Ich bin gerade zum 30ten Mal draufgegangen. Kann auch erst das 20te Mal gewesen sein, irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Die Remote quer in der Hand hüpfe ich durch den Plug Man-Level, über die MegaMan-typischen verschwindenden Blöcke und versuche Sprung für Sprung das System hinter dem Verschwinden zu erfassen. Jeder
Sprung ein Fehlschlag, aber einer, aus dem ich lerne - beim nächsten Mal komme ich weiter. Vielleicht. Ich fluche, ich zetere, ich mache trotzdem weiter. Ja, ich trage den Namen »Retro-Kautz« nicht umsonst in der Redaktion, aber MegaMan 9
(MM9) stellt meine Pixelliebe auf eine harte Probe - und dabei sind in der E3-Demo gerade mal zwei von mehr als zwölf geplanten Levels enthalten!
Learning by Failing
MM9 ist keine Umsetzung eines NES-Spiels, auch wenn es so aussieht: Krude Pixel, trötende MIDI-Sounds, flackerndes Scrolling - wer vorher Gears of War 2
zu sehen bekam, der mag denken, gerade durch ein Zeitportal mit Schluckauf gestolpert zu sein. Ha, Ungläubige! Das hat schon alles seine Richtigkeit, und zwar völlig bewusst: Der neben mir stehende, ob meines Scheiterns breit grinsende Capcom-Producer verrät mir, dass ein Prototyp des Spiels auf NES-Hardware lief - »einfach, damit wir sehen, dass wir dem Original treu bleiben«. Ja, MM9 ist mit voller Absicht hässlich und auf 1987 getrimmt: Es ist ein Spiel von Fans für Fans, beiderseitig von der harten Sorte. Und man muss die Konsequenz bewundern, mit der die Entwickler von Capcom Japan zu Werke gehen. MegaMan präsentiert sich wundervoll pixelig, genau wie zu glorreichen 8Bit-Zeiten. Alles und jeder ist handgezeichnet, die Gegner bestehen aus wenigen Animationsstufen. Die Musik? Wunderbares FM-Gezirpe, das sofort ins Ohr geht. Der Schwierigkeitsgrad? Jenseits von Gut und Böse. Jeder Sprung muss sitzen, jede Passage auswendig gelernt werden. Wer das nicht macht, übersteht gerade mal die ersten beiden Bildschirme, in denen Vögel mit bröckelnden Steinen schmeißen und aus bodenlosen Löchern auftauchende Metallaugen auf den blauen Bomber schießen - und zwar idealerweise genau dann, wenn er zum Sprung ansetzt. Selbst das zu Promo-Zwecken produzierte T-Shirt weckt sofort die Trash-Polizei: Ein wunderbar schlechtes Artwork im Stile der ersten beiden MegaMan-Games. Herrlich! Und hat da gerade jemand »16:9« gesagt? Hahaha! Das Design entspricht haargenau dem Original von Keiji Inafune, der laut Entwickleraussagen vom neunten Teil völlig begeistert ist.
Vor einiger Zeit gab es mit MegaMan Powered Up
ein sehr gelungenes Remake für PSP: Das erste Spiel der Serie wurde im neuen Modus in eine knuddelige neue Polygonhülle gesteckt, der Schwierigkeitsgrad wurde gesenkt, alles auf putzig getrimmt. Mit diesem Ansatz
hat MM9 nichts zu tun: Es sieht aus wie damals, also spielt es sich auch wie damals! Die Entwickler waren sogar wahnsinnig genug, das Bildübergangs-Scrolling manuell flackern zu lassen, um dem NES-Vorbild so nahe wie möglich zu kommen - diese und andere Verrücktheiten lassen sich aber auch abstellen, wenn man es mit der Originalität nicht zu weit treiben mag.
Schwarze MegaMänner
Die E3-Demo bot zwei Levels, sprich zwei Bosse: Concrete Man und Plug Man stellen sich standesgemäß in einer kleinen »Cutscene« in bedrohlicher Pose vor. In der einen Welt geht es zuerst durch einen lauschigen Wald, der aber schnell einer Industrielandschaft weicht. In der anderen hopst ihr zuerst über MM-typische, von bratzenden Elektro-Gegnern umkreist Plattformen, bevor das Licht ausgeht, und ihr über die schon seinerzeit gefürchteten periodisch verschwindenden Blöcke springen müsst, verfolgt von dunklen MegaMan-Ebenbildern, die teuflisch schnell und damit wahnsinnig störend sind. Erwähnten wir schon die vielen Zwischengegner, die noch vor den Bossmonstern für massives Artensterben sorgen? Dicke Elefanten, die mit großen Eisenkugeln um sich schmeißen, mehrere Bildschirme hintereinander. Robodrachen mit Feueratem gibt's auch. Aber was wäre ein MegaMan-Spiel ohne Herausforderungen aus der Hölle?
