The Long Journey Home - Test, Simulation, PC - 4Players.de

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The Long Journey Home (Simulation) von Daedalic
Erbarmungsloser Überlebenskampf im All
Simulation
Publisher: Daedalic
Release:
30.05.2017
30.05.2017
30.05.2017
kein Termin
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Nach No Man’s Sky versucht sich auch Daedalic am Thema der Weltraumerkundung. Der PC-Titel The Long Journey Home will in seinem Abenteuer rund um einen misslungenen Sprung durchs All die Erzählung in den Vordergrund stellen und fällt im Test vor allem durch einen unerbittlichen Schwierigkeitsgrad auf.



Harte Sitten

Das All ist nicht nur verdammt weit, sondern auch verdammt brutal und unbarmherzig. Andres Suika (ehemals Blue Byte) hat nicht gelogen, als er auf Preview-Events erklärte, der Mensch sei in seinem Spiel The Long Journey Home nur ein kleines Licht. Ein im großen Kontext unbedeutender Störenfried, welcher sich viel zu viel auf die Technik seiner „Schrottschiffe“ einbildet. Ein Wesen, das von den Aliens am anderen Ende der Galaxis bestenfalls als Handlanger eingespannt wird oder an einem Hässlichkeitswettbewerb teilnehmen darf. Das Spiel gibt einem das Ausmaß der eigenen Unwichtigkeit von Anfang an zu verstehen, wenn man mit seinem ohnehin schon angeschlagenen Raumkreuzer ständig vom patrouillierenden Zoll diverser Völker gefilzt wird.

..und jetzt mit Schwung...
Und jetzt mit Schwung...
Oder man wird ohne Umschweife in Stücke geschossen, weil das Gegenüber zu einem Volk gehört, das den Smalltalk verabscheut und man einen Dialogsatz zu viel abgespult hat. Klar – manchmal gelingt die Flucht oder man gewinnt sogar den kurzen Kampf aus der Draufsicht. Danach darf man sich aber meist mit ziemlich schwerwiegenden oder teuren Schäden herumärgern, die ohne Raumhafen in der Nähe schnell den Erstickungstod im All nach sich ziehen.

Nicht gerade zielsicher

Eigentlich hatte die Crew der ISS Olysses (oder einer der zwei anderen zu Beginn wählbaren Schiffe) nicht das geringste Interesse daran, in solch unwirtliche Gegenden vorzudringen. Ursprünglich war lediglich ein publikumsträchtiger PR-Jungfernflug in den angrenzenden Raum geplant, um den vom „Wissenschaftler“ Nikolay Lebedev entwickelten Sprung-Drive zu testen. Aus diesem Grund darf man zu Beginn sogar eine junge Bloggerin ohne große Qualifikation an Bord nehmen, wenn man die vierköpfige Crew, eines von drei Schiffen und drei Landefähren aussucht. Details wie Hüllenstärke oder Sprungreichweite unterscheiden sich erfreulich stark, so dass es durchaus sinnvoll ist, beim zweiten oder dritten Anlauf mal ein anderes Schiff auszuprobieren. Theoretisch nimmt eine Reise zurück zur Erde nur rund sechs bis acht Spielstunden in Anspruch. Ich vermute aber, ich bin nicht der einzige, der mehrere Versuche brauchte, um sich jedes Mal mit einer geschickteren Strategie ein paar Systeme weiter voran zu arbeiten.

Die lebensfeindlichen Planeten setzen der Landefähre oft ganz schön zu.
Die lebensfeindlichen Planeten setzen der Landefähre oft ganz schön zu.
Passend zu den Anleihen ans Rogue-like-Genre werden manche Elemente prozedural generiert: Wer eine zu Beginn eingegebene Zeichenfolge wie z.B. ein Wort mit Freunden tauscht, kann mit der gleichen Ausgangslage starten. Die Dialoge mit Aliens variieren von Spiel zu Spiel, aber die Hintergrundgeschichte der Rassen bleibt immer konsistent. Quests oder Reaktionen können sich verändern, aber die Grundeinstellung und Persönlichkeiten bleiben erhalten. Auch die Charakterzüge der vom Spieler zusammengestellten Crew kann deutliche Vor- oder Nachteile mit sich bringen. Der Zufall spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle: Findet man z.B. eine rätselhafte Maschine und hat einen fähigen Techniker an Bord, kann sie sich durchaus als Sammlung von Nano-Robotern herausstellen, welche mit Hilfe von etwas Sprit automatisch große Schäden beseitigt. Oder ein Biologe extrahiert eine heilende Substanz aus einer exotischen Pflanze, welche Verbrennungen oder andere Wehwehchen der Crew lindert.

 

Kommentare

nawarI schrieb am
ich werds mir in naher Zukunft mal besorgen. Andere Seiten sind der Meinung die Knappheit an Rohstoffen und der hohe Schwierigkeitsgrad machen das Spiel gerade erst interessant, dass man halt wirklich ein paar Anläufe braucht, um das Ziel zu erreichen.
Gamestar hat auf ihrer Seite noch ne kleine Hilfe angeboten:
Mit dem Code GAMESTAR gibt es ein einigermaßen freundliches Universum mit schwerem Finale, mit EASYMODE wirds noch einfacher und mit JEAN LUC wirds richtig hart. Hier mal die Beschreibung:
SpoilerShow
Viel Glück! Mit dem Code GAMESTAR bekommen Sie ein ausgewogenes, friedlicheres Universum.
Der GameStar-Seed
Weil The Long Journey Home vor jeder Partie sozusagen neu zusammengewürfelt wird (Stichwort prozedurale Generierung) landen Sie mit etwas Pech in einem Universum, das für Einsteiger noch zu schwer ist. Daher haben wir Creative Director Andreas Suika gebeten, für unsere Leser ein besonderes Universum zusammenzustellen. Das GameStar-All können Sie beim Start einer neuen Partie unter dem Menüpunkt Seed mit dem »Passwort« GAMESTAR generieren (siehe Screenshot).
Dann begegnen Sie ausschließlich freundlichen Aliens, haben aber ein schwieriges Finale vor sich. Sie wollen es noch einfacher? Mit dem Code EASYMODE sind die Aliens ebenfalls freundlich, und wenn Sie sich bei der Rückkehr zur Erde im unteren Kartenbereich halten und bei Sprüngen bevorzugt nach rechts hüpfen, ist das Finale einfacher. Das ist Ihnen alles zu luschig? Okay, dann schreiben Sie doch den Code JEAN LUC auf den Schirm (sic!), denn dann wird's extra lang und gefährlich. Viel Glück!
DonDonat schrieb am
Hatte mir aus Interesse (weil Deadalic und kein Point'n'Click) schon mal etwas Gameplay angeschaut und obwohl mich das Ganze durchaus interessiert, hab ich das Gefühl der veranschlagte Preis ist etwas zu hoch...
schrieb am

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