Sonic Unleashed
USK: 12

Vorschau: Sonic Unleashed

So testet 4Players
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Autor:
Benjamin Schmädig

Die schnellste Erfindung seit Überschallgeschwindigkeit braucht mal wieder Auslauf - und zwar gleich auf vier Plattformen. Nach seinem rasend schlechten Ausflug auf PS3 und 360 sowie der darauf folgenden Bekenntnis zu alten Tugenden in "Die geheimen Ringe" versucht Sonic Unleashed jetzt, das Beste aus zwei Welten auf allen Plattformen zu vereinen. Wir haben eine frühe Version des 360-Renners unter die Lupe genommen...

Sonics finstere Seite

Mit Sieben-Meilen-Stiefeln flitzt der blaue Held über Dächer und durch Loopings, als hätte er gerade den Zenit seiner Hochzeit auf dem Mega Drive erreicht. Diesen Eindruck vermitteln jedenfalls zahlreiche Videos. Das weckt Erinnerungen an sein vergangenes Wii-Abenteuer, in dem es Sega endlich wieder gelang, den Geist des kniffligen Hindernislaufs vor einer dreidimensionalen Kulisse einzufangen. Und tatsächlich startet Sonic Unleashed genau so: Der Stachelmann schlittert vor flotten Kamerschwenks über Röhren, springt Robo-Fieslinge entzwei 


Auch dieser Trailer zeigt Sonic wie in seinen besten Zeiten - fast nebenbei wird dann auch das belanglose Action-Adventure vorgestellt.
und brettert wie in alten Zeiten über Eis, Laub und Sand...

... allerdings erst, nachdem Dr. Eggman dafür gesorgt hat, dass die Erde auseinander bricht, dass die Emerald-Kristalle ihre Energie verlieren und dass Sonic zum stacheligen Werwolf, dem Werigel, mutiert. Ziel der Aktion: die - muahahahaha! - Weltherrschaft. Logisch, dass Sonic, seinem neuen Kumpel Chip sowie Tails nichts anderes übrig bleibt, als den Kristallen neues Leben einzuhauchen und die zerbrochene Stücke unserer Erde wieder zusammenzuführen. Und weil der Gaspedal-Igel bei Mondlicht zum Werigel mutiert, besteht Unleashed quasi aus zwei sich abwechselnden Spielen: Nachts plättet ihr als buschige Wolfsgestalt dutzende Robo-Gegner, während ihr am Tag durch klassische Jump&Run-Abschnitte rast.

Action Light

Der Clou: In Städten und Dörfern dürft ihr nicht nur schnurstracks in den anstehenden Level spazieren oder bereits abgegraste Gebiete noch einmal durchforsten, ihr könnt auch die Zeit vordrehen. Schließlich stehen euch je nach Tageszeit nur Igel- oder Werigel-Levels zur Auswahl. In den ersten Stunden passiert in den Ortschaften allerdings selten weniger, als dass ihr direkt zum Ziel rennt, um endlich eine neue Filmszene oder den nächsten Level zu sehen. Die Dorfbewohner geben zwar auf Knopfdruck mal mehr, meist weniger witzige Kommentare von sich, ich kam mir allerdings wie in spielerisch sinnlosen Lückenfüllern vor. Spannender war die bislang einzige Reise in Tails' Flieger "Tornado", als Sonic am Steuer der Bordkanone ankommende Raketen
Lange, buschige Arme sind ein typisches Markenzeichen des gemeinen Werigels.
und Flugzeuge vom Himmel holen musste. Nach Knopfdruck oder kurzer Kombination schießt der Igel dabei selbstständig - ich hatte meine Freunde mit dem fordernden Reaktionsspiel.

Überhaupt erwarten euch in dem neuen Abenteuer offenbar viele solcher Reaktionsspiele. Denn wenn der Igel tagsüber rennt und springt, hüpft er nach angezeigten Tasten-Kombinationen in Extra-reiche Passagen. Und auch als Werigel könnt ihr mittel-, ganz und mächtig große Feindboter schneller erledigen, indem ihr euch an sie dranhängt und die angezeigten Knöpfe drückt. An den wenigen, halbwegs spektakulären Finishern sieht man sich allerdings schnell satt. Weil das blanke Draufkloppen meistens sogar schneller zum Erfolg führt, habe ich irgendwann nur noch Daumentraining betrieben. Überhaupt wird das Action-Adventure "Sonic, the Werehog" furchtbar schnell langweilig: Entweder hat mir die träge Steuerung den Spaß am kniffligen Klettern verdorben oder ich musste beim Verdreschen von dutzenden blöden, immer in Blöcken vor mir stehenden Langweilobotern ein Gähnen unterdrücken. Vielleicht wird's später ja packender - dann müsste aber bald mehr passieren als "God of War Light Decaf Zero".

