Bionicle Heroes - Vorschau, Action, PC, Xbox 360, PlayStation 2 - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Traveller's Tales
Publisher: Eidos
Release:
17.11.2006
kein Termin
17.11.2006
10.01.2007
24.11.2006
24.11.2006
18.05.2007
Spielinfo Bilder Videos
Zuletzt hat Traveller’s Tales mit LEGO Star Wars von sich reden machen, deshalb wundert es kaum, dass die britischen Entwickler Ende dieses Monats einen weiteren Titel veröffentlichen, in dem bunte Klötzchen die Hauptrolle spielen. Was hat es mit Bionicle Heroes auf sich und zeigt sich hier ein weiterer Hitkandidat?

Japan? Disney? Bionicle?

Eine Art japanischer Mech prangt von der DVD, dahinter eine riesige Maske: Vor drei Jahren habe ich mich gefragt, ob ich die Veröffentlichung eines neuen Animes verpasst hatte oder ob Disney den angestaubten Zeichentrick auch älteren Jungs schmackhaft machen will. "Bionicle: Die Maske des Lichts" heißt der Film und es hat ein paar Monate gedauert, bis ich den Roboter endlich mit LEGO in Verbindung bringen konnte. Zugegeben: Ich hatte nie aktiv nach einer Antwort gesucht. Tatsächlich sind es nicht Walt Disneys Erben, sondern die dänischen 

Leider profillos: Drei der zahlreichen Gegner.
Klötzchengießer, die seit 2001 heranwachsende Science-Fiction- und LEGO Technik-Fans begeistern wollen.

LEGO bastelt sogar eine Story um die Roboter-Welt Voya Nui - immerhin gibt es neben inzwischen drei Filmen auch eine Comics, die den Kampf zwischen guten und bösen Mechs erzählen. Nur ein aktuelles Videospiel fehlt in der Liste der Begleitprodukte. Wer käme hier wohl als Entwickler in Frage? Mal überlegen: LEGO Star Wars schlug ein wie eine Bombe - warum nicht einfach die bewährte Formel wiederholen? Gesagt, getan: Seit 18 Monaten werkelt Traveller's Tales an Bionicle Heroes. Allerdings sitzt ein anderes Team im Regiestuhl als bei der wundervollen Star Wars-Veräppelung.

Charmelos

Dass Bionicle nicht Star Wars ist, merkt ihr auf allen Ebenen: Es fehlen die charmanten Gags, die Musik plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin, eure Widersacher bleiben gesichtslose Roboter, die an übergroßes Ungeziefer erinnern, der rote Faden wird nur mit dünnem Garn gesponnen und ist schnell erzählt: Ihr sollt die Maske des Lebens von den bösen Piraka mopsen, so dass die Fieslinge eure Heimat Voya Nui nicht ins Unheil stürzen können. Um das zu erreichen, plättet ihr eine Reihe von Bossen, tausende ihrer Herscharen und sammelt Millionen LEGO-Steine. Letzteres macht süchtig: Das Geräusch etlicher Klötzchen, die euren Punktestand erhöhen, ist extrem befriedigend. Deshalb stürze ich mich auch immer wieder in die tumben Gegner, um dann möglichst viele Steine gleichzeitig aufzulesen.

Anders als in LEGO Star Wars seht ihr euren Roboter dabei nicht von einer frei drehbaren Kamera aus; euer Blick ist vielmehr auf seiner Schulter fixiert, so dass ihr jede Drehung mitmacht. Dass die Steuerung somit an einen Ego-Shooter erinnert, liegt wohl daran, dass sich Bionicle Heroes an ältere Bauklötzchen-Fans richtet. Aus dem gleichen Grund fahren die Entwickler schließlich den Knobelanteil zugunsten actionreicher Auseinandersetzungen zurück. Ihr findet in den farbenfrohen, weitläufigen Arealen 

Ihr steuert die Bionicle Heroes aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Zwar erlebt ihr die Action über den klassischen Schulterblick, doch die Steuerung gleicht einem Ego-Shooter.
zwar jede Menge Bausteine und müsst selbige wie bei dem Quasi-Vorgänger in Tore oder Brücken einfügen, um den weiteren Weg zu erschließen, aber damit erschöpft sich der Umfang auch schon.

Maskerade

Abwechslung entsteht durch verschiedene Masken, die ihr auf eurer Reise sammelt und aufsetzt. Auch wenn sie das Aussehen eures Charakters verändern, sind sie prinzipiell nichts anderes als Raketenwerfer, Scharfschützengewehr oder Schrotflinte. Einige erlauben euch jedoch, auf dem Wasser zu laufen, an steilen Felswänden zu klettern oder Geheimgänge zu öffnen. Egal, was ihr tut: Eine echte Herausforderung erwartet euch nie. Denn sollte eure Energieanzeige gen null sinken, verliert ihr kein Leben, sondern lediglich eine der Masken. Erst wenn ihr keine mehr besitzt, startet ihr von vorn.

Nach jedem Zwischengegner entspringt Bionicle Heroes übrigens doch noch ein Quentchen Humor, denn die besiegten Bösewichter tummeln sich in eurem heimatlichen Dorf. Kauft ihnen doch einfach ein DJ-Set oder eine Hantelbank und lasst sie darauf los - die Ergebnisse sind köstlich. Und von dem restlichen Geld, Verzeihung: den restlichen Steinen, kauft ihr Erweiterungen, die versteckte Wege öffnen. Mitunter müsst ihr deshalb einen abgeschlossenen Abschnitt noch einmal besuchen, wenn eure Masken über die notwendigen Fähigkeiten verfügen.

     
 

AUSBLICK



War es eine gute Idee, "Star Wars" in "Bionicle" umzutaufen und ansonsten das bekannte Konzept neu aufzutischen? Nach einem Blick in die Vorschau-Version sehe ich vor allem ein Problem: Die Roboter sind nicht witzig. Sie haben im Gegensatz zu LEGO Star Wars kein Vorbild, das sie auf tollpatschige Art und Weise charmant karikieren können. Und sie müssen kaum rätseln, um voran zu kommen. Stattdessen rennen sie durch zahllose Gegner-Scharen, die weder als ernsthafte Bedrohung Profil gewinnen noch in Zwischensequenzen eine Rolle spielen. Nur das motivierende Steinchen-Sammeln hält mich jetzt schon bei der Stange. Deshalb kehre ich auch gerne in längst abgeschlossene Level zurück, nur um das letzte versteckte Tor endlich zu öffnen. Traveller's Tales muss im weiteren Verlauf allerdings mehr als eintönige, wenn auch flotte Action inszenieren. Sonst könnte das Abenteuer schnell langweilig werden.Ersteindruck: befriedigend


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Kommentare

The D.O.G. schrieb am
ich glaubeum alles in diesem spiel verstehen zu können, muss man ein echter vollblut bionicle fan sein... so wie ich. ich werde mir das spiel kaufen und wie den vorgänger gleich mehrmals durchzocken.
übrigens gab es schon ein bionicle game mit dem namen "BIONICLE- The Game"
schrieb am

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