Metro 2033 - Vorschau, Shooter, PC, Xbox 360 - 4Players.de

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Science Fiction-Shooter
Entwickler: 4A Games
Publisher: THQ
Release:
03.12.2010
16.03.2010
Spielinfo Bilder Videos
Als wir Metro 2033 erstmals spielen durften, konnten wir zwar das originalgetreue Ambiente in Moskaus unterirdischen Tunneln genießen - die Romanvorlage spielt immerhin zu großen Teilen in den Schächten eines weitläufigen Kanalsystems. Doch wo das Buch eine düstere postnukleare Zukunft beschreibt, auf deren Oberwelt sich bissige Mutanten in den vereisten Ruinen der ehemaligen Prachtstadt breit machen, konnte die Umsetzung weder erzählerisch noch spielerisch die versprochenen Parallelen zu BioShock oder Call of Duty vorweisen...

Zu den letzten Lebenden

Noch einmal steige ich in die Schächte der ausrangierten U-Bahn hinab. Warum? Weil nur wenige Menschen die atomare Katastrophe überleben konnten. Neben dem Nahverkehr führen in Moskau nämlich heute noch atomare Schutzräume unter der Erde entlang. Und sowohl in diesen als auch in den Resten des Metro-Systems haben sich die Menschen in Gluchowski finsterem Jahrgang 2033 niedergelassen. Provisorische Spanholzplatten und Wellblech trennen ihre kleinen Behausungen voneinander ab, Gaslampen erhellen zumindest einige der dunklen Ecken. Alte Schallplatten untermalen die gedämpften Unterhaltungen, schwere Stahlträger pferchen die notdürftig ausgestatteten Menschen in engen Gängen zusammen. Drei Meter breite Marktplätze sind räumlicher Luxus.

Aber das ist nur der erzählerische Hintergrund; dass ich mich erneut unter Tage begebe, hat noch einen anderen Grund: Wir konnten eine fortgeschrittene Version des Titels spielen. Denn die zuerst gezeigte Fassung hatte mehr als nur Feinschliff nötig, wenn aus dem atmosphärischen Underdog ein Blockbuster werden sollte.


Video. Spannende erzählerische Momente wechseln sich mit Stealth-Action und bleihaltigen Schusswechseln ab - leider stößt Metro 2033 in den Letzteren oft an technische Grenzen.
Natürlich versprach THQ, dass die Entwickler noch mit allen Kräften an Metro 2033 schrauben würden. Und tatsächlich hat 4A Games inzwischen viele Schwachstellen ausgemerzt!

Der Klang der Wehmut

Das Erkunden der ehemaligen U-Bahn-Stationen ist jetzt z.B. deutlich stimmungsvoller - nicht nur, weil die Bewohner teils hitzige, teils gefühlvolle Unterhaltungen führen. Das gab es schon in der früher vorgestellten Version. Sie stehen jetzt aber nicht mehr nahezu stumm am Fleck, da einige von ihnen immer wieder mal einen Kommentar abgeben. Zwar schwanken die Akteure nach Ablauf ihres Textes nur noch am Fleck, während sich kaum einer mal von der Stelle bewegt, aber alles in allem vermitteln die Behausungen eine sehr gelungene Stimmung zwischen Verzweiflung und Alltag.

Enorm wichtig sind auch neu hinzugekommene Szenen, in denen spielerisch kaum etwas passiert, die die erzählerische Klasse des Abenteuers aber spürbar steigern. So beginnt Metro angenehm langsam. Klar: Da ist zunächst ein martialischer Einstieg, in dem ich die Steuerung kennenlerne und anschließend acht Tage zurückversetzt werde. Was geschah in diesen acht Tagen? Wer ist der 20-järhige Artjom, in dessen Haut ich stecke? Wie wurde der junge Mann, der die Welt vor dem Atomkrieg nur von alten Fotos kennt, Teil der Ereignisse um die so genannten Schwarzen - eine unheimliche Rasse, deren mystische Fähigkeiten denen von Außerirdischen zu gleichen scheinen?

Wenn sich Artjom aufmacht, um eine der Metro-Stationen vor den Schwarzen zu warnen, lässt sich 4A Zeit, Charaktere vorzustellen und den roten Faden aufzurollen. Dass sie es ausschließlich aus der Ich-Perspektive tun, lässt mich zu einem Teil der Geschichte werden. Auch actionreiche Momente werde so inszeniert; hin und wieder kann ich ein Monster dabei nur abschütteln, wenn ich schnell auf die angezeigte Taste hämmere. Dass Figuren und Kulissen detailliert gezeichnet und vor allem stimmungsvoll ausgeleuchtet wurden, macht Gluchowskis Vision außerdem sehr greifbar, traurige Gitarren und melancholische Violinen hauchen ihr Leben ein - die russische Wehmut ist
Atmosphärische Tunnel: Die Schauplätze wurden nicht nur aufwändig gestaltet, sondern auch sehr stimmungsvoll ausgeleuchtet.
allgegenwärtig.

