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Constructor (Strategie) von System 3
Explosiver Kampf um Mieter und Bauplätze
Aufbau-Strategie
Entwickler: System 3
Publisher: System 3
Release:
26.05.2017
26.05.2017
Q2 2017
26.05.2017
Spielinfo Bilder Videos
Vor 20 Jahren hat Constructor erfolgreich versucht, Städtebau mit Echtzeitstrategie zu verbinden - und das nicht nur auf PC, sondern seinerzeit auch auf der Ur-PlayStation. Ende April kehrt der Klassiker in HD zurück, damals wie heute entwickelt von System 3. Executive Producer Mark Cale hat uns in der Redaktion besucht und eine fast fertige Version im Gepäck gehabt, anhand derer wir überprüfen konnten, wie sich der modernisierte Krieg um Bauplätze und die Vorherrschaft in der Stadt anfühlt.

Tatsächlich schon 20 Jahre?

Ist es wirklich schon so lange her? 20 Jahre? Muss wohl. Die Ära der PlayStation (1) ist schon lange vorbei. Und wenn man einen Blick auf die mittlerweile auch auf modernen PCs spielbare Ur-Version wirft, ist das Alter schon sehr deutlich: Grobe Pixel, rudimentäre Animationen. Doch das Konzept hat damals schon für gute Unterhaltung gesorgt – auch auf der Konsole, auf der ich meine ersten Schritte als Leiter einer Baufirma gemacht hatte, die mit allen Mitteln um die Vorherrschaft in einer fiktiven Stadt kämpft. Auf- und Ausbau von Mietwohnungen gehört ebenso zu den wirtschaftlichen Aspekten wie die Akquise neuer Baugebiete, die Sichtung potenzieller Mieter oder der Aufbau bzw. die Übernahme von Gebäuden, mit denen man den Wert der gegnerischen Bauten mindern kann. Und wenn alle Stricke reißen, kann man sowohl mit seinen Vorarbeitern als auch Gangstern und anderen zwielichtigen Gestalten sabotieren, angreifen und zerstören. Constructor hat seinerzeit eine interessante Brücke zwischen Elementen aus der Echtzeit- und Aufbaustrategie geschlagen - und dabei auch nicht mit Humor gegeizt.

Der Kampf um die Vormachtstellung in der Stadt ist mitunter unerbittlich... Hier wird so schnell keiner mehr wohnen wollen.
Der Kampf um die Vormachtstellung in der Stadt ist mitunter unerbittlich... Hier wird so schnell keiner mehr wohnen wollen.
An diesem Grundkonzept hält System 3 auch in der für moderne Konsolensysteme sowie PC erscheinenden HD-Neuauflage fest, die Ende April erscheinen soll. Zumindest ist dieser Termin für den Rechner, die PS4 und die Xbox One festgezurrt. Die Fassung für Switch wird aller Voraussicht nach später erscheinen, dafür aber auch im Vergleich zu den anderen Konsolen im Mobilbetrieb extensiv den Touchscreen als optionales Kontrollwerkzeug nutzen. Doch auch in der PS4-Version, die ich etwa eineinhalb Stunden spielen durfte, war die Controller-Steuerung nach kurzer Eingewöhnung kein Problem. Intuitiv würde ich die teilweise kontextsensitive Verarbeitung der Pad-Eingaben zwar nicht bezeichnen, doch die Logik mancher Kommandos ist nachvollziehbar und daher leicht zu erlernen. So war nach etwa 15 bis 20 Minuten das Aufrufen einzelner Mitarbeiter sowie die Verteilung von Aufgaben oder die Anzeige diverser Statistikbildschirme ebenso unproblematisch wie die Navigation innerhalb der recht großräumigen Stadt.

