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Oculus Rift S (Hardware) von Facebook
Auf Augenhöhe mit der Index?
Hardware
Entwickler: Oculus VR
Publisher: Facebook
Release:
21.05.2019
21.05.2019
21.05.2019
Spielinfo Bilder Videos
Die Valve Index genießt momentan die fast ungeteilte Aufmerksamkeit der VR-Gemeinde – doch wie schlägt sich eigentlich Oculus‘ Konkurrenz-Headset Rift S, das bekanntermaßen das gleiche bahnbrechende Inside-out-Tracking bietet wie das autarke Mobilsystem Oculus Quest? Im Test nehmen wir das einsteigerfreundliche und deutlich günstigere PC-Headset genauer unter die Lupe.

Starke Exklusivtitel

Besser spät als nie: Da mittlerweile doch noch ein Testmuster eingetrudelt ist, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, die seit dem 21. Mai erhältliche Hardware auch noch näher zu begutachten. Einen gewaltigen Vorteil besitzt die Rift-Plattform schließlich nach wie vor: Ähnlich wie Sony pumpt auch Oculus-Mutter Facebook größere Summen in exklusive Entwicklungen, so dass verhältnismäßig aufwändige Titel wie der actionreiche Agenten-Thriller Defector (zum Test) oder das kommende offene Action-Adventure Stormland möglich werden. Es handelt sich um ein klassisches verkabeltes Headset zum Betrieb am PC, dessen Kabel zudem mit rund fünf Metern ein wenig früher „an der Leine zerrt“ als bei der Index, wenn man dort den Connector mit der Dreierstrippe hinzurechnet.

Der günstige Preis von 449 Euro macht das Gerät für Einsteiger interessanter als die Valve Index mit ihren 539 bis 1079 Euro (je nach Bundle). Das gilt vor allem für Kunden, welche die für Vive und Index nötigen Basis-Stationen fürs Tracking noch nicht besitzen. Im Gegenzug wirkt die Verarbeitung aber auch etwas billiger: Vor allem der einfachere Schaumstoff am Gesichtspolster wirkt so, als könnte er nach ein paar Betriebsjahren abpulen (bislang hält aber alles einwandfrei). Allgemein ist der Tragekomfort weniger „luftig“ als bei der Index, so dass man bei sommerlichen Temperaturen etwas schneller ins Schwitzen gerät. Beim Sitz schneidet auch die schwere aber ideal ausbalancierte Vive Pro besser ab.

Etwas entspannter

Positiv zu bemerken ist aber, dass die Rift S mit ihrem schrägen „Kopfring“ das Gewicht deutlich besser verteilt als die alte Rift oder die sehr frontlastige Quest. Der Nacken bleibt also auch bei längeren VR-Sitzungen relativ entspannt. Ein klarer Nachteil sind die leisen, fast schon blechern plärrenden Schlitz-Kopfhörer: Sie können nicht ansatzweise mit den clever designten schwebenden Index-Hörern mithalten. Außerdem ist die Lärmbelästigung anderer Personen im Zimmer ähnlich hoch wie bei der Quest (und größer als bei der Index). Wir haben stattdessen schnell wieder einen Kopfhörer in den seitlichen Miniklinken-Anschluss (3,5 mm) gestöpselt.

Stormland verspricht umfangreiche Gleiter-Action in einer offenen Welt.
Das exklusive Stormland verspricht umfangreiche Gleiter-Action in einer offenen Welt.
Das Bild zieht mit der nur leicht erhöhten Auflösung von 1280 x 1440 Pixeln ebenfalls den Kürzeren. Die Index punktet dagegen mit 1440x1600 Bildpunkten. Eine noch höhere Pixelzahl pro Auge bieten die relativ exotischen Headsets HP Reverb (2160 x 2160 Pixel) und Pimax 5KX (2560 x 1440), die wir aber beide mangels Testmuster nicht vergleichen können. Positiv anzumerken ist, dass uns die God-rays (also weiße Schlieren bei starken Kontrasten) weiger unangenehm aufgefallen sind als bei der alten Rift oder der Index.

Schwacher Screen?

Ein Nachteil ist allerdings der Umstand, dass die schwarzen Umrandungen zwischen den einzelnen Bildpunkten deutlicher zu erkennen sind als anderswo. Das verwundert vor allem daher, weil diesmal LCD-Technik statt OLED wie im Vorgänger zum Einsatz kommt. Das Fliegengitter bleibt also etwas präsenter als bei der Premium-Konkurrenz oder der Quest.

Der an PSVR angelehnte Kopf-Ring macht das Tragen etwas bequemer als bei Rift oder Quest.
Der an PSVR angelehnte Kopf-Ring macht das Tragen etwas bequemer als bei Rift oder Quest.
Trotzdem bleiben die Augen nach langen Sessions aber auch hier deutlich entspannter als bei alten Headsets wie Rift, Vive und PSVR. Hinzu kommen typische LCD-Nachteile wie ein etwas schlechterer Schwarzwert und weniger kräftige Farben. Außerdem wirkt das Bild auf dem LCD der Index deutlich leuchtstärker als hier. Statt bis zu 144 Hertz wie bei der Index hat man die Refresh-Rate sogar gesenkt: Anstelle der 90 Hertz der alten Rift muss man mit nur 80 Hertz leben. Im Betrieb ist uns das zwar nicht wirklich negativ aufgefallen, schade ist es trotzdem. Schade auch, dass es keinen mechanischen Regler mehr für den Augenabstand gibt, da wie bei PSVR nur ein Screen verbaut wurde. So verschenkt man ggf. noch ein paar der ohnehin nicht allzu vielen Pixel.

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