Celeste - Test, Geschicklichkeit, PC - 4Players.de

 

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Celeste (Geschicklichkeit) von Matt Makes Games
Aufstieg der tausend Tode
Jump&Run
Entwickler: Matt Makes Games
Publisher: Matt Makes Games
Release:
25.01.2018
25.01.2018
25.01.2018
25.01.2018
26.01.2018
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ab 19,99€
Spielinfo Bilder Videos

Gerade mal vier Monate sind seit der hitzigen Diskussion um den Schwierigkeitsgrad von Cuphead vergangen – und schon gibt es mit Celeste einen weiteren Retro-Titel, der manch einen an den Rand der Verzweiflung bringen dürfte. Auch Heldin Madeline muss über sich hinauswachsen, um nicht Opfer von Panikattacken oder Selbstsabotage zu werden. Ein erhebender Aufstieg?



Super Meat Girl?


Klatsch, tot. Klatsch, tot. Hüpf, kletter, hüpf, klatsch, tot. Fans von Super Meat Boy kennen das Prozedere, das den Spieler auch in Celeste binnen Sekunden mehr fluchen lässt als den kompletten Rest des Jahres. Eines wird hier mehr als deutlich: Lead-Entwickler Matt Thornson besitzt eine gewaltige Vorliebe für Stacheln, die den Spieler auf Anhieb ins Jenseits befördern. Ganz ohne Energieherzchen oder ähnlich weichgespülten Krempel, Gott bewahre! Weiße Stacheln, krumme Stacheln, extrafies platzierte Stacheln, Stachelhecken. Und sogar Exemplare, die immer dort aus dem Boden wachsen, wo man gerade noch über sicheren Untergrund lief – jetzt bloß nicht umdrehen! Hat der Daumen doch noch in die falsche Richtung gezuckt, darf man aber sofort wieder am Anfang der Kammer einsteigen, um es so oft wie nötig erneut zu versuchen. Tief durchatmen!

Wusch: Der "Sprint" befördert die Heldin mit Schwung ein Stückchen durch die Luft.
Wusch: Der "Sprint" bugsiert die Heldin mit Schwung durch die Luft.
Die Ausgangslage des klassischen Jump-n-Runs ist einfach: Protagonistin Madeline findet sich zu Beginn ihres Abenteuers am Fuße des berüchtigten Berges Celeste wieder. Warum sie ihn erklimmen möchte, weiß sie zu Beginn selbst nicht so genau. Es scheint in ihrem Leben aber einige Hürden zu geben, die sie auch metaphorisch mit ihrem Selbstfindungstrip überwinden möchte. Worum es sich dabei handelt, wird dem Spieler nach und nach in kurzen Story-Häppchen serviert, in denen Madeline mit ihren neuen Bekanntschaften über das Leben sinniert. Oft geht es um ihre Panikattacken, die sogar in einigen (langweiligen) Minispielen mittels rhythmischer Atemübungen gemeistert werden müssen. Oder es ergeben sich Probleme, weil sie ihre gegensätzlichen Gefühlsausbrüche nicht unter einen Hut bringen kann – vor allem, wenn dabei auch noch andere Gesprächspartner involviert sind.

Sabotage!

Im Laufe des Aufstiegs trifft Madeline z.B. immer wieder auf eine alte Frau, die ihre Geschichten nur mit schnippischen Kommentaren und hämischen Stakkato-Lachern quittiert. Ein weiterer sporadischer Begleiter ist Hipster-Photograph Theo aus Seattle, der mich mit seinen ständigen nervigen Instagram-Selfies beinahe in den Wahnsinn getrieben hat. Angenehmere Zeitgenossen sind z.B. der untote Direktor eines verlassenen Hotels, das Madeline mit ihren Hüpfausflügen erkunden muss. Oder die finstere übernatürliche Gegenspielerin, von der sie immer wieder unter Zeitdruck verfolgt wird.

