Die Hoffnung kehrt zurück
Beim Testen von Need for Speed: Undercover hatte ich meine Hoffnung in EAs Rennspiel-Serie eigentlich verloren! Die unterirdischen Framerate-Probleme auf den beiden großen Konsolen, billig wirkende Filmchen mit quasi nicht vorhandener Handlung
und eine leblose sowie unattraktive Stadt voller Pop-Ups markierten für mich den absoluten Tiefpunkt einer Franchise, die mir vor allem in den Neunzigern noch so viel Spaß am Fahren vermittelt hatte. Nach dem letzten Flop hatte ich mir so sehr einen Entwicklerwechsel samt einem neuen Konzept herbei gesehnt - jetzt ist beides da! Zwar springen nicht EAs Burnout-Macher von Criterion ein, doch sind bei Shift Leute am Werk, die bereits beim renommierten Entwicklern SimBin (GTR
, Race
) Erfahrungen im virtuellen Rasen sammeln konnten, jetzt als Slightly Mad Studios firmieren und ursprünglich aus der Modder-Szene stammen. Da ist es keine große Überraschung, dass man den Fokus von der reinrassigen Arcade-Raserei der letzten Jahre für Shift mehr in die Richtung einer anspruchsvolleren Simulation verlagert. Deshalb dürfte der jüngste Ableger ein Schock für all jene sein, die auch hier wie in den Vorgängern ein Fahren wie auf Schienen erwarten, und dabei mit der gewohnten Vollgas-Mentalität ganz schnell im Kiesbett landen. Die ersten Probefahrten zeigten jedenfalls schon deutlich, dass bei Shift das Gas- und Bremspedal mit sehr viel mehr Gefühl betätigt werden muss, um sich nicht plötzlich mit einem ausbrechenden Heck oder Untersteuern auseinandersetzen zu müssen. Zwar wirkte die Fahrphysik (noch) nicht so realistisch wie bei Hardcore-Simulationen im Stil von GTR oder rFactor
, doch wird der neu eingeschlagene Weg weg vom einfachen Arcade-Rasen und hin zum anspruchsvollen Fahren bereits sehr deutlich. Ich finde das klasse, doch die Arcade-Fraktion wird sicher fluchen, aber darf zumindest Fahrhilfen wie ABS und TCS dazu schalten.
Lizenzierte Pisten
Auch bei der Spielwelt wird man sich umstellen müssen: Genau wie schon bei Pro Street wird es auch bei Shift keine offene Stadt mehr geben - stattdessen heulen auf lizenzierten Pisten wie Brands Hatch oder abgesperrten Stadtkursen wie etwa in London die Motoren mit ihren herrlichen kernigen Klängen auf, an denen Sound-Fetischisten und Subwoofer ihre Freude haben werden. Ingesamt sollen etwa 16 Kurse den Weg ins Spiel finden. Auf direkte Nachfrage, ob auch die Nordschleife des Nürburgrings dazu zählen würde, bekam ich lediglich ein Grinsen und den Hinweis, dass man die traditionsreiche Strecke in der Eifel liebe und auch schon selbst durch die grüne Hölle gebrettert sei, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zu dem Thema sagen könne. Wie dem auch sei: Dadurch, dass sich hier alles um das legale Austragen von Rennen
dreht, werden auch die Hüter des Gesetzes und die damit verbundenen Verfolgungsjagden überflüssig. Das Tuning soll jedoch nach wie vor eine Rolle spielen, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es in einem ähnlichen Ausmaß betrieben wird wie in den Jahren zuvor. Stattdessen werden wohl die Wageneinstellungen in den Vordergrund rücken, mit denen man seinen fahrbaren Untersatz auf die jeweiligen Streckencharakteristiken abstimmt. Den letzten Schritt in Richtung Simulation will man aber nicht gehen: Nach langen Diskussionen im Team hat man sich gegen die Integration von Reifenverschleiß und Benzinverbrauch entschieden - entsprechend wird es auch keine Boxenstopps während der Rennen geben, in denen man sich mit über zehn KI-Gegnern Positionskämpfe liefert. Diese sollen alle über eine eigene Persönlichkeit verfügen und sich darüber hinaus Kollisionen mit dem Spieler merken. Deshalb sollte man es sich mit den anderen Teilnehmern im Feld nicht verscherzen, da sie nach einer Vorgeschichte gegenüber dem Spieler ebenfalls die Brechstange auspacken und entsprechend aggressiv zu Werke gehen können. Da Shift ein volles Schadensmodell bieten soll, bei dem es nicht nur zu Dellen und Kratzern im Lack kommt, sondern auch die Fahrphysik beeinflusst wird, kann ein Unfall fatal enden.
Beim Testen von Need for Speed: Undercover hatte ich meine Hoffnung in EAs Rennspiel-Serie eigentlich verloren! Die unterirdischen Framerate-Probleme auf den beiden großen Konsolen, billig wirkende Filmchen mit quasi nicht vorhandener Handlung
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| Neben lizenzierten Rennstrecken wie Brands Hatch rast man bei Shift auch durch Großstädte - so z.B. auch London. |
Lizenzierte Pisten
Auch bei der Spielwelt wird man sich umstellen müssen: Genau wie schon bei Pro Street wird es auch bei Shift keine offene Stadt mehr geben - stattdessen heulen auf lizenzierten Pisten wie Brands Hatch oder abgesperrten Stadtkursen wie etwa in London die Motoren mit ihren herrlichen kernigen Klängen auf, an denen Sound-Fetischisten und Subwoofer ihre Freude haben werden. Ingesamt sollen etwa 16 Kurse den Weg ins Spiel finden. Auf direkte Nachfrage, ob auch die Nordschleife des Nürburgrings dazu zählen würde, bekam ich lediglich ein Grinsen und den Hinweis, dass man die traditionsreiche Strecke in der Eifel liebe und auch schon selbst durch die grüne Hölle gebrettert sei, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zu dem Thema sagen könne. Wie dem auch sei: Dadurch, dass sich hier alles um das legale Austragen von Rennen
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| Die detaillierten Nachmodellierungen der Cockpits sind traumhaft! |