Viel Lärm...

Aber auch, wenn die leisen Töne verstummen und Artjom und seine Begleiter auf Monster oder gar menschliche Banditen treffen, lässt mich Metro nicht auf einmal plump Monstermassen entsorgen! Das heißt... gelegentlich tut es leider doch. Es gab Momente, da stürmten mal fünf, manchmal auch mehr Wolf-ähnliche Bestien auf mich zu - wie auf Schienen "gleiten" die Mutanten heran, fügen mir selbst durch die eine oder andere Mauer Schaden zu oder bauen sich direkt vor mir zu einem "bärischen" Brustklopfer auf, bevor sie mich endlich zu attackieren gedenken. Nicht zuletzt scheinen die Tiere auch oft durch mich hindurch zu schweben, wenn nicht gerade die Mittelachsen unserer digitalen Körper aufeinander trafen. Weil sich die Mutanten so unnatürlich bewegen, geraten solche Gefechte leider sehr unübersichtlich. Nein, die Action gegen die Tierwelt hat 4A noch nicht im Griff.

Es ist zudem klasse, dass ich an der Oberfläche den Luftvorrat meiner beklemmenden Atemmaske im Auge behalten muss und zusehen kann, wie die Magazine meines provisorischen MGs der Marke Eigenbau leer geschossen werden. Ich kann sogar den Munitionstyp wechseln - hier kommt Taktik ins Spiel. Zumal es die seltene Munition nur zu horrenden Preisen gibt. Mir fehlt aber immer noch die Möglichkeit, mich mit einem schnellen Nahkampf-Hieb gegen die Biester zu wehren. Nur bei einem bestimmten Gewehr durfte ich mit dem Schaft Hiebe verteilen. Doch daran dürften die Entwickler noch arbeiten. Gut möglich, dass man im fertigen Spiel per Knopfdruck schnell zwischen Messer und gewählter Waffe hin- und herschalten kann... Der Nahkampf sollte davon profitieren!

     

Kommentare

muecke-the-lietz schrieb am
Dito
Ich fand das Spiel eigentlich ganz gut. Nur dieses ständige Trial and Error fand ich sehr nervig. Auch, dass es als "Bestrafung" immer nur den Tod gibt, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Ich meine, eigentlich stirbt man die ganze Zeit, ständig. Du willst einen anderen Weg gehen - tot. Du willst mal die Aussicht genießen - tot. Du verpasst ein gescriptetes Ereignis - tot. Ist zwar alles halb so schlimm, aber nervt schon irgendwie.
Ansonsten recht spannender Gruselshooter mit stellenweise extrem dichter Atmosphäre und toller, interessanter Geschichte.
Von der taktischen Note, Munitionsbegrenzung und wenig Währung habe ich allerdings nichts mitbekommen. Ehrlich gesagt war ich immer bis an die Zähne bewaffnet und ausgerüstet und hatte zum Schluss Geld wie Heu. Nur die Atemmasken und Luftvorräte sind manchmal knapp geworden. Ach übrigens - die Gasmaske geht manchmal unvorhergesehen kaputt und man stirbt ziemlich schnell - aber sonst ist eigentlich alles immer heil geblieben.
Das Schleichen klappte leider auch nicht immer so gut wie es sollte, aber wenn, war es geil.
Der Schluss ist echt fett und generell wird es spannend erzählt. Man kann es auf jeden Fall einmal durchspielen.
panikdaemontool schrieb am
Also hatte das Spiel ausgeliehen.
Spieldauer ist wirklich sehr kurz, der Einstieg ist etwas zäh, aber das Ende ist Hammer ;-)
Deamon_Hunter schrieb am
Metro 2033 habe ich zunächst nicht gekannt und dann bin ich zufällig über ein Trailer gestäupert und muss sagen das game wird richtig geil. Irgendwie erinnert mich das Game an STALKER.^^
Revolvermann schrieb am
In der aktuellen Gamestar ist jetzt der Test drin.
Ist ganz ordentlich ausgefallen. Aber nur 7 Stunden Spielzeit.
KingDingeLing87 schrieb am
Hört sich doch schonmnal ganz ok an.
Mal auf den Test warten. :wink:
Das Setting und das ganze gefällt mir persönlich schon ganz gut. :D
schrieb am

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