Gelungene Konsolenstrategie

Ich habe keinen Zweifel, dass das Konzept auf dem PC erneut funktionieren wird. Dort hat es seinen Ursprung, dort hat es sein Potenzial bereits vor 20 Jahren gezeigt und trotz des manchmal sehr britischen Humors bin ich sicher, dass die Fans nicht nur aus nostalgischen Gründen einen Abstecher in die modernisierten Bandenkriege unternehmen werden. Doch Strategie muss seit Jahren mit dem Stigma leben, dass dieses Genre auf Konsolen nur eingeschränkt funktioniert. Und das zu großen Teilen vollkommen zu Recht. Bis auf Overlord oder Pikmin gab es kein Strategiespiel, dass sich auf Konsolen besonders hervortun konnte, ohne an Tiefgang einzubüßen. Doch System 3 könnte mit seinen Kontroll-Optionen auf PS4 (und Xbox One) tatsächlich Schwung in die Sache bringen. Denn hier gibt es keine „abgeschwächte“ Version für Sofaspieler und es wurde auch nicht wie jüngst bei Halo Wars 2 ein durchaus funktionierendes, aber letztlich (auch mechanisch) reduziertes Konsolen-Schema auf den Rechner gebracht. Hier stand die PC-Version an erster Stelle und danach hat man sich Gedanken gemacht, wie man die üppigen Optionen und Auswahlbildschirme passend auf die Gamepads legen kann. Und das zumeist zufrieden stellend.

Die Kulisse orierntiert sich deutlich am Original.
Die Kulisse orierntiert sich deutlich am Original.
Trotz dieses Komforts wird man sich aber nicht auf die faule Haut legen können. Schon während des Tutorials wird man mit gegnerischen Bauarbeitern, Spionen oder sonstigem Gesindel konfrontiert, die den Aufbau des Bau-Imperiums aufhalten wollen. Sie vergraulen die Mieter oder sorgen dafür, dass deren Reproduktions-Zyklus aus dem Gleichgewicht gerät, so dass neben den Auswirkungen der natürlichen Alterung der Bevölkerungs- und damit Mieter- bzw.  Crewnachschub zusätzliche Probleme umschiffen muss. Um dem entgegen zu wirken, kann man seine Mietobjekte aufhübschen, nach und nach neue Gebäude wie z.B. Schulen oder Krankenhäuser freischalten und natürlich Gegenmaßnahmen ergreifen. Das können Wachhunde sein, die auf jedem Grundstück verteilt werden, man kann aber auch seine Gangster als Verteidungslinie aufbauen. Man hat sowohl im Aufbauteil als auch in der Strategie viele Optionen zur Verfügung, um seine Effektivität zu stärken und seine Gegner zu schwächen, wie mir Mark Cale nach der Hands-On-Phase mit einigen vorbereiteten Spielständen zeigte. Doch allen ist eines gemeinsam: Sie kosten Geld oder Personal-Ressourcen. Und wer sich zu viele Fehlinvestitionen erlaubt oder nicht auf feindliche Übernahmen reagiert, sieht schnell die Pleitegeier über seinem Haupt schweben und landet im schlimmsten Fall begleitet von fiesen Kommentaren in einem Mafia-Grab. Wenn alle Stricke reißen, kann und sollte man natürlich auch versuchen, die Fortschritte der CPU-gesteuerten Konkurrenz zu unterbinden oder im Online-Multiplayer die menschlichen Gegenspieler in Schach zu halten und ihre Produktionswege empfindlich zu stören. Bei der zur Verfügung stehenden Version waren allerdings noch keine Onlineduelle möglich, so dass erst der Test Ende April Aufschluss über das Potenzial geben wird.

Aufgehübschte Kulisse

Man muss auch die Bedürfnisse seiner Mieter zufriedenstellen.
Man muss auch die Bedürfnisse seiner Mieter zufriedenstellen.
Nicht nur bei der Mechanik schafft System 3 den Spagat zwischen Verfeinerungen des Originals und frischen Elementen. Auch die Kulisse baut letztlich auf die Mischung aus Modernisierung und  Wiedererkennungswert. Die isometrische Perspektive wird beibehalten, profitiert aber von einer komfortablen Zoom-Funktion. Die Animationsbibliothek der Schergen oder der auf- und abgebauten Gerüste in der Stadtübersicht scheint ebenfalls auf dem alten Fundament zu fußen, wurde aber erweitert, während die CG-Zwischenbildschirme mit ihren skurrilen Figuren komplett überarbeitet und erneuert wurden, dabei aber immer noch den groben Charme des 20 Jahre alten Ur-Constructor wiedergeben. Allerdings wirkt durch die Anspielungen auf damals auch nicht alles zeitgemäß – was aber letztlich keine Rolle spielen dürfte, wenn es unter dem Strich keine Performanceeinbußen gibt. Doch die Antwort darauf werden wir erst in der Testphase finden, wenn die Karten bis zum Exzess zugebaut werden und sich die Schlägertrupps der einzelnen Baufirmen gleich dutzendweise verprügeln.
 

