Aufsteigende Tendenz?
Nach der enttäuschenden Vorstellung in Tomb Raider: The Angel of Darkness
(4P-Wertung: 68%), konnte sich Lara in Tomb Raider: Legend
(4P-Wertung: 78%) wieder fangen. Aber vom Glanz früherer Zeiten, der nur einmal im Remake Tomb Raider: Anniversary
(4P-Wertung: 81%) aufblitzte, war noch nichts zu spüren. Immerhin könnte man der akrobatischen Lady mit etwas mathematischem Vertrauen und Optimismus eine aufsteigende Tendenz zutrauen: Wenn die Entwickler von Crystal Dynamics der Steigerung treu blieben, müssten theoretisch sogar 88% und längst verloren geglaubte Goldschätze möglich sein. Man würde Lara diesen großen Wurf gönnen.
Schließlich gab es genug Feedback von Presse und Fans, was Wünsche und Verbesserungen betrifft. Nach mehr als zwei Jahren samt bösem Cliffhanger, der Laras Mutter am Ende nach Avalon verbannte, ist man mehr als neugierig. Nicht nur erzählerisch, man will auch spielerisch Fortschritte spüren, die das Genre nach vorne bringen. Denn Tomb Raider ist nicht mehr das einzige Abenteuer für kletterfreudige Schatzsucher - immerhin konnte ein Neuling namens Uncharted: Drakes Schicksal
auf diesem Gebiet nicht nur sehr gut unterhalten (4P-Wertung: 86%), sondern auch in Sachen Dschungelkulisse prächtig auftrumpfen.
Heißer Einstieg
Was hat Lara dem Haudegen entgegen zu setzen, außer dass auch sie jetzt zwei Waffen unabhängig abfeuern und sogar beim Klettern à la Drake Feinde anvisieren darf? Außer dass Wasser an ihr abperlt und auch Schmutzflecken auf Schenkel & Co zu erkennen sind? Was erwartet euch in der Unterwelt? Bevor man abtaucht, muss man erstmal die Haut der Archäologin retten. Denn das neue Tomb Raider beginnt viel versprechend mit einem Feuerwerk: Das altehrwürdige Herrenhaus der Crofts brennt lichterloh und ihr bewegt euch in einem Tutorial durch die züngelnden Flammen. Wieso, weshalb, warum wird an dieser Stelle nicht verraten.
Hier lernt ihr jedenfalls in sengender Hitze die kaum veränderte Sprungtechnik, das Hangeln sowie den Einsatz des Wurfhakens samt reißfestem Seil kennen. Mit dem hilfreichen Gerät kann man später auch schwere Hindernisse zum Einsturz bringen, um Rätsel zu lösen. Sehr schön ist, wie sich Lara die Hände angesichts der Hitze schützend vor das Gesicht hält. Die Flammen sehen klasse aus, Lara wirkt etwas schlanker und sportiver, bietet aber zunächst keine akrobatischen Überraschungen: Man kann das seitliche Hangeln an Simsen wie gehabt beschleunigen, man muss beim Balancieren auf Stangen klug gegen steuern und wenn der Wurfhaken einmal sitzt, kann man sich am Seil über Abgründe schwingen oder an Wänden hinab gleiten. Crystal Dynamics hat übrigens auf grell aufleuchtende Kanten für Blinde verzichtet, es gibt nur noch leicht hellere Stellen im Wand- und Mauerwerk.
Komfortable Kraxelei
Ansonsten gibt es dieselben Komfortmechanismen wie im Vorgänger: Wenn Lara den Halt verliert, leuchtet ein Rettungsknopf immer noch zu lange auf, den man drücken muss, wenn es nicht bergab gehen soll. Das Klettern läuft genau so einfach und intuitiv wie bisher: Lara kann hier und da auch an Ranken oder kleinen Mauervorsprüngen wie eine Spinne irgendwo hinauf kraxeln, meistert sogar multiple Wandsprünge in engen Nischen und hält sich automatisch fest, wenn man einen Abgrund übersieht. Immerhin hat sie auch einen etwas kniffligeren Sprung drauf, der sie mit gutem Timing selbst auf Din A4-große Felsenstäbe bringt - inklusive zittriger Haltsuche vor dem Abgrund. In diesen Augenblicken macht sie eine hervorragende Figur.