Mehr Stacheln gefällig?
Mehr Stacheln gefällig? Speedrunner können übrigens auf Wunsch einen eingebauten Timer aktivieren.
Im Zentrum des Aufstiegs steht ihre Fähigkeit zu klettern: Ähnlich wie in Cryteks The Climb krallt man sich immer wieder an der Wand fest und klettert ein Stückchen nach oben – am besten bevor sich die Ausdauer geleert hat, so dass man gerade noch den Absprung auf den sicheren Vorsprung schafft. Den Entwicklern ist ein schönes System aus Hüpfen, Klettern und kleinen Spezialfähigkeiten gelungen: Mit Hilfe eines „Sprints“ kann man sich zwischendurch noch ein Stückchen durch die Luft katapultieren, um gefährliche Tunnel und Nischen zu durchqueren. Die Energie dafür lässt sich hier und da mit Kristallen aufladen. Oder man geht in Nebenräumen der halboffenen Levels auf die Suche nach versteckten Erdbeeren. Auch Gegner wie unter Strom stehende Flipperkugeln oder finstere Tentakel-Bosse mit Laservisier lassen sich auf der Reise blicken. Manchmal muss man zudem den passenden Weg durch ein Labyrinth finden oder den in einem Käfig gefangenen Theo durchs Level wuchten.

 

Kommentare

Der Chris schrieb am
Ich muss sagen...egal was sie beim Pro Controller noch optimieren wollen, für mich ist es allein schon die Lage auf dem Pad, die es für mich unangenehm macht das dauerhaft zu benutzen. Das finde ich noch gravierender als die reine Verarbeitung dieses D-Pads selbst.
Usul schrieb am
Also ich hab den Analog-Stick benutzt und hatte damit auch kein Problem (alter Xbox-Controller, dann ein Saitek-Gerät, danach Xbox One Controller).
Erst in einem Abschnitt der C-Sides habe ich auf D-Pad gewechselt - aber nicht wegen evtl. Fehlbedienung, sondern weil damit der Richtungswechsel noch einen Tacken schneller möglich war.
Geht also alles. :)
Stryx schrieb am
Astorek86 hat geschrieben: ?
13.09.2019 12:23
Gutes Steuerkreuz ist tatsächlich Pflicht bei Celeste^^.
Stimmt, trotzdem benutzte ich Blödmann einen PS3 Controller, dessen Steuerkreuz gelinde gesagt beschissen ist.
Naja, wenn der Geiz siegt. Hab mir schon mehrere hundert Tode wegen dem Teil eingefangen. :lol:
Astorek86 schrieb am
Ach, stimmt ja, daran hab ich auch nichtmehr gedacht. Auf der Switch hab ich Celeste (dank Adapter) seinerzeit mit dem WiiU-Pro-Controller durchgespielt, weil das Steuerkreuz des Switch-Pro-Controllers echt nicht gut war. Angeblich soll das bei Switch-Pro-Controllern mit neueren Revisionen besser geworden sein (weiß ich nicht, da ich immernoch meinen ersten habe), aber Releasekäufer des Controllers sind da natürlich außen vor...
(Es gibt ein paar Life-Hacks zum Auseinanderbauen des Switch-Pro-Controllers, um im Steuerkreuz-Hohlraum einen wenige Streifen dicken Tesafilm zu platzieren, was das Digikreuz um Welten besser macht. Hab ich getan, seitdem ist das Steuerkreuz auch deutlich brauchbarer geworden und auch in Celeste nutzbar bei schwierigen Passagen^^.)
Gutes Steuerkreuz ist tatsächlich Pflicht bei Celeste^^.
Levi  schrieb am
Ich mag den Tastenblock sogar. Sie liegen nah genug beisammen und Eingaben sind sehr präzise... Auf jedenfalls besser als de meisten Steuerkreuze, die Nintendo so in den letzten Jahren auf die Welt los ließ.
schrieb am