebuffer erklärt dann so einiges .... das mit den Ladezeiten ist mir aber zugegeben nicht aufgefallen X) ... ich müsste es wohl echt nochmal ausprobieren, mit per treiber erzwungenen VSync (wobei ich sicher bin, dies schonmal getan zu  [...] 30 FPS Oo ... k .... das in kombination mit nen tripplebuffer erklärt dann so einiges .... das mit den Ladezeiten ist mir aber zugegeben nicht aufgefallen X) ... ich müsste es wohl echt nochmal ausprobieren, mit per treiber erzwungenen VSync (wobei ich sicher bin, dies schonmal getan zu haben Oo
  • VSYNC in Dead Space ist kein VSYNC, das ist das Problem. Es ist ein Frame-Limiter, der das Game auf 30FPS hält, statt sich an der Bildwiederholungsfrequenz zu orientieren. Warum sich das so extrem auf die Steuerung und übrigens auch die Ladezeiten (ca. um den Faktor 10 länger!) auswirkt, bleibt mir  [...] VSYNC in Dead Space ist kein VSYNC, das ist das Problem. Es ist ein Frame-Limiter, der das Game auf 30FPS hält, statt sich an der Bildwiederholungsfrequenz zu orientieren. Warum sich das so extrem auf die Steuerung und übrigens auch die Ladezeiten (ca. um den Faktor 10 länger!) auswirkt, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Kann man es evtl. per Treiber erzwingen? Vielleicht funktioniert das besser, ich hab's wohl nie probiert.

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