Weltkrieg 3.0
Genau dieses Szenario serviert euch das Team von Massive Entertainment in World in Conflict
. Genug Erfahrung haben die Schweden bereits mit dem ausgezeichneten Ground Control 2
gesammelt, das mit seinen Aliens und Lasern noch futuristische Wege ging. Diesmal stehen Panzer, Kampfjets und schwere Artillerie im Mittelpunkt. Welche Partei neben den USA/NATO und Russland eingreift, bleibt noch ein Geheimnis. Echtzeit-Strategen bekommen im Jahr 1989 jedenfalls alle Hände voll zu tun, denn es geht ohne Basisbau mit konventionellen sowie nuklearen Waffen knallhart und actionreich zur Sache - Bombenteppiche und Präzisionsbomben inklusive.
Präsentiert wird der Hintergrund bisher in einem Mix aus statischen, gemalten Bildern sowie Filmen in der Grafikengine - Erstere wirken sehr fade, Letztere können sich bereits jetzt sehen lassen. Um das Ganze erzählerisch aufzuwerten, hat man den US-Schriftsteller Larry Bond für die Story der Kampagne engagiert. Der Mann hat nicht nur einige Bestseller wie "Red Storm Rising" vorzuweisen, die ebenfalls einen alternativen Kalten Krieg beschreiben, sondern werkelt selbst gerne als Designer an PC-Kriegsspielen wie der Harpoon-Serie. Bisher wirkten die Dialoge zwar schon angenehm
derb, allerdings noch etwas aufgesetzt komisch - wir sind gespannt, wie sich das in der Kampagne entwickelt.
Ihr wollt den "alten" Kontinent retten? Bitte! Dann schlüpft in die Rolle des frisch gebackenen West Point-Offiziers Parker, der sich zunächst jede Menge Greenhorn-Sprüche anhören und seine Sporen u.a. während der Rettung Südfrankreichs verdienen darf - diese heikle sechste Mission konnten wir spielen: Die Russen haben die amerikanische Mittelmeer-Flotte versenkt und sind in einer Blitzaktion in Marseille gelandet. Wenn sich ihre Truppen dort festsetzen, treiben sie einen Keil durch Europa, der die Kräfte der NATO spalten könnte. Deutschland wird gerade verzweifelt gehalten, ein Feind im Rücken wäre die Katastrophe.
Ein Hügel, viele Gegner
Kaum in Frankreich angekommen, sollt ihr einen Hügel samt Leuchtturm sichern. Hört sich romantisch an, sieht im Morgenrot auch so aus, ist es aber nicht. Denn die Schlacht tobt bereits heftig zwischen alten Dörfern und sanften Hügeln - russische Artillerie
zerpflügt die Felder, Scharfschützen verschanzen sich in Wäldern, Kampfhubschrauber donnern wie Hummeln durch die Luft.
Freut euch auf ein Panorama des Krieges, das seinesgleichen sucht: Es scheppert, qualmt und zischt an allen Ecken und Enden. Die Soundkulisse ist ungeheuer dicht, jede Detonation schüttelt euch durch und wenn Raketen zwischen Rauchfontänen Richtung Panzer jagen, fühlt man sich wirklich mittendrin. Lediglich die Häuserkämpfe werden in unserer Fassung sehr unspektakulär dargestellt - schade, dass es kein gezieltes Ausräuchern oder besser visualisiertes Stürmen gibt. Die Steuerung funktioniert dank frei beweglicher Kamera einwandfrei, als Formationen stehen Linie oder Viereck zur Wahl, ansonsten gibt es mit Wegpunkten & Co den üblichen Komfort; außerdem könnt ihr schnell zwischen Waffengattungen wechseln.
Wer hilft mir?
Aber zurück zum Leuchtturm: Ihr habt lediglich den Befehl über eine kleine Kampftruppe, die ihr selbst aus einem Punktekonto zusammen
stellen dürft. Wollt ihr lieber schwere Panzer oder leichte Transporter? Lieber Kampfhubschrauber oder Infanterie? Es liegt an euch! Einmal ausgewählt, werden die Truppen aus der Luft auf eurem Landepunkt abgesetzt - von da an habt ihr das Kommando, während um euch herum andere Offiziere ihre Ziele verfolgen.
Der Funkverkehr simuliert das Chaos des Krieges bereits hervorragend: Da fragt ein Kamerad in der Nähe, ob ihr ihn entgegen euren Befehl mit Panzern unterstützen könntet, woraufhin ihm euer General sofort über den Mund fährt - bei uns waren noch Platzhalter für die Personen zu sehen, aber zum release dürft ihr mit animierten Portraits rechnen. Erledigt ihr diszipliniert eure Hauptaufgabe oder widmet ihr euch Nebenaufgaben, die euch lukrative Extras wie Gratisfahrzeuge einbringen könnten? Wie auch immer: Die lebendige Kommunikation innerhalb der Truppe verleiht der Kampagne von Beginn an Leben; selbst Gehässigkeiten und Vorurteile zwischen Franzosen und Amis sind dabei. Die spannende Frage ist jedoch, ob man auch ohne mysteriöse Aliens einen spannenden Plot um den jungen GI stricken kann. Wenn man das eher konventionelle Thema mit kreativen Überraschungen würzen kann, könnte diese Kampagne ähnlich unterhaltsam sein wie anno dazumal in Ground Control 2. Die Konjunktive kann hier erst die finale Fassung beseitigen.
