Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Vorschau - 4Players.de

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Action-Adventure
Release:
17.07.2008
17.07.2008
17.07.2008
17.07.2008
17.07.2008
kein Termin
17.07.2008
Spielinfo Bilder Videos
Die älteren Semester sind gefragt: Klingeln bei "Ocean Software" die Alarmglocken? Kleiner Gedankenschubser: die schlechtesten "Film als Spiel"-Verwurstungen aller Zeiten. Wobei nicht nur Ocean zum schlechten Ruf des schnellen Lizenzgroschens beigetragen hat; auch neuere Machwerke dieser Bauart gehen meist im belanglosen Mittelfeld unter. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Auftritt Traveller's Tales und ihre Narnia-Fortsetzung...

Manchesters Filmspiele

Zugegeben, die miesesten aller Filmumsetzungen hat Ocean vielleicht nicht produziert. Allerdings veröffentlichte das in Manchester gegründete Label so regelmäßig uninspirierte Versoftungen, dass sein Ruf schnell dahin war. Gut, dass der Cineasten-Albtraum vorüber war, als das "wässrige" Unternehmen von Infogrames geschluckt wurde. Das heißt, so ganz ist das Kapitel "Filmspiele aus Manchester" noch immer nicht abgeschlossen, denn auch heute wird nahe der einstigen Textilhochburg an Lizenztiteln gebastelt, genauer gesagt in den Büros von Traveller's Tales. Mit der Tradition nehmen es die Briten dabei zum Glück nicht allzu genau - schließlich kamen in den vergangenen Jahren einige gute Versoftungen, allen voran das großartige LEGO Star Wars, aus diesem Haus. Auch die Umsetzung der Leinwandadaption zu C.S. Lewis' "Der König von

Neue Helden: Konntet ihr die Kreaturen Narnias im ersten Filmspiel meist nur aus der Ferne bestaunen, dürft ihr in Prinz Kaspian mit mehr als einem Dutzend davon in den Kampf ziehen.
Narnia" entpuppte sich als erfreulich abwechslungsreiche Fantasy-Action vor einer beeindruckenden Kulisse. Beweisen die Entwickler mit der Inszenierung des Nachfolgers ein ähnlich sicheres Händchen?

Freie Wahlen in Narnia!

Zumindest denken sie die Ansätze des Vorgängers konsequent weiter, denn ihr werdet erneut mit bis zu vier Charakteren, u.a. Prinz Kaspian selbst, in den Kampf ziehen, um dessen Reich aus den Klauen des fiesen König Miraz und den von ihm befehligten Telmarinen zu befreien. Dabei kann euch jederzeit ein Freund oder eine Freundin unterstützen und ebenso plötzlich verlassen, ohne dass ihr das Spiel unterbrechen müsst. LEGO-Fans kennen das Prinzip aus Traveller Tales' Star Wars-Interpretationen. Nur online dürft ihr weder mit- noch gegeneinander nach Narnia ziehen. Und noch etwas hat sich verändert: Statt wie zuletzt stets mit denselben vier Helden Abenteuer zu bestehen, steht euch diesmal mehr als ein Dutzend Krieger zur Verfügung. Vom Minotaurus über die vier jugendlichen Protagonisten bis hin zum Zwerg reichen die Kameraden, und natürlich verfügt jede Figur über spezielle Fähigkeiten, die besonders beim Lösen kleiner Rätsel von Bedeutung sind. Ein Bogenschütze muss z.B. entfernte Ziele treffen, große Keulenschwinger sind die Meister des Nahkampfs und der Zwerg kriecht durch winzige Luken, um am dahinter befindlichen Türöffner zu ziehen.

