Need for Speed Payback - Test - 4Players.de

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Need for Speed Payback (Rennspiel) von Electronic Arts
Der Civic unter den Rasern
Rennspiel
Entwickler: Ghost Games
Publisher: Electronic Arts
Release:
10.11.2017
10.11.2017
10.11.2017
Spielinfo Bilder Videos
Obwohl das letzte Need for Speed mit seinem puristischen Namen eine Rückkehr zu den Wurzeln suggerierte, blieb diese Hoffnung unerfüllt – um genau zu sein, enttäuschte der Arcade-Raser in vielerlei Hinsicht. Jetzt meldet sich EA Ghost mit Need for Speed Payback zurück, das versucht, das Flair von Fast & Furious mit den Inhalten einschlägiger Rennspiele in offenen Welten zu verbinden. Ob diese Mischung erfolgreich ist, klären wir im Test.

Unter Filmniveau

Zwei Jahre hat sich EA Ghost für Need for Speed Payback Zeit gelassen. Und man hat vor allem in einem Punkt auf das Feedback von Spielern gehört: Die mit dem mitunter peinlichen Drehbuch kämpfenden realen Darsteller der Zwischensequenzen aus dem Vorgänger wurden durch virtuelle Kollegen ersetzt, die einen ordentlichen Job erledigen. Das wird auch dadurch erleichtert, dass das Payback-Drehbuch mit seiner Geschichte um Verrat und Rache besser ist als die hanebüchene Tuning-Eroberung des Vorgängers.

Payback versucht, filmreife PS-Action à la Fast & Furious zu inszenieren. Meist bleibt es bei dem Versuch...
Payback versucht, filmreife PS-Action à la Fast & Furious zu inszenieren. Meist bleibt es bei dem Versuch...
Doch besser ist nicht automatisch gleichbedeutend mit gut. Denn selbst wenn man die als Vorbild fungierenden Fast-&-Furious-Filme als Maßstab nimmt, die sich ebenfalls nicht gerade durch interessante Dialoge, überzeugende Charakterzeichnung oder vielschichtige Geschichten auszeichnen, ist die Story hier schwach auf der Brust. Die Charaktere sind oberflächliche Schönlinge ohne Charme und müssen in den sich über die gesamte Kampagne ziehenden Dialogen haufenweise Klischees abarbeiten. Dass diese in der technisch ordentlichen, aber inhaltlich maroden deutschen Version mit einer aufgezwungenen Flappsigkeit zusätzlich an Qualität einbüßen, macht es einem nicht leichter, von der Option Gebrauch zu machen, zumindest die Zwischensequenzen abzubrechen, wo es geht.

Speedy and Furious


Die echten Darsteller des Vorgängers werden von virtuellen Schauspielern abgelöst - das Drehbuch wird dadurch allerdings auch nicht besser.
Die echten Darsteller des Vorgängers werden von virtuellen Schauspielern abgelöst - das Drehbuch wird dadurch allerdings auch nicht besser.
Dass man sich in vielerlei Hinsicht am Erfolg von Fast & Furious orientiert, wird auch an den geskripteten Sequenzen deutlich, die man im Lauf der gut 15 bis 20 Stunden dauernden Kampagne in der offenen Welt von Payback erleben darf. Trucks werden unterstützt von wilden Kameraeinstellungen mit halsbrecherischer Geschwindigkeit auf Highways gekapert. Die Boliden entkommen durch megaknappe Sprünge der verfolgenden Staatsgewalt oder holen selbst Helikopter vom Himmel. Diese Versuche, die Intensität der Filme mit Vin Diesel und Dwayne Johnson nachzustellen, gelingt aber nur eingeschränkt. Denn noch interessanter und damit intensiver wäre es gewesen, wenn diese Sequenzen als Belohnung für erfolgreiches Fahren an den Spieler vergeben würden. Doch in den entscheidenden Momenten wird das Geschehen immer wieder viel zu früh aus der Hand des Spielers genommen.

Nehmen wir z.B. das Beispiel mit dem Truck. Anstatt den Spieler aufzufordern, z.B. mit einer bestimmten Geschwindigkeit für einen bestimmten Zeitraum neben dem LKW zu fahren, damit der Partner den Transporter kapern kann, reicht es, eine bestimmte Position zu erreichen, damit die Zwischensequenz ausgelöst wird. Da dies aber nicht nur bei vermeintlich filigranen Aufgaben, sondern selbst bei Anfahrten auf bestimmte Sprungschanzen usw. mit angeschlossenen Skriptsequenzen passiert, beraubt sich Payback in diesen Momenten seines spielerischen Potenzials. Was diese Schlüsselszenen betrifft, ist nur das Ziel und nicht der Weg (und damit das fahrerische Können) wichtig – schade!


Kommentare

rainynight schrieb am
Ähnlich soll es ja auch bei Battlefront 2 sein.
Auch hier kann man laaaange spielen oder sich das abkürzen, indem man sich die Vorteile einfach kauft.
Wobei hier ja auch das Zufallsprinzip zum Tragen kommt und man eventuell für sein Echtgeld nicht mal was Gutes bekommt.
Das ist noch das Beste.
Trotzdem kann man sich anderen gegenüber schon Vorteile verschaffen, was am Ende wirklichem Pay2Win am nächsten kommt.
EA scheint seinen Weg gefunden zu haben.
EllieJoel schrieb am
Das Spiel ist quasi Free2play und Pay2win Vollpreis + Gambling Mechanics wie ich heute bei Angry Joe gesehen hab mit Fantasy Währung für 49,99 um Lootcrates zu kaufen und irgendwie kriegt das Spiel noch so ne Hohe Wertung ? Das stimmt einfach was nicht. Das Spiel hat nicht mehr als 10% verdient in meinen Augen wie damals Dungeon Keeper Mobile komisch das man da bei nen richtigen Free2play game so nen Aufschrei macht aber bei Vollpreis + Free2play Abzocke belohnt man das noch mit 65 Punkten. :roll:
rainynight schrieb am
UAZ-469 hat geschrieben: ?
10.11.2017 12:57
Eigentlich müsste man nur Burnout Paradise 1:1 mit lizensierten Wagen neu auflegen und es würde sich verkaufen wie warme Semmeln.
Most Wanted 2012 zählt nicht, da der MP leider im Vergleich zu Burnout Paradise verschlimmbessert wurde. :(
Paradise? Oh Gott NEIN!
Außer man fügt Schnellreisepunkte und bessere Streckenmarkierungen ein.
Aber ohne ne richtige Straßenkreuzung für Crashs inkl. Schadensmultiplikator hilft mir das nix.
Für mich einer der schlechteren Umsetzungen. Open World, die ich nicht brauche.
Flextastic schrieb am
aber das geschreie von "Fans" gab es trotzdem, jedes mal. ansonsten gebe ich dir mit den von dir genannten teilen recht, die gefielen mir auch gut.
Stalkingwolf schrieb am
Flextastic hat geschrieben: ?
13.11.2017 15:11
das wurde seit teil 2 geschrieben.
ich bin alt :/
hmm? 2, 3 und Porsche waren doch sehr gut.
schrieb am

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