Die Handlung: Mutanten!
Für grandiose Geschichten war id Software nie bekannt: Das eine Mal entfleuchte Höllengetier auf die Erde, das andere Mal griffen Außerirdische an und diesmal sind es eben Mutanten, die nach einem Meteoriteneinschlag auf unserem Planeten wüten. Eine Art Militärgewalt mit geheimnisvollen Zielen mischt ebenfalls mit, zahlreiche kleine Fraktionen sollen die Welt lebendig machen. Das Problem: Die Entwickler zeigten in zahlreichen Präsentationen bisher nur viele kurze Spielszenen - ein umfassender Eindruck vom Schauplatz und seiner Geschichte erschließt sich so leider noch nicht. Glück im Unglück: Wen interessiert's? Man muss nur wissen, dass Rage in einem Szenario spielt, das Fallout und Borderlands auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sieht: Die Menschen hausen in kleinen Siedlungen der Marke "postatomarer Eigenbau", zerfallene Wolkenkratzer ragen zwischen staubigen Gebirgsketten hervor. So richtig kann man Fallout, Borderlands und Rage dann allerdings doch nicht verwechseln. Denn wer die vergleichsweise matschigen Oberflächen des einen oder die karge Einöde des anderen mit den gestochen scharfen Bildern in Rage verwechselt, der hat Tomaten auf den Augen!
Ein technischer Meilenstein?
Wenn Rage vier Jahre nach seiner offiziellen Ankündigung endlich erscheint, wird es zu den eindrucksvollsten Shootern seiner Zeit gehören. Jedes Gebirge, jeder Berg, jeder Felsen scheint von Hand gezeichnet. Man muss schon genau hinschauen, um wiederkehrende Elemente zu entdecken. Diese Einzigartigkeit jeder Kleinigkeit könnte seine wichtigste technische Errungenschaft sein, weil sie neue kreative Freiräume schafft. Die Rage-Schauplätze wirken jedenfalls wesentlich lebendiger als die Stückwerk-Kulissen anderer Abenteuer. Abgesehen davon ist der sichtbare Ausschnitt dem ersten Eindruck nach deutlich größer als die beengende "Periskop-Sicht" vieler moderner Spiele. Vor zwei, drei Jahren wäre Rage ein technischer Meilenstein gewesen! Wie es sich anno 2011 im Vergleich zu den aktuellen Killzones und Gears of Wars schlägt, bleibt abzuwarten. Denn id Software hat sich verdammt viel Zeit gelassen...
Die freie Actionwelt
Kein Wunder: Rage ist anders als Doom und Quake. Es ist zwar ein reinrassiger Ego-Shooter - ganz klassisch ohne Deckungssystem, Schleichen oder nennenswerten Nahkampf - gleichzeitig reißt es die engen id-Schießgassen aber auseinander und weist ähnlich wie Borderlands den Weg in eine offene Welt. Keine schier unbegrenzte Fallout-Welt, aber eine, durch die verschiedene Wege zu vielen Zielen führen. Wer den roten Faden außer Acht lassen will, kann das in zahlreichen Nebenmissionen tun. Man unterhält sich mit den Bewohnern kleiner Ortschaften, verdient in Minispielen, z.B. einer Art Holoschach, den einen oder anderen Taler und bastelt an eigenen Waffen und Gadgets. Da sind z.B. spinnenähnliche Roboter, die selbstständig auf Feinde ziele - ausgesprochen hilfreiche Gefährten! Es gibt auch Geschütztürme sowie ferngesteuerte Dronen, die man in Richtung Feind lenken und manuell sprengen kann. Immerhin: Laut id Software ist Rage "kein kurzes Spiel". Eine genaue Mindestspieldauer verriet Creative Director Tim Willits zwar auch auf Nachfrage nicht, es sei aber unmöglich, Rage in sechs Stunden zu beenden...