Die finale Fassung, die im letzten Jahresviertel für WiiWare, Xbox Live Arcade und PlayStation Network veröffentlicht wird, soll neben dem bereits erwähnten guten Leveldutzend 50 brandneue Gegner bieten sowie zumindest ansatzweise die Segnungen der Neuzeit nutzen - namentlich Online-Ranglisten und Statistiken, in denen ihr u.a. verfolgen könnt, wie oft ihr bereits draufgegangen seid.
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| Nein, mit eurem Monitor ist alles in Ordnung - MegaMan 9 sieht wirklich so aus. Und zwar mit voller Absicht. Retro-Liebe pur! |
Learning by Failing
MM9 ist keine Umsetzung eines NES-Spiels, auch wenn es so aussieht: Krude Pixel, trötende MIDI-Sounds, flackerndes Scrolling - wer vorher Gears of War 2
Vor einiger Zeit gab es mit MegaMan Powered Up
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| Verschwindende Plattformen: Eine der Hauptursachen für Haarausfall in dieser Welt. |
Schwarze MegaMänner
Die E3-Demo bot zwei Levels, sprich zwei Bosse: Concrete Man und Plug Man stellen sich standesgemäß in einer kleinen »Cutscene« in bedrohlicher Pose vor. In der einen Welt geht es zuerst durch einen lauschigen Wald, der aber schnell einer Industrielandschaft weicht. In der anderen hopst ihr zuerst über MM-typische, von bratzenden Elektro-Gegnern umkreist Plattformen, bevor das Licht ausgeht, und ihr über die schon seinerzeit gefürchteten periodisch verschwindenden Blöcke springen müsst, verfolgt von dunklen MegaMan-Ebenbildern, die teuflisch schnell und damit wahnsinnig störend sind. Erwähnten wir schon die vielen Zwischengegner, die noch vor den Bossmonstern für massives Artensterben sorgen? Dicke Elefanten, die mit großen Eisenkugeln um sich schmeißen, mehrere Bildschirme hintereinander. Robodrachen mit Feueratem gibt's auch. Aber was wäre ein MegaMan-Spiel ohne Herausforderungen aus der Hölle?
Die finale Fassung, die im letzten Jahresviertel für WiiWare, Xbox Live Arcade und PlayStation Network veröffentlicht wird, soll neben dem bereits erwähnten guten Leveldutzend 50 brandneue Gegner bieten sowie zumindest ansatzweise die Segnungen der Neuzeit nutzen - namentlich Online-Ranglisten und Statistiken, in denen ihr u.a. verfolgen könnt, wie oft ihr bereits draufgegangen seid.
Ausblick
Ersteindruck: gut
Kommentare
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Geil, Geil, Geil!!! Aber wieso gibts mein Kindheitsidol nicht auf dem NDS?? Oder die alten Teile als Download über WiFi, halt auch für NDS!?
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Das Spiel interssiert mich, Megaman fand ich schon immer genius, vorallem die X teile, Megaman X 1 kann ich heute noch fast blind durchspielen.. (Außer den allerletzten Boss gegner, dieser Sigma mit den fliegenden Händen) ich finds auch klasse dass die Entwickler das Spiel so strikt Retro [...] Das Spiel interssiert mich, Megaman fand ich schon immer genius, vorallem die X teile, Megaman X 1 kann ich heute noch fast blind durchspielen.. (Außer den allerletzten Boss gegner, dieser Sigma mit den fliegenden Händen) ich finds auch klasse dass die Entwickler das Spiel so strikt Retro gehalten haben und auch dass der Schwierigkeitsgrad sehr hoch sein soll find ich gut, so wie bei Megaman 2 wäre perfekt 8)
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dann wünsch' ich euch viel spaß... ... ich war ja schon immer mehr der super mario typ :P