          

Kommentare

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  • Habe mir das Spiel jetzt mal in der Wii-Version zugelegt und möchte hier einen ersten Zwischenbericht abgeben, denn viele im Forum scheinen sich das Spiel ja nicht gekauft zu haben - wurden sicher von den doch sehr negativen Reviews abgeschreckt. Ich bin nach knapp 4 Stunden hin- und hergerissen.  [...] Habe mir das Spiel jetzt mal in der Wii-Version zugelegt und möchte hier einen ersten Zwischenbericht abgeben, denn viele im Forum scheinen sich das Spiel ja nicht gekauft zu haben - wurden sicher von den doch sehr negativen Reviews abgeschreckt. Ich bin nach knapp 4 Stunden hin- und hergerissen. Auf der einen Seite sind die Taglevel wirklich fantastisch und motivieren auch wirklich solange zu spielen, bis man seinen S-Rang bekommt. Auch grafisch sind sie meiner Meinung nach top, die Steuerung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber in Ordnung. Und jetzt kommen wir zu anderen Seite, den Nachtlevels. Also sooooo schlecht wie man ihnen nachsagt finde ich sie wirklich nicht, erinnert ein wenig an die alten Crash Bandicoot-Teile (wenngleich die dann doch ein Stück besser waren^^). Grafisch sind die zwar nur mittelmäßig aber durchaus nicht hässlich. Die Steuerung ist allerdings teilweise regelrecht grausam. Die Geschwindigkeit vom Werehog ist völlig unberechenbar, während er im einen Moment noch gemächlich durch die Landschaft trottet beginnt er kurz darauf einfach so loszusprinten. Ok, in den meisten Werehog-Levels ist das auch kein Problem, da es nur wenige tödliche Abgründe gibt, aber bei einer Stage wie dem Aquädukt kostet einem diese Ungenauigkeit gerne mal ein Leben. Überhaupt steuert sich der Werigel ziemlich schwammig, das Wiimote- und Nunchukschütteln in den Kämpfen ist da noch das Beste an der Steuerung. Sonic Unleashed ist definitiv Geschmackssache, gerade die Sonic-Veteranen sollten lieber erstmal Probespielen, denn bisher kommt es mir so vor, als würde man gefühlte 80% der Spielzeit in den Nachtlevels verbringen. Auch die "Adventure"-Elemente nehmen einen nicht zu verachtenden Teil der Spielzeit ein, man klickt sich doch ziemlich häufig durch mehr oder weniger belanglose Gespräche. Ab und an gibt es auch nett gemachte FMV-Sequenzen zu bestaunen, die Qualität der Animation kann aber dann doch nicht über die doch recht hanebüchene Story hinwegtäuschen. Was wohl den meisten sauer aufstoßen dürfte ist das ständige Wechseln der Location. Da befindet man sich in einer Stadt, klickt sich durch die Gespräche, kommt dann zu einer FMV-Sequenz und wird prompt an einen anderen Ort verwiesen. Also rauf auf die Weltkarte, mit dem Cursor nach dem neuen Zielort suchen und hingedüst. Dort muss man sich dann meist erstmal durch neue Gespräche klicken, sieht wieder eine Sequenz und kommt dann in einen der Tempel. Von dort aus muss man dann noch mit Sonic zu den jeweiligen Leveltüren laufen, und dann geht es auch "schon" los. Sonic Adventure 3 wäre hier wohl wirklich der passendere Titel gewesen. Wenn man wie ich nicht zu den alteingesessenen Sonic-Fans gehört und ein wenig für Plattfomer übrig hat (und zudem eine gewisse Frustresistenz besitzt), dann kann man sich den Titel getrost einmal anschauen. Mit 50%, wie einige Magazine Sonic Unleashed bewertet haben, würde ich das Spiel allerdings nicht abstrafen. Die rasanten Taglevel alleine bekämen von mir locker 85% Spielspaßwertung, denn besser kann man das Sonic-Prinzip in 3D kaum umsetzen. Die Werehog-Abschnitte hingegen sind leider nur Plattforming-Durchschnittskost, die ich alleine mit knapp 60% bewerten würde.
  • Ich glaube mit Sonic lässt sich nichts mehr neues machen, ich meine, er soll ja schließlich rennen, und wenn er prügelt, setzt er sich anscheinend nicht durch, was will man da denn noch machen? Ist ja doch immer wieder das gleiche. :?
  • E-G
    wer hat was gegen the black knight? die meisten 4p mainstramplayer wissen ja nichtmal dass das existiert