Mittelerde: Schatten des Krieges - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Mittelerde: Schatten des Krieges (Action) von WB Games
Der Feind in der eigenen Festung
Action-Adventure
Publisher: WB Games
Release:
10.10.2017
10.10.2017
10.10.2017
Spielinfo Bilder Videos

Vor etwa drei Jahren hat Monolith (F.E.A.R., Shogo) mit Mittelerde: Mordors Schatten einen unterhaltsamen sowie erzählerisch einzigartigen Abstecher in die Welt von Gandalf, Frodo und Sauron abgeliefert. Mit dem so genannten „Nemesis“-System als Grundlage wurden spannende sowie für jeden Spieler unterschiedliche Konflikte und Situationen inszeniert. Mit der Fortsetzung möchte man in jeder Hinsicht eine Schippe drauflegen. Doch die Diskussion um die spielerischen Inhalte wird durch die um Mikrotransaktionen getrübt, auf die wir natürlich auch im Test eingehen.



Mein Nemesis macht mich fertig

Vielleicht hätte ich beim Start doch nicht "Nemesis", den höchsten der drei angebotenen Schwierigkeitsgrade, wählen sollen. Doch zum einen habe ich noch den Vorgänger in Erinnerung, der nach dem Erwerb bestimmter Fähigkeiten zu leicht wurde. Und zum anderen sagt mir Mittelerde: Schatten des Krieges bei der Auswahl, das erst unter "Nemesis" sämtliche Auswirkungen des gleichnamigen Systems zu spüren sind. Und genau darum geht es mir ja in erster Linie. Wenn ich allerdings geahnt hätte, dass die Gegnermassen jetzt deutlich radikaler nach dem Leben des Rangers Talion trachten und die Erweiterungen des Nemesis-Systems derart starke Folgen nach sich ziehen, hätte ich mich vermutlich anders entschieden. Sicher: Theoretisch hätte ich jederzeit im Optionsmenü umschalten können. Doch Spielerstolz ist schon eine vermaledeite Motivation, für die ich auch die einen oder andere halbe Stunde mit Grind auf mich nehme, um einen Level aufsteigen oder bessere Ausrüstung einheimsen zu können.

Schatten des Krieges baut in vielerlei Hinsicht auf dem guten Vorgänger auf, bietet bei allen Verbesserungen aber auch noch Bereiche, in denen man stillsteht - wie z.B. das KI-Verhalten.
Schatten des Krieges baut in vielerlei Hinsicht (v. a. beim Nemesis-System) auf dem guten Vorgänger auf, bietet bei allen Verbesserungen aber auch noch Bereiche, in denen man stillsteht - wie z.B. das KI-Verhalten.

Wer bei "Nemesis"-System verständnislos mit dem Kopf schüttelt und nur Bahnhof versteht: Mit diesem System werden die Gegner und vor allem die Offiziere der aus Trollen sowie Uruks bestehenden Armeen per Zufall zusammengesetzt. Sie werden mit Stärken und Schwächen versehen, mit Wünschen und Bedürfnissen ausgestattet, untereinander mit Sym- oder Antipathien versehen und dann in der Welt auf den Spieler sowie sich selbst losgelassen. Das Ergebnis war im Vorgänger ein interessanter Einblick in die Gesellschaft der Orks in Mittelerde sowie gleichzeitig eine spannende Herausforderung, da man nie sicher sein konnte, welche Intrigen im Hintergrund ablaufen und sich natürlich im unpassendsten Moment zeigen. Die von Orks dominierte Welt Mordors wirkte authentisch und weitgehend lebendig – was allerdings auch nicht helfen konnte, eine gewisse Redundanz zu verhindern, die sich ab der Spielmitte bemerkbar machte. Die zeigt sich hier nicht mehr so stark, obwohl man sich inhaltlich gar nicht so viel weiter entwickelt hat. Doch eins nach dem anderen.

