Final Fantasy 15: Episode Gladiolus - Test - 4Players.de

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Final Fantasy 15: Episode Gladiolus () von Square Enix
Belanglose Selbstfindung
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
Release:
28.03.2017
28.03.2017
Spielinfo Bilder Videos
Was hat Gladiolus, der stoische Leibwächter von Prinz Noctis, eigentlich gemacht, als er für ein paar Szenen verschwunden war? Dieser Frage geht das erste Add-On zu Final Fantasy 15 nach, das man abseits des Season Pass für etwa fünf Euro bekommt. Wir sind mit der "Episode Gladiolus" erneut ins Königreich Lucis gereist – mehr dazu im Test.

Die Zeit nach Ravus

Da die Geschehnisse dieserEpisode parallel zu Ereignissen das Hauptspiels ablaufen und auch in einer Flashback-Sequenz kurz darauf Bezug genommen wird, sollte man Final Fantasy 15 bereits gespielt haben. Zumindest bis zu der Sequenz, als Noctis mit seinen Freunden gegen Ravus kämpft und Gladiolus danach erst einmal eine Selbstfindungsreise antritt. Denn genau die wird in diesem Add-On thematisiert. Doch auch, wenn man gerade erst anfängt oder noch nicht an dieser Stelle angelangt ist, kann man sich mit Gladio auf die Suche nach seinem Schicksal machen – und wird abseits der sehr kurz eingeschnittenen Rückblick-Sequenz auch nicht gespoilert. Die Episode wird separat gestartet, legt eigene Speicherstände an und ist nur über den erzählerischen Zusammenhang und den Epilog bzw. Prolog verbunden, bei dem Gladiolus mit Noctis, Prompto und Ignis am Lagerfeuer sitzt und von seinen Erlebnissen erzählt.

In der Episode Gladiolus feiert auch Gilgamesh seine Rückkehr.
In der Episode Gladiolus feiert auch Gilgamesh seine Rückkehr.
Die hat er übrigens mit Marshall Cor erlebt, der Veteranen ebenfalls bekannt vorkommen könnte. Denn er befindet sich quasi auf einer Pilgerfahrt, um seinen Wert als Kämpfer im Allgemeinen und ganz speziell seine Aufgabe als Leibwache des Königs zu evaluieren. Zu diesem Zweck begibt er sich auf den Weg durch ein mit Herausforderungsgrotten gespicktes Höhlenlabyrinth. Am Ende dieser gefährlichen Reise muss er sich dem Jahrhunderte alten Gilgamesh stellen und in einem Kampf um Leben und Tod beweisen, dass er es wert ist, zur Leibwache des Königs zu gehören – eine Prüfung, die sein Vater nie auf sich genommen hat und die auch Cor nur mit Glück bestanden hat.

Der Weg ist Diablo


Leider verpasst es Square Enix hier, die gelungene erzählerische Linie aus Final Fantasy 15 fortzusetzen. Die Dialoge sind oberflächlich und nur der zynische Gilgamesh schafft es mit seinen Anspielungen und Lektionen, der Hauptfigur zumindest in Ansätzen Tiefe zu geben. Doch nicht nur hinsichtlich der Charakterzeichnung gelingt es diese Episode nicht, auch nur ansatzweise an die Faszination irgendeines Elementes heranzukommen, die das Hauptspiel ausgezeichnet hat. Statt offener Levels gibt es ein lineares Höhlensystem. Auf ein Inventar wird weitgehend verzichtet
Die Auseinandersetzungen sind bis auf die Bosskämfpfe weitgehend belang- und herausforderungslos.
Die Auseinandersetzungen sind bis auf die Bosskämfpfe weitgehend belang- und herausforderungslos.
– man kann hier nur auf Heiltränke und Phönixfedern zurückgreifen bzw. aufstocken, wenn man die karge Umgebung durchsucht. Und der Rest ist Kampf. Gegen kleine Gegner, große Gegner, wenig Gegner, viele Gegner. Und natürlich Bosse.

Während die Arena-Auseinandersetzungen gegen das Kanonenfutter nur selten fordern, haben es die Bosse in sich, die in jeder Prüfungshöhle warten. Zumindest auf dem „Normal“-Schwierigkeitsgrad sollte man die Angriffsmuster studieren, so dass man nach einem klug gesetzten Block den Konter aktiviert. Damit kann man nicht nur verheerenden Schaden anrichten, sondern mitunter auch spezielle Sequenzen aktivieren, z.B. wenn Gladiolus sich auf den Rücken eines Drachengegner schwingt und ihm sein Breitschwert zwischen die Nackenwirbel rammt. Doch unter dem Strich sind die knappe Hand voll Bosse zu wenig, um den ansonsten kaum fordernden Gefechten Würze zu verleihen – auch wenn das Design der Gegner abermals gelungen ist. Zudem ist Gladiolus‘ Reise bereits nach etwa 65 bis 85 Minuten vorbei. Danach kann man sich nochmals mit Gilgamesh messen oder sich an der Punkteattacke versuchen – oder den alternativen Schwierigkeitsgrad ausprobieren. Doch egal, für was man sich entscheidet, bleibt diese Episode viel schuldig. Allerdings gewährt sie auch noch einen kleinen Ausblick, auf das nächste Solo-Abenteuer eines Mitglieds der Königsgarde. Und der kurze Ausschnitt, in dem Prompto im Mittelpunkt steht, gibt wenigstens Hoffnung, dass man mit ihm einen anderen, hoffentlich besseren Weg beschreitet als dieser Hack&Slay-Variante.

