Der elegante Kämpfer
Wenn er zuschlägt, tut er dies zwar mit Schmackes, in Zeitlupe und mit knackigen Takedowns - bis er zuschlägt, huscht er aber wie ein schneller Schatten zwischen den Mauern des Asyls umher, in dem der Joker etliche Fieslinge freigelassen hat. Auf der E3 konnten wir den Dunklen Rächer in der PS3-Version einige Schritte weit begleiten. Äußerlich wirkte die frühe Fassung dabei etwas ungeschliffen, denn einige Schattenwürfe auf den Gesichtern waren recht abrupt. Und obwohl die kalten Mauern einen wunderbar ungemütlichen Eindruck vermitteln, waren sie nicht so beeindruckend "greifbar" wie etwa die des Uncharted-Nachfolgers. Auch die Animationen, besonders jene der Gesichter, wirkten vergleichsweise starr. Krzum: Das Spiel sieht gut aus - es vermittelt aber keinen Aha-Effekt.
Doch was hat die Comic-Umsetzung spielerisch zu bieten? Dass Batman nicht Teil eines rasanten Spektakels sein will, wird schon deshalb klar, da er sich meist ganz selbstbewusst im Schritttempo bewegt. Nur bei gedrückter X-Taste sprintet er los. Duckt er sich, schlüpft er hingegen durch Lüftungsschächte oder bleibt vor den Gangstern verborgen, die Arkham übernommen haben. Schnelles Tastendrücken öffnet dabei die Gitter vor den Schächten, und sobald die Fledermaus so im Rücken eines Bösewichts auftaucht, kann sie sich weiter heranschleichen, um ihn schließlich mit einem "leisen Takedown" klammheimlich unschädlich zu machen. Per Tastendruck schaltet er dabei in einen Sichtmodus um, der ihm nicht nur die Positionen aller Personen, sondern auch Informationen über deren Bewaffnung und Gemütszustand verrät. Ob ein nervöser
Gegner schreckhafter auf eine gefundene Leiche oder Sichtkontakt mit dem Superhelden reagiert, konnte ich in der kurzen Demo allerdings noch nicht feststellen.
Wechsel aus Schleichen & Action
Ich wollte mich ohnehin nicht länger auf dem Boden aufhalten, denn sobald sich Batman unter der Decke von einer der zahlreichen Gargoyle-Büsten zur nächsten schwingt, wird er erstens nicht gesehen und ist zweitens ausgesprochen rasant unterwegs. Einen Raum, den er sonst in einer halben Minute durchqueren müsste, "überfliegt" er so in wenigen Sekunden. Praktisch: Ich muss dafür nicht einmal in die genaue Richtung des gewünschten Ziels schauen, denn solange die Büste irgendwie im Bild ist, reicht ein einfacher Druck auf R1 und schon zirrt sich der Held per Seil an sie heran. Etwas unpraktisch: Die Kamera begleitet das schwungvolle Manöver mit einer kurzen Kamerafahrt, die meist in einer anderen Blickrichtung als meiner ursprünglichen endet.
Von der hohen Position hat Batman zwei wichtige Möglichkeiten: Er könnte mit nur einem Tastendruck selbst einen relativ weit entfernten Feind mit einem Gleitkick ausschalten oder sich kopfüber an die Büste hängen. Von dort kann er sich wiederum auf einen Gegner fallen lassen oder ihn mit einem "vertikalen Takedown" ausschalten. Und es ist so ungemein befriedigend, wenn die Kamera dann kurz zum Gegner umblendet - bevor der von "irgendetwas" plötzlich in die Höhe gerissen wird. Doch die Kumpel eines erledigten Gegner sind nicht blöd! Auf eine per Gleitkick erledigte Wache reagieren sie z.B. umgehend, indem sie auf das Geräusch zustürmen. Ein, zwei Widersacher kann Batman dabei locker auch im knackigen
Nahkampf verprügeln, effektiver ist allerdings die vertikale Flucht. Ich hatte z.B. einen einzelnen Gangster entdeckt, der weiterhin gemütlich an seiner vorherigen Position patrouillierte - zwei, drei Gargoyles später war ich fast direkt über ihm und hätte ihn durch ein gut gezieltes Baterang unschädlich machen können...
Arkham Asylum wird dem Anschein nach nicht an die Möglichkeiten eines Metal Gear Solid oder eines Splinter Cell bieten - das rasante Wechselspiel aus Schleichen und Action steht diesem Superhelden allerdings ganz hervorragend zu Gesicht! Zudem wird Batman einige der Schauplätze auch im CSI-Stil nach Spuren untersuchen müssen, doch davon war auf der Messe noch nichts zu sehen. Stattdessen konnte ich mir einen genaueren Eindruck davon machen, wie intensiv der Nahkampf sein kann, denn ich konnte im Hauptmenü auch eine separate Herausforderung wählen, in der ich entweder als Batman oder als Joker innerhalb eines kleinen Raumes mit immer größeren Gegnerwellen fertig werden musste. Die gewöhnliche Kombination dreier Schläge ist spielerisch dabei wenig aufregend, der letzte Treffer wird allerdings oft von einer schicken Zeitlupe eingefangen - cool! Noch besser: Wenn ich rechtzeitig die angezeigte Taste drücke, kontern Superheld und Superschurke einen Angriff. Liegt ein Feind am Boden, können sie ihn außerdem mit einem "Boden-Takedown" erledigen und in manchen Situationen sind weitere Takedowns möglich, falls ich im richtigen Moment eine angezeigte Tastenkombination drücke. Einfach, brachial - klasse!
