Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds - Test - 4Players.de

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Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds  (Rollenspiel) von Sony
Lockruf des Nordens
Action-Rollenspiel
Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony
Release:
07.11.2017
Spielinfo Bilder Videos
Im Februar konnte Horizon Zero Dawn auf PlayStation 4 überraschen. Nicht weil Guerilla Games erneut seine technische Klasse in beeindruckenden Landschaften demonstrierte, sondern weil die bis dato "nur" für ihre Killzone-Shooter bekannten Niederländer ein sehr reifes Spieldesign in offener Welt präsentierten. Hinsichtlich der Regie sowie des Quest- und Weltdesigns erinnerte vieles angenehm an The Witcher 3. Jetzt ist die erste und letzte Erweiterung erschienen. Was "The Frozen Wilds" zu bieten hat, verrät der Test.


Technische Brillanz

Wenn man ein Spiel sehr lange nicht angerührt hat und nach Monaten zurückkehrt, kann vieles passieren. So manche Abenteuer verlieren aus ganz unterschiedlichen Gründen an Reiz. Und vor allem Erweiterungen können sich wie Fremdkörper anfühlen. Umso schöner ist es, dass Guerilla Games sowohl das neue Gebiet als auch die Story so harmonisch in das Hauptspiel integriert. Egal ob man Horizon Zero Dawn bereits beendet hat oder noch mit Aloy unterwegs ist: Die Übergänge in den hohen Norden sind nahtlos. Die Entwickler empfehlen etwa Stufe 30, bevor man den nomadischen Banuks einen Besuch abstattet.

Nördlich des Banukgebietes liegt "Der Schnitt" noch im Nebel des Verborgenen.
Nördlich des bisher bekannten Banukgebietes liegt "Der Schnitt" im Nebel des Verborgenen.
Kaum ist man dort unterwegs, verzaubert die Kulisse. Die Landschaft ist nicht nur aufgrund eines bedrohlichen Vulkans imposant, sondern vor allem aufgrund ihrer markanten Topographie mit mächtigen Steilwänden und Schluchten. Und während man geduckt im Gras kauert, stampfen eindrucksvolle Kreaturen durch die schroffe Wildnis. Auch wenn Frost, Eis und Gefahr dominieren: Licht und Wetter sorgen immer wieder für stimmungsvolle Wechsel, hinzu kommen idyllische Plätzchen inklusive Schwefelbad sowie viele Farbtupfer über die Kleidung der Nebencharaktere.

Gerade eben habe ich noch das holprige Elex auf PlayStation 4 Pro gespielt, so dass sich Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds fast schon wie ein Systemwechsel auf PlayStation 5 anfühlt. Hier ist eine technische Brillanz sichtbar, mit der auch aktuelle Triple-A-Projekte à la Assassin's Creed Origins nicht mithalten können. Zwar erreichen Mimik und Gestik nicht das ausdrucksstarke Niveau von Uncharted, aber sie wurden leicht verbessert, so dass die vielen Gespräche mit Nebencharakteren etwas natürlicher wirken.

Zurück in der Wildnis

Aber Vorsicht: Nicht ohne Grund wird man vor dem Aufstieg an einer steilen Felswand gewarnt, dass man die frostige Wildnis namens "Der Schnitt" meiden sollte. Schon nach wenigen Schritten trifft man auf gefährliche Maschinenwesen, die dort ihr Unwesen treiben. Es gibt fünf neue Arten, die mit reichlich fiesen Attacken wie Minenwürfen und auch starken Manövern im Nahkampf ausgestattet sind, so dass man sein
Eis und Kälte regieren im neuen Gebiet.
Eis und Kälte regieren im neuen Gebiet.
ganzes kämpferisches Repertoire aus Fallen, Seilwerfer sowie Elementarschaden anwenden muss - also Monster scannen, Schwachstellen ausmachen, Schlachtplan entwickeln. Wer auf "schwer" oder "sehr schwer" spielt, was wir allen erfahrenen Zockern empfehlen, wird hier ordentlich gefordert, zumal die neuen Türme nicht nur für aggressivere Wesen in ihren Kontrollzonen sorgen, sondern diese auch heilen. Hier muss man also sehr effizient jagen und im Idealfall frühzeitig die Türme überbrücken.

Natürlich gibt es auch neue Waffen und Rüstungen, die einem das Jagen erleichtern können, aber das Klettern bleibt kinderleicht automatisiert und die Kämpfe laufen nahezu identisch ab. Schade ist, dass sich die acht zusätzlichen Fähigkeiten unter dem Zweig "Reisender" kaum auf das Spielgefühl auswirken. Mit ihnen kann man lediglich noch komfortabler sammeln, auch aus dem Sattel heraus, bekommt mehr Platz im Inventar und kann Reitmaschinen in zwei Stufen reparieren. Die coolste Fähigkeit schaltet man erst ganz am Ende des neuen Technologiebaums frei: Den so genannten Absprungschlag, der es Aloy erlaubt, akrobatisch aus dem Ritt heraus zu springen, um einen Hieb auf Maschinenwesen zu landen.