AUSBLICK



So lasse ich mir Modernisierungen von Klassikern gefallen - wobei es sicherlich hilfreich ist, dass nicht nur Mark Cale wie damals als Executive Producer mit von der Partie ist, sondern viele im Team am Original mitgearbeitet haben. Die Mischung aus anarchischem Städtebau und beinahe klassischer Echtzeitstrategie ist heute immer noch so reizvoll wie vor 20 Jahren und hinterlässt nach gut zwei Stunden den Eindruck, dass System 3 den Spagat zwischen dem Geist des Originals sowie moderner Mechanik und Benutzerführung bewältigt. Die Kulisse bleibt für meinen Geschmack manchmal zu sehr dem Original verhaftet und wirkt dadurch nicht immer zeitgemäß, hat aber dadurch einen ganz eigenen Charme. Viel wichtiger ist jedoch, dass System 3 es geschafft hat, eine eigentlich auf den PC zugeschnittene Steuerung auf das Konsolenpad zu bringen, ohne Zugeständnisse an Tiefgang oder strategischen Anspruch machen zu müssen. Man muss sich zwar etwas einarbeiten, doch mit Hilfe des sehr umfangreichen Tutorials kommt man recht schnell damit zurecht. Ob die Auseinandersetzungen beim Kampf um Stadtteile, Mieter und letztlich das dickste Bankkonto auch langfristig überzeugen können, werden wir im Test klären. Ein gelungenes Fundament haben die kriminellen Bauarbeiter aufgezogen.

Einschätzung: gut

Constructor
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Kommentare

Kuttelfisch schrieb am
Wenn die ergänzende Touch-Steuerung gut funktioniert würde mich die Switch Version reizen... Bin meistens zu faul extra den Monitor aus dem Schrank zu holen um diese Games am PC zu zocken....und wenn ich es tue dann Lande ich doch nur bei Heroes, Civilisation oder Dawn of War xD
Aber mit Tablet + Controller Interface auf der Couch... könnte mich reizen ^^
ronny_83 schrieb am
Freu mich ein wenig auf den Titel. Ich hol ihn mir bestimmt für die Switch. War meine erste Aufbausim, damals auf PS1. Hat Spaß gemacht und war witzig. Hoffe, dass die HD-Auflage gut umgesetzt wird.
rhymee schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
27.03.2017 13:27
Zelda werde ich bis dahin garantiert nicht fertig haben, ebenso wenig wie LEGO City, welches bald kommt.
Mario Kart 8 kommt Ende April und Splatoon 2 ist vielleicht nicht mehr weit weg.
Hehe - da macht sich bei mir wohl bemerkbar, dass ich zu den 10% gehöre, die sich Zelda nicht zur Switch gekauft haben :wink: Da wart ich mal bis Herbst oder so. Vorher komme ich eh nicht dazu. Aktuell gibt´s bei mir halt nur Bomberman und FAST. Snipperclips hab ich mit meiner Freundin (leider viel zu schnell) schon durch. Mario Kart wird ein Pflichtkauf - und wer weiß, wann die Switch-Version von Constructor überhaupt fertig ist...wenn alles gut geht, dürfte das dann mein Pflichtkauf für Mai werden :)
casanoffi schrieb am
rhymee hat geschrieben: ?
27.03.2017 11:05
Ich hol´s mir auf jeden Fall für die Switch. Is ja so schon schwer genug, da aktuell die Spielebibliothek sinnvoll zu erweitern :mrgreen:
Ende April sieht das aber schon wieder anders aus :D
Wenn es jetzt erscheinen würde, wäre der Kauf sicher - aber Ende April?
Zelda werde ich bis dahin garantiert nicht fertig haben, ebenso wenig wie LEGO City, welches bald kommt.
Mario Kart 8 kommt Ende April und Splatoon 2 ist vielleicht nicht mehr weit weg.
rhymee schrieb am
Ich hol´s mir auf jeden Fall für die Switch. Is ja so schon schwer genug, da aktuell die Spielebibliothek sinnvoll zu erweitern :mrgreen:
schrieb am

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