Die Suche nach dem offensiven Kick
Schon nach wenigen Matches fallen Verbesserungen auf, darunter zwei physikalische: Der Ball springt öfter vom Fuß, prallt plötzlich ab oder geht im Zweikampf verloren. Vor allem, wenn man ihn im Sprint annimmt, kann das bei weniger versierten Technikern sehr unglücklich aussehen - im schlimmsten Fall hebt er hüfthoch ab. Diese neue Unsicherheit sorgt automatisch für mehr Spannung im Spielaufbau, denn wenn ein Verteidiger nicht aufpasst, wird ihm der abspringende Ball stibitzt. Aber nicht zu früh freuen, denn diesmal ist nach dem Verlust auch die Rückeroberung leichter. Im Gegensatz zu FIFA 12 kommt es häufiger zu einem Hin und Her beim Kampf um das Leder. Noch ein physikalischer Fortschritt fällt auf, wenn man abzieht: Die Distanzschüsse mit Vollspann sind wuchtiger und gefährlicher – sehr schön.
Außerdem bemerkt man zunächst mehr Bewegung und Antizipation auf dem Platz: Die Offensivleute laufen sich besser frei, kreuzen diagonal, kehren sogar um oder gehen auch mal lange Wege in eine Richtung. Das führt allerdings dazu, dass sie diese Route nicht so einfach ändern – man kann diesen Laufweg also nicht plötzlich beim Spielerwechsel unterbrechen und umkehren, was natürlich authentisch ist, aber auch mehr Aufmerksamkeit bei den Pässen in den Lauf erfordert; viele Bälle landen bei zu schnellem Pass aus Versehen im Rücken. Die Pässe in den Lauf kann man jetzt etwas druckvoller spielen, vor allem jene flachen in die Spitze, die an Tempo gewonnen haben. Hier hat EA den richtigen Hebel angesetzt, scheint ihn aber nicht konsequent genug gezogen zu haben.
Die Macht der Gewohnheit
Wir haben die Steuerung dieser Pässe in die Tiefe irgendwann auf manuell eingestellt, selbst wenn es dann kniffliger ist. Denn beim automatischen Zuspiel in die Spitze wird bei mehreren Anspielstationen des Öfteren der am weitesten entfernte oder denkbar schlechteste Stürmer gewählt - das hat sehr oft genervt, könnte aber noch an der nicht finalen Version liegen. Das sollte EA so dosieren, dass selbst bei "mit Hilfe" der Druck zumindest über die Distanz entscheidet. Immerhin wird man später in Online-Duellen nur über diese Einstellung in der Rangliste spielen können.
Die Neuerungen hören sich trotzdem alle nicht nur gut an, sie fühlen sich nach den ersten Spielen auch klasse an. Aber es gibt nach bisherigem Stand ein Problem auf lange Sicht: Hat man sich an den etwas zickigeren Ball sowie präzisere Pässe gewöhnt, entsteht immer noch ein sehr gleichförmiger Rhythmus. Da sich am „Tactical Defending“ des Vorjahres nichts Wesentliches geändert hat, werden gerade Kenner von FIFA 12 sehr schnell, sehr effizient verteidigen. Das liegt auch daran, dass man beim Pressing und Abschirmen jetzt noch besser in den Mann kommt als im Vorgänger, wo wir noch die zu großen Abstände für den Zugriff auf den letzten Metern bemängelten – das hat EA behoben. Wer gegen den Ball arbeiten und Druck aufbauen will, wird sich hier also pudelwohl fühlen. Allerdings hat dieser Fortschritt auch eine Kehrseite.
Unsere Vorschauversion war erst zu 75% fertig: Auf den ersten Blick hat sich grafisch kaum etwas getan. Aber schon der zweite offenbart wesentlich weichere Animationen bei Kollisionen und Zweikämpfen.
Außerdem bemerkt man zunächst mehr Bewegung und Antizipation auf dem Platz: Die Offensivleute laufen sich besser frei, kreuzen diagonal, kehren sogar um oder gehen auch mal lange Wege in eine Richtung. Das führt allerdings dazu, dass sie diese Route nicht so einfach ändern – man kann diesen Laufweg also nicht plötzlich beim Spielerwechsel unterbrechen und umkehren, was natürlich authentisch ist, aber auch mehr Aufmerksamkeit bei den Pässen in den Lauf erfordert; viele Bälle landen bei zu schnellem Pass aus Versehen im Rücken. Die Pässe in den Lauf kann man jetzt etwas druckvoller spielen, vor allem jene flachen in die Spitze, die an Tempo gewonnen haben. Hier hat EA den richtigen Hebel angesetzt, scheint ihn aber nicht konsequent genug gezogen zu haben.
Die Macht der Gewohnheit
Es gibt einge neue Finessen für Freistöße - man kann einen dritten Mann als Schützen hinzuziehen oder mit der Mauer nach vorne trippeln. Sehr schön: Das ahndet der Schiri mit Gelb!
Die Neuerungen hören sich trotzdem alle nicht nur gut an, sie fühlen sich nach den ersten Spielen auch klasse an. Aber es gibt nach bisherigem Stand ein Problem auf lange Sicht: Hat man sich an den etwas zickigeren Ball sowie präzisere Pässe gewöhnt, entsteht immer noch ein sehr gleichförmiger Rhythmus. Da sich am „Tactical Defending“ des Vorjahres nichts Wesentliches geändert hat, werden gerade Kenner von FIFA 12 sehr schnell, sehr effizient verteidigen. Das liegt auch daran, dass man beim Pressing und Abschirmen jetzt noch besser in den Mann kommt als im Vorgänger, wo wir noch die zu großen Abstände für den Zugriff auf den letzten Metern bemängelten – das hat EA behoben. Wer gegen den Ball arbeiten und Druck aufbauen will, wird sich hier also pudelwohl fühlen. Allerdings hat dieser Fortschritt auch eine Kehrseite.