Fünf neue Maschinenwesen, acht neue Fähigkeiten und über 50 Audio-, Text- und Hologramm-Dateien warten auf die Jägerin.
Fünf neue Maschinenwesen, acht neue Fähigkeiten und über 50 Audio-, Text- und Hologramm-Dateien warten auf die Jägerin.
Dafür gelingt es Guerilla Games, die Story glaubwürdig zu ergänzen und in gut verwobenen Quests mit natürlichen Dialogen zu erzählen. Die grundsätzliche Stimmung ist angenehm düster, symbolisiert durch den schwelenden Vulkan, der als mysteriöse äußere Bedrohung in der Ferne lauert. Über zwölf bis fünfzehn Stunden kann man den Ereignissen auf den Grund gehen, die das nomadische Volk der Banuks mit seinen Clans sowie Konflikten näher beleuchten; es gibt auch Ergänzungen in der Fauna, wie z.B. Bergziegen oder Eichhörnchen.

Die Entwickler lassen sich zudem viel Zeit, halten die Regie dabei aber angenehm straff. Zwar läuft die Spurensuche über den Fokus ähnlich leicht ab wie im Hauptspiel, aber man erlebt einige spannende Aufgaben, die man an den blau markierten Symbolen erkennt. Dass es um mehr geht als nur weitere Kämpfe, zeigt auch die Fülle an Material: Man kann über 50 Audio-, Text- und Hologrammdateien finden, die ebenso wie der Spielfortschritt separat archiviert werden. Hinzu kommen drei Sets an versteckten Artefakten, für die man in den Siedlungen Sangesgrund sowie Hohlhalle lukrative Belohnungen erhält.

Kommentare

Stalkingwolf schrieb am
Ich empfinde die Gesichter von AC:O nicht als schlecht. Schlecht war ME:A, aber AC:O ist imo sehr gut.
Und ich finde das Motion Capturing von Aloy immer noch schlimm. Sie sieht immer aus als würde sie gleich anfangen zu weinen. Das wird auch von ihrer Synchstimme ( Englisch ) noch untermauert.
das Motion Capturing von Ikrie , Nebenquest, empfand ich als extrem gut.
Schwierigkeitsgrad ist imo auch höher als im Maingame. Gegen 2-3 Frostclaws gleichzeitig war schon nervenaufreibend. Und scheinbar sind die auf schwer aggressiver als auf normal. Wenn ich mir YT Videos anschaue, dann konnten die Spieler diese immer schön in Ruhe aus der Ferne beschissen. Ich hatte die immer direkt auf mir.
Auch die Versenger. Gingen die mir auf den Zeiger.
gisu schrieb am
Ich hab das DLC durch seit Wochenende. Also mich hat es Anfangs auch gestört dass das DLC nicht mit der Hauptstory weiter macht, aber ich denke dafür kommt entweder ein eigener DLC oder das ist der Cliffhanger zum zweiten Teil. In Nachhinein fand ich es so ganz gut, weil sich das DLC um die Banuk dreht, es wirkt auch nicht wie ein herausgeschnittener Teil.
Direkt am Start im neuen Gebiet aufs Maul bekommen :D Die Story fand ich gut, jetzt nicht Episch aber nett erzählt. Es wird dabei auf die Kultur der Banuk eingegangen, die im Hauptspiel mehr eine Randerscheinung waren. Dank besserem Motion Capture, waren die Emotionen in den Gesichtern klarer erkennbar und natürlicher, damit sind mit einige Charaktere auch mehr ans Herz gewachsen.
Ist halt lustig wenn man als Kontrastprogramm AC:O spielt, sich dort die NPC anguckt und innerlich weint. Entweder steckt in Horizon mehr Geld oder die Grafiker sind Talentierter / Motivierter.
Wem das Spiel nicht fordert, sollte den Schwierigkeitsgrad nach oben schrauben. Sammeln muss man nicht, hat aber den Vorteil das man an die Stellen wohin man dann geführt wird meist Text oder Ton Aufnahmen findet, die was zum Lore beitragen.
Stalkingwolf schrieb am
direkt vom ersten Gegner auf schwer einen auf die Nuss bekommen.
Wie schnell man doch rostet wenn man etwas paar Monate nicht mehr gespielt hat.
Die Schneeeffekte sind aber krass. Noch nie so gute Schneeeffekte in einem Spiel gesehen.
Nachtrag :
ich finde es etwas schade das sie nicht die Problematik mit dem Inventar oder generell der Itemflut angenommen haben.
Durch einen Perk 20% mehr Plätze löst nicht das Problem das es zu viele verschiedene Items gibt, bei denen man irgendwie nie weiß ob man sie nun benötigt.
Stormrider One schrieb am
Habe gerade angefangen, also neuegierig macht die Geschichte schon(op das so bleibt ,weis ich natürlich nicht) ...will aber jetzt auch nicht Spoilern!!
MFG
MartinMachtMusik schrieb am
Na wer weiß was die kreativen Köpfe von GG noch alles in der Hinterhand haben :D. Vielleicht müsste ich die Frage umformulieren: Packt eine die neue "Gegenwartshandlung" ähnlich wie die Hauptstory aus dem Basis-Spiel?
schrieb am

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