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| In der Nacht fühlt sich der Fledermausmann wohl: Er nutzt jeden Schatten und geht gnadenlos vor. |
Doch was hat die Comic-Umsetzung spielerisch zu bieten? Dass Batman nicht Teil eines rasanten Spektakels sein will, wird schon deshalb klar, da er sich meist ganz selbstbewusst im Schritttempo bewegt. Nur bei gedrückter X-Taste sprintet er los. Duckt er sich, schlüpft er hingegen durch Lüftungsschächte oder bleibt vor den Gangstern verborgen, die Arkham übernommen haben. Schnelles Tastendrücken öffnet dabei die Gitter vor den Schächten, und sobald die Fledermaus so im Rücken eines Bösewichts auftaucht, kann sie sich weiter heranschleichen, um ihn schließlich mit einem "leisen Takedown" klammheimlich unschädlich zu machen. Per Tastendruck schaltet er dabei in einen Sichtmodus um, der ihm nicht nur die Positionen aller Personen, sondern auch Informationen über deren Bewaffnung und Gemütszustand verrät. Ob ein nervöser
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| Kick it like Batman: Selbst gegen eine Übermacht kann sich der Superheld bestens helfen. |
Wechsel aus Schleichen & Action
Ich wollte mich ohnehin nicht länger auf dem Boden aufhalten, denn sobald sich Batman unter der Decke von einer der zahlreichen Gargoyle-Büsten zur nächsten schwingt, wird er erstens nicht gesehen und ist zweitens ausgesprochen rasant unterwegs. Einen Raum, den er sonst in einer halben Minute durchqueren müsste, "überfliegt" er so in wenigen Sekunden. Praktisch: Ich muss dafür nicht einmal in die genaue Richtung des gewünschten Ziels schauen, denn solange die Büste irgendwie im Bild ist, reicht ein einfacher Druck auf R1 und schon zirrt sich der Held per Seil an sie heran. Etwas unpraktisch: Die Kamera begleitet das schwungvolle Manöver mit einer kurzen Kamerafahrt, die meist in einer anderen Blickrichtung als meiner ursprünglichen endet.
Von der hohen Position hat Batman zwei wichtige Möglichkeiten: Er könnte mit nur einem Tastendruck selbst einen relativ weit entfernten Feind mit einem Gleitkick ausschalten oder sich kopfüber an die Büste hängen. Von dort kann er sich wiederum auf einen Gegner fallen lassen oder ihn mit einem "vertikalen Takedown" ausschalten. Und es ist so ungemein befriedigend, wenn die Kamera dann kurz zum Gegner umblendet - bevor der von "irgendetwas" plötzlich in die Höhe gerissen wird. Doch die Kumpel eines erledigten Gegner sind nicht blöd! Auf eine per Gleitkick erledigte Wache reagieren sie z.B. umgehend, indem sie auf das Geräusch zustürmen. Ein, zwei Widersacher kann Batman dabei locker auch im knackigen
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| Aber nicht nur im Nahkampf hinterlässt der Rächer eine gute Figur - auch seine subtile Akrobatik ist nützlich. |
Arkham Asylum wird dem Anschein nach nicht an die Möglichkeiten eines Metal Gear Solid oder eines Splinter Cell bieten - das rasante Wechselspiel aus Schleichen und Action steht diesem Superhelden allerdings ganz hervorragend zu Gesicht! Zudem wird Batman einige der Schauplätze auch im CSI-Stil nach Spuren untersuchen müssen, doch davon war auf der Messe noch nichts zu sehen. Stattdessen konnte ich mir einen genaueren Eindruck davon machen, wie intensiv der Nahkampf sein kann, denn ich konnte im Hauptmenü auch eine separate Herausforderung wählen, in der ich entweder als Batman oder als Joker innerhalb eines kleinen Raumes mit immer größeren Gegnerwellen fertig werden musste. Die gewöhnliche Kombination dreier Schläge ist spielerisch dabei wenig aufregend, der letzte Treffer wird allerdings oft von einer schicken Zeitlupe eingefangen - cool! Noch besser: Wenn ich rechtzeitig die angezeigte Taste drücke, kontern Superheld und Superschurke einen Angriff. Liegt ein Feind am Boden, können sie ihn außerdem mit einem "Boden-Takedown" erledigen und in manchen Situationen sind weitere Takedowns möglich, falls ich im richtigen Moment eine angezeigte Tastenkombination drücke. Einfach, brachial - klasse!
Ausblick
E3-Eindruck: sehr gut
Kommentare
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xboxps3zocker schrieb:
EsSchneit schrieb:
Gametrailers gab 9.0... scheint wohl doch der erhoffte Hit zu werden. jaja die Entwickler haben wieder einmal bezahlt ] Jo deswegen gabs auch ne 9.0 und keine 9,8 oder gleich [...] xboxps3zocker schrieb:
EsSchneit schrieb:
Gametrailers gab 9.0... scheint wohl doch der erhoffte Hit zu werden. jaja die Entwickler haben wieder einmal bezahlt ] Jo deswegen gabs auch ne 9.0 und keine 9,8 oder gleich 10 Punkte :lol: -
Alle Batman-Spiele bisher ein Reinfall? Da hat wohl niemand den '90er Ableger auf dem MegaDrive gespielt. ;) Aber gut, AA dürfte auch aussergewöhnlich gut werden/sein- die Demo lässt es jedenfalls erhoffen.
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EsSchneit schrieb:
Gametrailers gab 9.0... scheint wohl doch der erhoffte Hit zu werden. jaja die Entwickler haben wieder einmal bezahlt :wink:


