Ausgelöschte Vergangenheit
In Lost Odyssey übernehmt ihr vor der Kulisse einer von Kriegswirren durchsetzten magisch-industriellen Revolution die Rolle des ewigen Kriegers Kaim Argonar, der in Folge eines militärischen Experiments dazu verdammt ist, nicht altern oder sterben zu können. Sein Dasein als perfekter Soldat hat er jedoch mit dem Auslöschen sämtlicher Erinnerungen vor Beginn des Experiments bezahlt. Er weiß nicht einmal, ob er der ganzen Sache überhaupt zugestimmt hatte.
Im Lauf des Spiels trifft er aber nicht nur auf Leidensgenossen wie die angebliche Ex-Piratin Seth, sondern wird auch immer wieder von Träumen heim gesucht, die Ereignisse aus seinem früheren Leben beschreiben, das er unwiederbringlich verloren glaubte...
Die aus der Feder des japanischen Roman- und Drehbuchautoren Kiyoshi Shigematsu stammende und in eindrucksvollen Render- und Echtzeitsequenzen erzählte Story ist jedenfalls sehr düster und erwachsen und steht somit in starkem Kontrast zu Sakaguchis letztem Rollenspiel Blue Dragon
. Und auch wenn sich Kaim nach außen unglaublich souverän und abgeklärt präsentiert, wird er innerlich von allerlei Zweifeln geplagt. Als Spieler nehmt ihr aktiv an Kaims quälender Vergangenheitsbewältigung teil, mischt in epischen Schlachten mit, deckt Intrigen auf und kommt eurer wahren Identität immer näher.
Die Charaktere wurden von Manga-Veteran Takehiko Inoue (u. a. Slam Dunk & Vagabond) erschaffen und bestechen durch aufwändige Mimik und Motion Capturing-Animationen. Vor allem der in vielerlei Hinsicht an Squall aus Final Fantasy VIII
erinnernde Antiheld Kaim fasziniert durch sein kühles, introvertiertes, fast gleichgültiges Auftreten. Schicksalsgenossin Seth ist das pure Gegenteil: unbeschwert, verspielt und warmherzig. Im Laufe des Spiels begegnet Kaim auch noch anderen Figuren wie dem tollpatschigen Jammerlappen Jansen, der im Gegensatz zu Kaim und Seth ein Normalsterblicher ist.
Unsterblich, aber nicht unbesiegbar
Bei Kämpfen können zwar auch Kaim und Seth vorübergehend das Bewusstsein verlieren, wiederbeleben müsst ihr sie im Gegensatz zu sterblichen Party-Mitglieder aber nicht.
Eine vorzeitige Auferstehung durch entsprechende Heilzauber oder Items empfiehlt sich dennoch, denn wenn sämtliche Gruppenmitglieder bewusstlos bzw. tot sind, heißt es Game Over und ihr kehrt zum letzten Speicher- oder Rücksetzpunkt zurück...
Die Kämpfe präsentieren sich sehr traditionell: Wie in früheren Final Fantasy
-Episoden bestreitet ihr strikt rundenbasierte Zufallsbegegnungen in von der Spielwelt losgelösten Kampfarenen. Die Häufigkeit der Kampfunterbrechungen bewegt sich jedoch in einem überaus erträglichen Rahmen, während der Ablauf der Auseinandersetzungen kleine taktische und reaktionsschnelle Geschicke erfordert. Neben einem vertrauten Elementarsystem (Wasser schlägt Feuer, Feuer schlägt Wind usw.), dessen gezielte Anwendung mehr als nur kleine Angriffsboni bringt, könnt ihr mit dem richtigen Timing auch waffenbasierte Angriffe deutlich aufwerten. Dazu haltet ihr einfach während des Angriffs den rechten Trigger gedrückt bis sich zwei Zielkreise möglichst exakt decken. Je nach Deckungsgrad kann die Attacke dann mehr oder weniger Schaden verursachen. Zugegeben ein relativ simples System, das wie eine vereinfachte Form des Schicksalsrads aus Shadow Hearts
wirkt, aber den ansonsten sehr konservativen Scharmützeln zumindest etwas Interaktion verleiht.
In Lost Odyssey übernehmt ihr vor der Kulisse einer von Kriegswirren durchsetzten magisch-industriellen Revolution die Rolle des ewigen Kriegers Kaim Argonar, der in Folge eines militärischen Experiments dazu verdammt ist, nicht altern oder sterben zu können. Sein Dasein als perfekter Soldat hat er jedoch mit dem Auslöschen sämtlicher Erinnerungen vor Beginn des Experiments bezahlt. Er weiß nicht einmal, ob er der ganzen Sache überhaupt zugestimmt hatte.
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| Held ohne Vergangenheit: Kaim hat neben seiner Sterblichkeit auch seine Erinnerung verloren. Ihr habt noch Fragen? Antworten gibt es im Interview! |
Die aus der Feder des japanischen Roman- und Drehbuchautoren Kiyoshi Shigematsu stammende und in eindrucksvollen Render- und Echtzeitsequenzen erzählte Story ist jedenfalls sehr düster und erwachsen und steht somit in starkem Kontrast zu Sakaguchis letztem Rollenspiel Blue Dragon
Die Charaktere wurden von Manga-Veteran Takehiko Inoue (u. a. Slam Dunk & Vagabond) erschaffen und bestechen durch aufwändige Mimik und Motion Capturing-Animationen. Vor allem der in vielerlei Hinsicht an Squall aus Final Fantasy VIII
Unsterblich, aber nicht unbesiegbar
Bei Kämpfen können zwar auch Kaim und Seth vorübergehend das Bewusstsein verlieren, wiederbeleben müsst ihr sie im Gegensatz zu sterblichen Party-Mitglieder aber nicht.
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| Während Kaim zum Schlag ausholt, könnt ihr seinen Angriff mit gutem Timing noch verstärken. |
Die Kämpfe präsentieren sich sehr traditionell: Wie in früheren Final Fantasy