Ringschmied in Not

Musterbild: Wird noch ausgetauscht
Die neuen Festungseroberungen bzw. -Verteidigungen sind interessant, werden aber im letzten der vier Akte überstrapaziert.

Denn vor allem erzählerisch hat Schatten des Krieges zugelegt. Mitunter verlaufen einige Fäden zwar im von dunklem Orkblut getränkten Sand, während das Hauptthema direkter bzw. stringenter inszeniert sein könnte. Doch die verschiedenen Aspekte der Geschichte werden ordentlich unter einen Hut gebracht. Auf der einen Seite haben wir den Versuch Celebrimbors, Sauron mit einem neuen „einen Ring“ ein Schnippchen zu schlagen, was Saurons ehemalige Vertraute Kankra (die auch in einer menschlichen Form auftauchenden Spinnenmutter) auf den Plan ruft, die den Ring erst für sich beansprucht (im Gegenzug tötet sie Celebrimbor nicht), dann aber schließlich doch ihr Schicksal und das Mittelerdes in die Hände des ungleichen Duos legt. Direkt damit verbunden ist der Angriff des Hexenkönigs auf die Festung von Minas Ithil, um an das so genannte Palantir zu gelangen, ein Artefakt, dem auch Talion und Celebrimbor hinterher jagen. Dementsprechend wird man immer wieder Missionen erleben, die mit dem Hexenkönig und den Nazguls zu tun haben und bei denen man von Eltariel (der Klinge Galadriels, einer Assassinin) unterstützt wird. Zusätzlich ist man damit beschäftigt, dem Naturgeist Carnan zu helfen und kämpft hier u.a. in mehreren Etappen gegen einen ausgewachsenen Balrog. Man kann Artefakte finden, über die man mehr über die Geschichte der vier bzw. fünf umfangreichen Gebiete erfährt, in denen man sich herumtreibt. Es gibt elfische Schriftzeichen, die man entdecken kann und von denen man jeweils sechs benötigt, um eine geheime Tür zu öffnen, hinter der sich besondere Ausrüstung verbirgt. Man kann Ereignisse aus Celebrimbors Vergangenheit nachspielen, die einen mit den wesentlichen Mechaniken oder Spezialfähigkeiten fordern und einen mit Mirian (der Währung im Spiel), Edelsteinen oder Fähigkeitenpunkten belohnen.