Kommentare

RealMK schrieb am
Ich werde mir den DLC nicht kaufen. Ich bin mit FFXV so schon nicht wirklich zufrieden. Alles wirkt irgendwie aus allen anderen FF Teilen abgekupfert und der Versuch ein Open World Spiel wie Skyrim zu immitieren ist nicht sonderlich gut gelungen. Am meisten stört mich aber das Kampfsystem. Weil man nicht den Mut hatte ein Echtzeit Kampfsystem zu integrieren bei dem man direkt alle Waffen und Fähigkeiten ansteuern kann.
Balmung schrieb am
Sarkasmus hat geschrieben: ?
04.04.2017 09:34
Irgend wie versteh ich das nicht. :Kratz:
Du suchst dir eine Pro- und Kontraliste aus die deine Meinung unterstützt und Listen die es nicht tun sind nicht zu gebrauchen? :Kratz:
Eine brauchbare Pro/Con Liste hat auf beiden Seiten möglichst gleichwertige Punkte stehen. Ansonsten kann ich auch leicht eine Liste mit 3 Pro und 20 Con Einträgen machen, letztere besteht dann halt nur aus Lächerlichkeiten wie das ein NPC nicht 100% Lippensyncron war oder eine Texture im Spiel nicht ganz so toll designt war wie der Rest. Das ist dann definitiv keine gute Pro/Con Liste, weil jedem Punkt auf der einen Seite sollte ein gleichwertiger auf der anderen Seite folgen.
Langsam sollte jeder wissen, dass die großen AAA Entwickler und Publisher ihre Videospiele als Meisterwerke verkaufen.Was sollen sie auch sonst machen?
Natürlich tun sie das, es ist aber das wie es SE getan hat, bei jeder Gelegenheit hat absolut Jeder so getan als wäre es ein Meisterwerk, sie waren sich nicht mal zu Schade dafür selbst ein Sakaguchi für sie lügen zu lassen. Und dann immer mit ihrem "wir haben auf die Fans gehört".
Ich hab kein Problem damit, wenn Leute FF15 nicht mögen.Mir könnte nichts egal sein :Applaus: .
Aber ich hab ein Problem...
Infiniteo schrieb am
Balmung hat geschrieben: ?
02.04.2017 18:52
War klar das direkt wieder ein Lemming zurück schlägt. Getroffene Hunde bellen eben. ;)
Es gibt genug gerechtfertigte Kritik an FFXV, aber wie immer verschließen Fanboys und Spieler mit eh wenig Anspruch die Augen oder sind schlicht Hype Opfer, blind gehypt für das negative, darum hat ja SE auch so einen Hype erzeugt. Ich bin aber zu alt das der Hype bei mir noch greift.
Die Story war super, das Spiel von Anfang bis Ende absolut rund, nichts wirkte unfertig, die Charaktere absolut glaubwürdig und sehr gut ausgearbeitet, emotional völlig mitreißend und der Open World Ansatz absolut genial umgesetzt. Und das letzte Kapitel war so gut, dass SE nichts daran verändern musste. Und ja, das war Sarkasmus, muss man ja leider Usern wie dir extra sagen.
Und nein, die Sidequests waren das geringste Problem an dem Spiel. Die ganze Story ist zu kurz und wurde nur mit der Open World derart aufgebläht das es sich nach mehr anfühlt als es ist. Bis man aus Midgard raus ist passiert in FF7 mehr als in ganz FF15.
Und dein Metacritics ist eine Ohrfeige für FFXV, denn so wie SE das Spiel als Meisterwerk beworben hat müsste das Spiel auf einer Stufe mit Final Fantasy X (92 und 8.8 User) oder Final Fantasy VII (92 und 9.2) sein. Und du willst ernsthaft mit 81 und 7.7 für FFXV argumentieren? Lächerlich.
Spieler wie DU sind mit Schuld an solch schlechter Qualität. Es ist echt eine Schande mit wie wenig Qualität sich Spieler immer wieder zufrieden geben bzw. wie diese sich die Spiele schön reden/hypen und damit dazu beitragen, dass wir solche Spiele...
Sarkasmus schrieb am
Balmung hat geschrieben: ?
04.04.2017 04:20
Darum sagte ich Kandidat, weil 1. wiegt nicht jeder Punkt gleich schwer, egal ob Pro oder Con und 2. funktioniert die 4P Liste anders, dort stehen bei einem guten Spiel oft starke Pro Punkte und dem entgegen schwache Con Punkte und warum? Damit die Con Liste nicht zu leer ist. Leer geht ja eh nicht, das wäre das perfekte Spiel. Und außerdem wird auch darauf geachtet, dass beide Listen nicht zu lang werden. Die 4P Pro/Con Liste hinkt daher und daher schaue ich da auch nur bedingt drauf.
Davon ab ändert das nichts: SE wollte uns FFXV als Meisterwerk verkaufen, wovon es Meilenweit entfernt ist.
Irgend wie versteh ich das nicht. :Kratz:
Du suchst dir eine Pro- und Kontraliste aus die deine Meinung unterstützt und Listen die es nicht tun sind nicht zu gebrauchen? :Kratz:
Bzw spielst du doch schon länger Videospiele und auch auf Videospielseiten und Foren unterwegs?
Langsam sollte jeder wissen, dass die großen AAA Entwickler und Publisher ihre Videospiele als Meisterwerke verkaufen.Was sollen sie auch sonst machen?
Publisher XY: " Ja unser Spiel ist leider nicht so gut, ziemlicher Durchschnitt aber wir hoffen schon das ihr alle 60? für dieses durchschnittliche Stuck Software auf den Tisch legt!"
PR ist hier das Stichwort und das gibts nicht nur bei Videospielen ;).
So das war es von...
Spiritflare82 schrieb am
jo das "ausreichend" hätte das Hauptspiel ebenso verdient...
schrieb am

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