Cool McCool im Robo-Anzug

Video: Zur Abwechslung werden mal nicht New York oder Tokio verwüstet - das Stadtopfer in Vanquish ist San Francisco!
Schon im Hauptmenü driften entspannte Beats durch langsam rotierende Raumstation und stimmen optimal auf das nachfolgende Tutorial ein. Actionmeister können es sich im Grunde sparen, aber dennoch kann es nicht schaden, die zehn benötigten Minuten zu opfern - nicht nur aufgrund der fröhlich mauligen Dialoge. Sondern vor allem, weil der schnittige weiße Anzug von Held Sam Gideon einige Besonderheiten hat, die man zu lenken lernen sollte.
Ich booste, also bin ich
Laufen, springen, ballern, in Deckung hechten - damit lockt man heute keinen Fenix mehr hinter einer Kettensäge hervor. Das war wohl einer der Gründe dafür, dass Designer Shinji Mikami einfach mal einen sechsten Gang eingebaut hat - Vanquish ist schnell, verteufelt schnell! Schon im »normalen« Modus spielt es sich wie Gears of Speed, wenn noch der Boost ins Spiel kommt, dann wird aus dem weißen Anzug ein roter Ferrari: Sam gleitet von einem glühenden Antrieb befeuert auf Knien durch die Landschaft, was zwar albern aussehen mag, aber sich toll steuert. Damit kann er nicht nur rasant von Deckung zu Deckung zischen, sondern erreicht auch ratzfatz jeden Gegner, der direkt im Anschluss aus einer eleganten Drehung heraus die Angriffskraft des Anzuges zu spüren bekommt: Die Nahkampfattacke haut wahnwitzig rein und ist je nach gewählter Waffe eine andere. Startet man den Angriff direkt aus dem Boost heraus, wird daraus sogar ein extra-mächtiger Sprungkick, der nicht nur verheerende Wirkung zeigt, sondern vor allem saucool aussieht!
Sehr nützlich ist auch das AR-System, das sich der Einfachheit halber als »Notfall-Zeitlupe« zusammenfassen lässt: Steht Sam kurz vor dem Exitus, aktiviert sich das System automatisch und verschafft ihm eine willkommene Atempause in Form von stark verlangsamter Zeit, in der er besonders hartnäckige Feinde zielsicher ausschalten kann. Man ist allerdings nicht auf die Automatik angewiesen, das AR-System lässt sich auch
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| Die Gegner mögen ziemlich doof sein, sie liefern aber doch eine gute Herausforderung - und die Gefechte laufen herrlich schnell und actionreich ab! |
Die Russen mal wieder
Zur Story von Vanquish war bislang kaum etwas bekannt - davon abgesehen, dass die USA mal wieder mit Russland zusammenstoßen. Mittlerweile sind die Fragezeichen im Großen und Ganzen verschwunden, denn ein langes Intro leitete das spielbare erste Kapitel ein: Alles ist gut in San Francisco, die Leute sind glücklich, die Jogger joggen, die Hot Dog-Verkäufer preisen ihre Waren an, ein fröhliches Kind hopst mit einem Ballon durch die Stadt. Doch etliche Kilometer über den Wolkenkratzern braut sich Unheil zusammen: Eine Raumstation macht ähnlich einem Transformer Klackklack, ein riesiges Kanonenrohr setzt sich zusammen, es brummt bedrohlich - und dann wird ein mächtiger roter Strahl auf die Stadt abfeuert. Mikrowellen! Wer schon einmal ein Ei dieser Strahlung ausgesetzt hat, der weiß, was mit den Bewohnern der Westküstenstadt passiert - sie werden gebrutzelt, bei lebendigem Leibe gekocht, die ganze Metropole nebst all ihrer Einwohner wird komplett vernichtet! Eine Putschergruppe namens »Orden des russischen Sterns« übernimmt die Verantwortung für den Anschlag und bedroht die USA: Wird nicht innerhalb eines Tages bedingungslos kapituliert, fallen immer mehr Städte der verheerenden Waffe zum Opfer. Klar, dass die größte Streitmacht auch der zukünftigen Welt nicht mit sich verhandeln lässt: Es wird verbittert zurückgeschlagen, und an vorderster Front steht Sam Gideon.