Kommentare

Seitenwerk schrieb am
sourcOr hat geschrieben: ?
14.10.2017 14:33
Erstarrung hat geschrieben: ?
14.10.2017 06:30
Und jetzt stell Dir vor, die Entwickler nehmen jetzt dieses Spiel und bauen - sagen wir mal direkt vor dem Finale - einen ewig langen und für das eigentliche Spiel belanglosen Grind ein, der vor allem langweilig ist und sich ewig in die Länge zieht - na, wieviele Leute würden sich wohl jetzt Lootboxen kaufen, um den Grind zu verkürzen? Mehr oder weniger als beim obigen Spiel?
Da es sich hier um Endgame Content nach der Story handelt (dem "true ending", ist das überhaupt nichts ungewöhnliches. Es ist auch nur ne Cutscene, also könnt man sich das alles (wenns wirklich so furchtbar ist) auch einfach sparen und das Ende auf Youtube oder so schauen.
Exakt!! Und nun nehme man mal irgendein x beliebiges RPG oder auch oft anderes Games der letzten Jahre bis Jahrzente und stelle fest das auch diese alle oft mega Grind beinhaltet haben (besonders wenn man wie hier, nach dem Story Ende noch irgendwelche besondern Endgame Inhalte haben wollte). Man denke zb in den großen FF Titeln an das Endgame nach der Story, die speziellen Endbosse etc, für die man oft viele vieeeele Stunden gegrinded hat damit man da weiter kam. Oder irgendwelche speziel Endings die man nur erhalten hat, wenn man 100% in diversen Spielen erreicht hat und so weiter.
Mega Grind, besonders für erweitere Enden, oder Endgames nach der Story...
sourcOr schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?
15.10.2017 19:41
sourcOr hat geschrieben: ?
14.10.2017 14:33
Da es sich hier um Endgame Content nach der Story handelt (dem "true ending", ist das überhaupt nichts ungewöhnliches. Es ist auch nur ne Cutscene, also könnt man sich das alles (wenns wirklich so furchtbar ist) auch einfach sparen und das Ende auf Youtube oder so schauen.
Aber die MTAs dienen ja nicht nur der Story, oder nicht ?
Wenn ich richtig informiert bin, besitzt das Spiel eine Multiplayer-Komponente, in welcher man seine Festungen oder was auch immer gegen andere Spieler verteidigen kann, insgesamt gibt es zwei Modi, ranked und unranked und im ranked können einem die Orks, welche man rekrutiert, dauerhaft wegsterben, sodass man sich diese neu besorgen muss, sofern das überhaupt möglich ist.
Das finde ich in Bezug auf die MTAs dann schon wieder gefährlich.
Wenns wie bei MGSV abläuft, würden die Leute sich wieder nur grundlos in die Hose machen.
Bachstail schrieb am
sourcOr hat geschrieben: ?
14.10.2017 14:33
Da es sich hier um Endgame Content nach der Story handelt (dem "true ending", ist das überhaupt nichts ungewöhnliches. Es ist auch nur ne Cutscene, also könnt man sich das alles (wenns wirklich so furchtbar ist) auch einfach sparen und das Ende auf Youtube oder so schauen.
Aber die MTAs dienen ja nicht nur der Story, oder nicht ?
Wenn ich richtig informiert bin, besitzt das Spiel eine Multiplayer-Komponente, in welcher man seine Festungen oder was auch immer gegen andere Spieler verteidigen kann, insgesamt gibt es zwei Modi, ranked und unranked und im ranked können einem die Orks, welche man rekrutiert, dauerhaft wegsterben, sodass man sich diese neu besorgen muss, sofern das überhaupt möglich ist.
Das finde ich in Bezug auf die MTAs dann schon wieder gefährlich.
ddd1308 schrieb am
Ryo Hazuki hat geschrieben: ?
15.10.2017 17:59
Mir gefällt es bis jetzt richtig gut. Habe eben Akt 1 abgeschlossen, sehr gut. Ich kann verstehen das einige Pipi in den Augen haben wegen der Mikrotransaktionen aber dafür wurden ja Taschentücher erfunden oder Internetforen ;-)
Viel Spaß, jetzt geht es erst richtig los ;)
sourcOr schrieb am
masterofmuppets hat geschrieben: ?
15.10.2017 10:02
sourcOr hat geschrieben: ?
14.10.2017 17:42
4lpak4 hat geschrieben: ?
14.10.2017 15:59

Man könnte sich auch gleich die 60 Euro ganz sparen und das ganze Spiel als LP auf Youtube angucken :roll:
Wenn man keinen Bock auf das Spiel hat, warum net?
Es geht um den "Grind" um eine Cutscene zu sehen. Entweder das ist es einem wert, vllt sogar weil es Spaß macht, oder man lässt es halt bleiben.
Das weisst du als aufgekläter Leser.
Ich wusste nicht dass da quasi nichts mehr passiert. Und ganz viele andere Spieler bestimmt auch.
Ich möchte eigentlich schon alles sehen was mein teuer erkauftes Spiel mir zu bieten hat.
Und dann eben NICHT dafür zahlen müssen es NICHT zu spielen.
Wenn nun aber das Spiel aus Profitmaximierungsgründen dahingehend getweakt wurde dass ich das Gefühl bekomme so eine Geschäftspraxis doch zu unterstützen? Dann macht mir das Ganze nicht mehr so viel Spaß.
Wohl gemerkt Geld dafür zu zahlen um mein Spiel...
schrieb am

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