Weniger Strategie, mehr Action
War das Original mit seiner Iso-Perspektive und den Vierer-Teams noch vornehmlich im Strategiesektor angesiedelt, wählt der neue Entwickler Starbreeze für den Neustart der Marke die Egoansicht und versetzt den Spieler damit direkt in den Körper eines Agenten. Und wir reden hier nicht von einem Typ der Marke 007, der trotz seiner Fähigkeiten und Kompromisslosigkeit immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Nein, die Welt der Zukunft sieht anders aus: Menschen sind zu Hightech-Waren mutiert, die mit Implantaten, eingepflanzten Chips und mechanischen Körperteilen mehr an Maschinen als organische Wesen erinnern. Klingt nach Deus Ex: Human Revolution? Richtig. Allerdings wirkt die Zukunftsvision von Syndicate trotz einiger Gemeinsamkeiten noch düsterer und hoffnungsloser als im atmosphärischen Hit von Square-Enix.
Brutale Aktionen
Die explizite Gewaltdarstellung trägt einen entscheidenden Teil dazu bei: Starbreeze zeigt eine schonungslose Brutalität und unterstreicht mit ihr das Bild dieser neuen Welt, in der das eiskalte Töten zur Normalität geworden ist. Jeder Rest von Gefühl und Menschlichkeit
scheint hier ausgelöscht worden zu sein, wenn man sich in die Chips anderer Menschen hackt oder sie gar aus ihren Köpfen mit einer unappetitlichen "Operation" extrahiert. So rammt der Spieler seinem noch lebenden Opfer gnadenlos ein Werkzeug ins Ohr, mit dessen Hilfe er die wertvolle Technik aus dessen Gehirn stiehlt, um selbst seine eigenen Fähigkeiten auszubauen. So bekommt man mit der Zeit u.a Zugriff auf eine Zeitlupenfunktion, eine höhere Widerstandsfähigkeit, Röntgenaugen und weitere Hightech-Spielereien. Die Komplexität eines Deus Ex scheint man aber nicht im Sinn zu haben, denn dafür steht die Action hier zu sehr im Vordergrund und es gibt bei der Wahl der Upgrades sowie Fähigkeiten nur leichte Rollenspieleinschläge.
Hacker-Angriffe
Eine wichtige Spielmechanik stellt das „Breaching“ dar, was im Prinzip nichts anderes bedeutet als ein Hacker-Angriff. Dabei verschafft man sich auf Tastendruck nicht nur Zugriff auf Computer und elektronische Schlösser, sondern kann sich auch in die Chips von Menschen einklinken, um so ihr Verhalten zu manipulieren. Was dabei herauskommen kann, zeigte bereits der erste Trailer, doch durften wir die Szene im Rahmen des Probespiels auch live erleben: Mittels Breaching hacke ich mich in den Chip von einer der beiden Wachen, die gerade einen Gefangenen foltern. Unter lautem Schreien und von Schmerz gezeichneten Windungen zieht mein willenloser Sklave seine Waffe, richtet sie auf den Gefesselten und drückt ab. Anschließend ereilt seinen Kollegen das gleiche Schicksal,
bis sich mein Opfer zum Schluss den Lauf der Pistole selbst in den Mund drückt und sich selbst hinrichtet. Man muss jederzeit auf solch krasse Situationen gefasst sein, in denen auch nicht an Blut gespart wird.
Bleibt die Frage, wie die USK dazu stehen wird - immerhin entfachte bereits das Original die alte Diskussion über Gewalt in Videospielen und es wurden die moralisch sowie ethisch fragwürdigen Motive kritisiert. In Australien will man es gar nicht erst zu einer Veröffentlichung der Neuauflage kommen lassen - hier wurde Syndicate von der staatlichen Behörde schon mal vorsorglich indiziert und darf dort nicht über der Ladentheke verkauft werden, wenn es im Februar erscheint. Ob dem Titel bei uns ein ähnliches Schicksal droht oder EA für Deutschland eine angepasste Fassung produziert, ist noch unklar…
War das Original mit seiner Iso-Perspektive und den Vierer-Teams noch vornehmlich im Strategiesektor angesiedelt, wählt der neue Entwickler Starbreeze für den Neustart der Marke die Egoansicht und versetzt den Spieler damit direkt in den Körper eines Agenten. Und wir reden hier nicht von einem Typ der Marke 007, der trotz seiner Fähigkeiten und Kompromisslosigkeit immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Nein, die Welt der Zukunft sieht anders aus: Menschen sind zu Hightech-Waren mutiert, die mit Implantaten, eingepflanzten Chips und mechanischen Körperteilen mehr an Maschinen als organische Wesen erinnern. Klingt nach Deus Ex: Human Revolution? Richtig. Allerdings wirkt die Zukunftsvision von Syndicate trotz einiger Gemeinsamkeiten noch düsterer und hoffnungsloser als im atmosphärischen Hit von Square-Enix.
Brutale Aktionen
Die explizite Gewaltdarstellung trägt einen entscheidenden Teil dazu bei: Starbreeze zeigt eine schonungslose Brutalität und unterstreicht mit ihr das Bild dieser neuen Welt, in der das eiskalte Töten zur Normalität geworden ist. Jeder Rest von Gefühl und Menschlichkeit
Tolle Lichteffekte tragen zur Atmosphäre bei.
Hacker-Angriffe
Eine wichtige Spielmechanik stellt das „Breaching“ dar, was im Prinzip nichts anderes bedeutet als ein Hacker-Angriff. Dabei verschafft man sich auf Tastendruck nicht nur Zugriff auf Computer und elektronische Schlösser, sondern kann sich auch in die Chips von Menschen einklinken, um so ihr Verhalten zu manipulieren. Was dabei herauskommen kann, zeigte bereits der erste Trailer, doch durften wir die Szene im Rahmen des Probespiels auch live erleben: Mittels Breaching hacke ich mich in den Chip von einer der beiden Wachen, die gerade einen Gefangenen foltern. Unter lautem Schreien und von Schmerz gezeichneten Windungen zieht mein willenloser Sklave seine Waffe, richtet sie auf den Gefesselten und drückt ab. Anschließend ereilt seinen Kollegen das gleiche Schicksal,
Die Außenareale lassen Erinnerungen an Mirror's Edge wach werden.
Bleibt die Frage, wie die USK dazu stehen wird - immerhin entfachte bereits das Original die alte Diskussion über Gewalt in Videospielen und es wurden die moralisch sowie ethisch fragwürdigen Motive kritisiert. In Australien will man es gar nicht erst zu einer Veröffentlichung der Neuauflage kommen lassen - hier wurde Syndicate von der staatlichen Behörde schon mal vorsorglich indiziert und darf dort nicht über der Ladentheke verkauft werden, wenn es im Februar erscheint. Ob dem Titel bei uns ein ähnliches Schicksal droht oder EA für Deutschland eine angepasste Fassung produziert, ist noch unklar…