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| Im Tutorial lernt ihr die Grundmechanismen des Krieges: Steuerung, Truppenlandnung, Verstärkung und strategische Gebietseroberung. |
Präsentiert wird der Hintergrund bisher in einem Mix aus statischen, gemalten Bildern sowie Filmen in der Grafikengine - Erstere wirken sehr fade, Letztere können sich bereits jetzt sehen lassen. Um das Ganze erzählerisch aufzuwerten, hat man den US-Schriftsteller Larry Bond für die Story der Kampagne engagiert. Der Mann hat nicht nur einige Bestseller wie "Red Storm Rising" vorzuweisen, die ebenfalls einen alternativen Kalten Krieg beschreiben, sondern werkelt selbst gerne als Designer an PC-Kriegsspielen wie der Harpoon-Serie. Bisher wirkten die Dialoge zwar schon angenehm
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| Die rote Gefahr: Massive Entertainment lässt den Kalten Krieg eskalieren und die Russen in Frankreich landen. |
Ihr wollt den "alten" Kontinent retten? Bitte! Dann schlüpft in die Rolle des frisch gebackenen West Point-Offiziers Parker, der sich zunächst jede Menge Greenhorn-Sprüche anhören und seine Sporen u.a. während der Rettung Südfrankreichs verdienen darf - diese heikle sechste Mission konnten wir spielen: Die Russen haben die amerikanische Mittelmeer-Flotte versenkt und sind in einer Blitzaktion in Marseille gelandet. Wenn sich ihre Truppen dort festsetzen, treiben sie einen Keil durch Europa, der die Kräfte der NATO spalten könnte. Deutschland wird gerade verzweifelt gehalten, ein Feind im Rücken wäre die Katastrophe.
Ein Hügel, viele Gegner
Kaum in Frankreich angekommen, sollt ihr einen Hügel samt Leuchtturm sichern. Hört sich romantisch an, sieht im Morgenrot auch so aus, ist es aber nicht. Denn die Schlacht tobt bereits heftig zwischen alten Dörfern und sanften Hügeln - russische Artillerie
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| Die gemalten Story-Schnipsel sind zu statisch und wirken wie Fremdkörper in der Prösentation, |
Freut euch auf ein Panorama des Krieges, das seinesgleichen sucht: Es scheppert, qualmt und zischt an allen Ecken und Enden. Die Soundkulisse ist ungeheuer dicht, jede Detonation schüttelt euch durch und wenn Raketen zwischen Rauchfontänen Richtung Panzer jagen, fühlt man sich wirklich mittendrin. Lediglich die Häuserkämpfe werden in unserer Fassung sehr unspektakulär dargestellt - schade, dass es kein gezieltes Ausräuchern oder besser visualisiertes Stürmen gibt. Die Steuerung funktioniert dank frei beweglicher Kamera einwandfrei, als Formationen stehen Linie oder Viereck zur Wahl, ansonsten gibt es mit Wegpunkten & Co den üblichen Komfort; außerdem könnt ihr schnell zwischen Waffengattungen wechseln.
Wer hilft mir?
Aber zurück zum Leuchtturm: Ihr habt lediglich den Befehl über eine kleine Kampftruppe, die ihr selbst aus einem Punktekonto zusammen
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| Besser sind die Cutscenes innerhalb der Grafikenegine, die hier z.B. Colonel Sawyer zeigt. |
Der Funkverkehr simuliert das Chaos des Krieges bereits hervorragend: Da fragt ein Kamerad in der Nähe, ob ihr ihn entgegen euren Befehl mit Panzern unterstützen könntet, woraufhin ihm euer General sofort über den Mund fährt - bei uns waren noch Platzhalter für die Personen zu sehen, aber zum release dürft ihr mit animierten Portraits rechnen. Erledigt ihr diszipliniert eure Hauptaufgabe oder widmet ihr euch Nebenaufgaben, die euch lukrative Extras wie Gratisfahrzeuge einbringen könnten? Wie auch immer: Die lebendige Kommunikation innerhalb der Truppe verleiht der Kampagne von Beginn an Leben; selbst Gehässigkeiten und Vorurteile zwischen Franzosen und Amis sind dabei. Die spannende Frage ist jedoch, ob man auch ohne mysteriöse Aliens einen spannenden Plot um den jungen GI stricken kann. Wenn man das eher konventionelle Thema mit kreativen Überraschungen würzen kann, könnte diese Kampagne ähnlich unterhaltsam sein wie anno dazumal in Ground Control 2. Die Konjunktive kann hier erst die finale Fassung beseitigen.