Für grandiose Geschichten war id Software nie bekannt: Das eine Mal entfleuchte Höllengetier auf die Erde, das andere Mal griffen Außerirdische an und diesmal sind es eben Mutanten, die nach einem Meteoriteneinschlag auf unserem Planeten wüten. Eine Art Militärgewalt mit geheimnisvollen Zielen mischt ebenfalls mit, zahlreiche kleine Fraktionen sollen die Welt lebendig machen. Das Problem: Die Entwickler zeigten in zahlreichen Präsentationen bisher nur viele kurze Spielszenen - ein umfassender Eindruck vom Schauplatz und seiner Geschichte erschließt sich so leider noch nicht. Glück im Unglück: Wen interessiert's? Man muss nur wissen, dass Rage in einem Szenario spielt, das Fallout und Borderlands auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sieht: Die Menschen hausen in kleinen Siedlungen der Marke "postatomarer Eigenbau", zerfallene Wolkenkratzer ragen zwischen staubigen Gebirgsketten hervor. So richtig kann man Fallout, Borderlands und Rage dann allerdings doch nicht verwechseln. Denn wer die vergleichsweise matschigen Oberflächen des einen oder die karge Einöde des anderen mit den gestochen scharfen Bildern in Rage verwechselt, der hat Tomaten auf den Augen!
Ein technischer Meilenstein?
Wenn Rage vier Jahre nach seiner offiziellen Ankündigung endlich erscheint, wird es zu den eindrucksvollsten Shootern seiner Zeit gehören. Jedes Gebirge, jeder Berg, jeder Felsen scheint von Hand gezeichnet. Man muss schon genau hinschauen, um wiederkehrende Elemente zu entdecken. Diese Einzigartigkeit jeder Kleinigkeit könnte seine wichtigste technische Errungenschaft sein, weil sie neue kreative Freiräume schafft. Die Rage-Schauplätze wirken jedenfalls wesentlich lebendiger als die Stückwerk-Kulissen anderer Abenteuer. Abgesehen davon ist der sichtbare Ausschnitt dem ersten Eindruck nach deutlich größer als die beengende "Periskop-Sicht" vieler moderner Spiele. Vor zwei, drei Jahren wäre Rage ein technischer Meilenstein gewesen! Wie es sich anno 2011 im Vergleich zu den aktuellen Killzones und Gears of Wars schlägt, bleibt abzuwarten. Denn id Software hat sich verdammt viel Zeit gelassen...
| Gespräch mit dem Creative Director Warum Rage nur eine kleine Mehrspieler-Komponente anbietet und was neue Technologie für id Software bedeutet: Tim Willits beantwortet unsere Fragen im Interview. |
Die freie Actionwelt
Kein Wunder: Rage ist anders als Doom und Quake. Es ist zwar ein reinrassiger Ego-Shooter - ganz klassisch ohne Deckungssystem, Schleichen oder nennenswerten Nahkampf - gleichzeitig reißt es die engen id-Schießgassen aber auseinander und weist ähnlich wie Borderlands den Weg in eine offene Welt. Keine schier unbegrenzte Fallout-Welt, aber eine, durch die verschiedene Wege zu vielen Zielen führen. Wer den roten Faden außer Acht lassen will, kann das in zahlreichen Nebenmissionen tun. Man unterhält sich mit den Bewohnern kleiner Ortschaften, verdient in Minispielen, z.B. einer Art Holoschach, den einen oder anderen Taler und bastelt an eigenen Waffen und Gadgets. Da sind z.B. spinnenähnliche Roboter, die selbstständig auf Feinde ziele - ausgesprochen hilfreiche Gefährten! Es gibt auch Geschütztürme sowie ferngesteuerte Dronen, die man in Richtung Feind lenken und manuell sprengen kann. Immerhin: Laut id Software ist Rage "kein kurzes Spiel". Eine genaue Mindestspieldauer verriet Creative Director Tim Willits zwar auch auf Nachfrage nicht, es sei aber unmöglich, Rage in sechs Stunden zu beenden...




