Every Extend Extra Extreme - Test, Action, Xbox 360 XBL - 4Players.de

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Ein paar Dutzend weiße Symbole, stilisierte Blütenblätter, schweben über den Bildschirm. Drei Sekunden hält der Schild meines Zielkreuzes; so lange sammele ich Extras, dann lasse ich die Markierung explodieren. Die Blütenblätter zerbersten im Rhythmus der Musik, reißen etliche Formationen mit sich und plötzlich pulsiert im Hintergrund eine vom Neonlicht durchflutete Disko-Beleuchtung - wer Every Extend Extra Extreme spielt, verliert sich im exzessiven Rausch von Klang und Farbe. Ein Süchtigmacher?

Mizuguchi und das Klischee

In einer Klischee-getränkten Welt hätte Tetsuya Mizuguchi auf einer Parkbank sitzen müssen, als ihm irgendwo zwischen Kindgeschrei und Hundehaufen die Idee zu Every Extend durch den Kopf schoss. In der realen Welt spielte es sich so ab: Ein japanischer Hobby-Programmierer namens Omega werkelt anno 2004 an Routinen für sein neues Spiel und findet das nur zum Testen eingebaute Auslösen von aufeinander folgenden Explosionsketten "witzig". Omega entwickelt ein Spiel darum, Mizuguchi findet die Idee klasse, dessen Q Entertainment kauft die Lizenz und veröffentlicht sie im Kern unverändert unter dem Namen Every Extend Extra für PSP: als witzige Rhythmus-Ballerei, die dem Klassiker Rez allerdings nicht das Wasser reichen kann (4Players-Test: 74%).

Die Zielmarkierung taucht wieder auf. Von jetzt ab habt ihr drei Sekunden, um die farbigen Symbole einzusammeln
Seitdem sind nicht einmal zwölf Monde ins Land gezogen, und schon präsentiert Q den Nachschlag: Every Extend Extra Extreme, kurz und ganz offiziell E4 genannt.

"Speed, das Videospiel!"

Diesmal haben sich die Entwickler allerdings Gedanken gemacht und vorsichtig, aber effektiv am Konzept geschraubt. Zum einen segnet ihr nämlich nicht mehr das Zeitliche, solange ihr ausreichend Symbole auflest, welche die verbleibende Zeit verlängern und zum anderen weichen wenige, die Kulisse beeinflussenden Klänge einem überwältigenden Effektfeuerwerk. Selbst nur latenten Foto-Epileptikern droht dabei Gefahr: Spätestens, wenn ihr mehr als 1000 Explosionsketten aneinander reiht, kreiseln und glänzen geschätzte drei Millionen Lichtpunkte über den Bildschirm. Was besonders dann zu rauschhaften Zuständen führt, wenn der elektronische Soundtrack gerade einen Höhepunkt erreicht. Das sind die Momente, in denen ich E4 liebe!

Schließlich ist es mit der Neon-Dröhnung längst nicht getan: Durch das Aufsammeln der richtigen Symbole, erhöht man nicht nur den Multiplikator oder verlängert die Dauer des Schutzschildes sowie die verbleibende Spielzeit (mit nur wenig Geschick bis in die Unendlichkeit) - man beschleunigt auch die Musik bis zu einer festgelegten Obergrenze. Im Klartext heißt das: Adrenalintritte en masse dank akustisch-visuellem Überkill. E4 ist das spielerische Pendant zu Jan de Bonts "Speed" - eine rasende Tour de Force, der man nicht entkommen kann. Die einen sogar selbst aufs Gas treten lässt. Denn verschwindet die reale Umwelt einmal im Gewirr aus strahlendem Neonmeer, will man das Leuchten am Leben und den nach explodierten Ketten tickenden Punktezähler am Rollen 
Der frisch veröffentlichte Trailer macht euch E4 schmackhaft.
halten. Zehntausend Punkte pro Sekunde? Zu langsam. Hunderttausend pro Sekunde? Zu langsam! Eine Million pro Sekunde? Immer noch zu langsam! Und dafür braucht man Multiplikatoren.

Der schnelle Rausch

Die gibt es einmal in der Form der erwähnten Extras (schon wird's knifflig: sammelt ihr diese, mehr Zeit oder mehr Tempo?) und in Form von Beat Boni. Letztere erhaltet ihr immer dann, wenn ihr in dem Moment das Raumschiff in die Luft jagt, in dem die Musik einen Beat spielt. Klingt einfach? Dann habt ihr noch nicht versucht, den richtigen Moment zu erwischen, kurz nachdem ihr 'nur noch dieses eine Symbol' aufgelesen habt. 'Nur noch eine halbe Sekunde, dann ist es soweit!' Denkste - denn schon ist der Schild runter, das Schiff von einer Formation getroffen und die Anzahl "BPM" wieder auf dem Anfangswert. Sämtliche Multiplikatoren sind futsch, der Rausch ist Geschichte, ihr wollt mehr, ihr fangt von vorne an. Ihr seid süchtig!

           

Kommentare

Spieler1991 schrieb am
N+ und E4! Spiele werden doch nicht nur noch so sein.
schrieb am

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