Die neue Vielfalt gefällt mir. Was mir hingegen fehlt, ist die ausgefeilte Interaktion zwischen den Charakteren. Wo die Kombination zweier Kinder im Vorgänger nämlich nur diesem Duo vorbehaltene Manöver ermöglichte, wirkt das Zusammenspiel diesmal rudimentär. In einer Szene müssen die Helden z.B. an der Seite großer Trolle kämpfen. Dort kann zwar jede Figur auf den Rücken des Trolls klettern, doch das ist weniger abwechslungsreich als die davor erlaubten Kombinationen. Dafür könnt ihr den Ablauf der Ereignisse beeinflussen, indem ihr eure aufgetragenen Aufgaben in beliebiger Reihenfolge absolviert. Das heißt, ihr besucht alle Schauplätze selbstverständlich in der von C.S. Lewis vorgegebenen Reihenfolge - nur, dass ihr vor Ort eben oft wählen könnt, ob ihr zuerst die Trolle im Norden befreit, den Kerker durchsucht oder die große Schlacht vor dem Haupttor schlagt.
Der Nachfolger zu Der König von Narnia will erwachsener wirken - wozu vor allem die großen Massenschlachten beitragen sollen. 
Oft gibt es aber auch gewohnt geradlinige Abschnitte, in denen ihr euch durch grüne Wälder schlagt oder auf einer Ebene in großen Gefechten kämpft.

Massig Ernüchterung?

Beeindruckend, wie viele Widersacher euch die Entwickler teilweise gleichzeitig auf den Hals hetzen - Traveller's Tales will schließlich echte Massenschlachten inszenieren! Die Dynamik dieser Auseinandersetzungen macht mir allerdings noch Sorgen, weil sie in der gezeigten 360-Version so abliefen, dass ihr nichts anderes tut, als in einem wuseligen Gegner-Haufen die Keule zu schwingen. Von der packenden Action eines God of War oder Heavenly Sword war Prinz Kaspian damit meilenweit entfernt. Schade, denn dem ersten Eindruck nach ist der Titel weit davon entfernt, erwachsener als sein Vorgänger zu wirken. Dabei entspringt dieses erklärte Ziel nicht nur den Wünschen der Entwickler, sondern ist vor allem C.S. Lewis' Vorgabe. Immerhin schickte Tolkiens Zeitgenosse seine vier Protagonisten nicht zum zweiten Mal in das naive Narnia seiner ersten Erzählung, sondern transportiert sie in eine Zeit 1300 Jahre nachdem sie das Fantasy-Reich zuletzt betreten hatten.

Um diesen Sprung erzählerisch zu packen, durfte Traveller's Tales die Narnia-Saga sogar um ein brandneues Kapitel erweitern. Genauer gesagt handelt es sich um die Einführung, in der ihr erlebt, wie Narnia in die Hände der finsteren Telmarinen fiel. Außerdem müssen (oder dürfen?) die Briten nicht die Musik des Leinwandepos' verwenden, sondern versehen ihre Version mit einem frischen Originalsoundtrack. Nicht zuletzt gibt es sogar Filmszenen, die exklusiv für das Spiel gedreht wurden. Dabei handelt es sich natürlich nicht um für die Geschichte zentrale Sequenzen. Letztere sollen allerdings die Beweggründe der Charaktere näher beleuchten.

   
 

AUSBLICK



Den König von Narnia habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen. Lachend, weil das Zusammenspiel der Protagonisten sehr motivierend und die Kulissen aufwändig gestaltet waren. Weinend vor allem deshalb, weil die meisten Kämpfe auch mit einfachem Knopfdreschen zu bewältigen waren. Und obwohl Traveller's Tales die Fortsetzung mit kniffligen Rätseln spickt, Geheimgänge platziert und so das Zusammenspiel zwischen den aktiven Helden fördert, liefen gerade die Schlachten gegen zahlreiche Gegner noch auf einfallsloses Gekloppe hinaus. Auch die Schauplätze und Figuren wirken weniger imposant als ihre Vorgänger. Meine Prognose: Prinz Kaspian scheint nicht ganz die Qualität seines Vorgängers zu erreichen, könnte aber in eine kurzweilige, abwechslungsreiche Geschichte entführen, die den gleichnamigen Film vor allem für kooperative Abenteurer sinnvoll erweitert.

Ersteindruck: befriedigend


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Kommentare

peacetoyou schrieb am
wäre nett, wenn einer mal was zum schwierigkeitsgrad sagen könnte. im vorgänger war der ja mitunter sehr ungerecht. vor allem, wenn man alleine gespielt hat.
murmi@4players schrieb am
die haben aber auch das geniale wizball gemacht...des war echt gut :D
gigsen schrieb am
ocean??!! joa die kenn ich noch..
schrieb am

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