Logik siegt über Historie
Bislang hat Paradox den schmalen Grat zwischen Authentizität und Spielbarkeit immer recht gut hinbekommen. Allen kann man es bekanntlich nicht recht machen, denn die Geschichtsfans wollen es möglichst genau, während die Entwickler eher den Spielinhalt im Blick haben. Bei Europa Universalis 4 (EU4) soll es daher deutlich mehr auf Plausibilität ankommen, was etwa historische Ereignisse anbetrifft. Diese kommen nämlich nur noch, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Eine Wirtschaftskrise taucht etwa nur noch auf, wenn das Land auch tatsächlich pleite ist. Das dürfte all die freuen, die um einen dynamischen Ablauf bemüht sind, wo nicht jede Partie gleich läuft.
Auf den König kommt es
Bislang galt auch für Europa Universalis: „Lass den König einen guten Mann sein.“ Denn es war ziemlich egal, wie fähig der Herrscher war. Nun soll gerade er den Unterschied machen, wie man weiter vorgeht. Ganz ähnlich lief das auch schon bei Crusader Kings 2, wo es auch auf den Fürsten ankam, weshalb alle einen kleinen Vorteil haben, die es schon gespielt haben. Sitzt ein geborener Militäranführer auf dem Thron, sollte man die Kriegstrommel schlagen, um sein Gebiet so zu vergrößern. Hat man einen Verhandlungsführer, sollte man sich aufs diplomatische Parkett wagen. Nicht nur die Allianzen sondern auch Welthandel und Verwaltung sollen komplett überarbeitet werden.
Ausblick
Einschätzung: sehr gut
- über 300 Jahre Spielzeit (ab ca. 1450 n.Chr.)
- 250 Länder spielbar
- mehr Freiheit bei Reichsbildung- dynamische historische Ereignisse für jede Nation
- Tausende historischer Persönlichkeiten
- Könige haben mehr Auswirkungen
- neues Verwaltungssystem
- neues Handelssystem
- tiefere diplomatische Möglichkeiten
- Multiplayer für bis zu 32 Spieler (auch kooperativ)
- detailreichere Kartenansicht