Obwohl Eidos von über 1700 neuen Bewegungen spricht, war davon allerdings nur ein Bruchteil zu sehen. Was von Beginn an auffällt, ist zudem eine gewisse Plumpheit: Wenn Lara vor Hindernisse stößt oder zum Sprung an Vorsprünge ansetzt, wirken ihre Animationen noch zu spröde und unbeholfen. Vor allem das seltsame Hüpfen mit nach oben angezogenen Knien sieht albern aus - da sollte man etwas mehr Eleganz und Geschmeidigkeit von einer dermaßen erfahrenen Frau erwarten. Oder soll man sich hier hundertmal an ihrem Allerwertesten ergötzen, der ohnehin unnötig oft ins Zentrum gerückt wird? Und wenn schon, dann bitte sexy und nicht so billig. Hinzu kommt die nervöse Kamera: Vor allem nach Sprüngen oder Landungen muss man die Perspektive immer wieder ausrichten; das sollte zum Release noch stabiler laufen.
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| Der Neoprenanzug sitzt, der Zopf ebefalls: Lara hält vor prächtiger Kulisse nach Schätzen und Rätseln Ausschau. |
Schließlich gab es genug Feedback von Presse und Fans, was Wünsche und Verbesserungen betrifft. Nach mehr als zwei Jahren samt bösem Cliffhanger, der Laras Mutter am Ende nach Avalon verbannte, ist man mehr als neugierig. Nicht nur erzählerisch, man will auch spielerisch Fortschritte spüren, die das Genre nach vorne bringen. Denn Tomb Raider ist nicht mehr das einzige Abenteuer für kletterfreudige Schatzsucher - immerhin konnte ein Neuling namens Uncharted: Drakes Schicksal
Heißer Einstieg
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| Unten ein riesiger Tintenfisch, oben eine stachelbewehrte Plattform? Da lässt sich doch was entriegeln... |
Hier lernt ihr jedenfalls in sengender Hitze die kaum veränderte Sprungtechnik, das Hangeln sowie den Einsatz des Wurfhakens samt reißfestem Seil kennen. Mit dem hilfreichen Gerät kann man später auch schwere Hindernisse zum Einsturz bringen, um Rätsel zu lösen. Sehr schön ist, wie sich Lara die Hände angesichts der Hitze schützend vor das Gesicht hält. Die Flammen sehen klasse aus, Lara wirkt etwas schlanker und sportiver, bietet aber zunächst keine akrobatischen Überraschungen: Man kann das seitliche Hangeln an Simsen wie gehabt beschleunigen, man muss beim Balancieren auf Stangen klug gegen steuern und wenn der Wurfhaken einmal sitzt, kann man sich am Seil über Abgründe schwingen oder an Wänden hinab gleiten. Crystal Dynamics hat übrigens auf grell aufleuchtende Kanten für Blinde verzichtet, es gibt nur noch leicht hellere Stellen im Wand- und Mauerwerk.
Komfortable Kraxelei
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| Mit Waffengewalt ist da nichts zu machen - auch das beidhändige Schießen, das jetzt auch unabhängig vonstatten geht, hilft nicht gegen diese Kreatur. |
Obwohl Eidos von über 1700 neuen Bewegungen spricht, war davon allerdings nur ein Bruchteil zu sehen. Was von Beginn an auffällt, ist zudem eine gewisse Plumpheit: Wenn Lara vor Hindernisse stößt oder zum Sprung an Vorsprünge ansetzt, wirken ihre Animationen noch zu spröde und unbeholfen. Vor allem das seltsame Hüpfen mit nach oben angezogenen Knien sieht albern aus - da sollte man etwas mehr Eleganz und Geschmeidigkeit von einer dermaßen erfahrenen Frau erwarten. Oder soll man sich hier hundertmal an ihrem Allerwertesten ergötzen, der ohnehin unnötig oft ins Zentrum gerückt wird? Und wenn schon, dann bitte sexy und nicht so billig. Hinzu kommt die nervöse Kamera: Vor allem nach Sprüngen oder Landungen muss man die Perspektive immer wieder ausrichten; das sollte zum Release noch stabiler laufen.





