Ride 3 - Test, Rennspiel, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

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Ride 3 (Rennspiel) von Milestone
Sammlertraum für Biker
Rennspiel
Entwickler: Milestone
Publisher: -
Release:
30.11.2018
30.11.2018
30.11.2018
30.11.2018
Spielinfo Bilder Videos
Nach den schmutzigen Ausflügen in MXGP und beim Supercross sowie klassischen Superbike-Rennen im Rahmen der MotoGP widmet sich Milestone mit Ride 3 jetzt seiner Eigenmarke, bei der selbstverständlich ebenfalls wieder Motorräder im Mittelpunkt stehen. Ob es relevante Veränderungen oder gar Fortschritte zu vermelden gibt, klären wir im Test.

Stolze Motorrad-Sammlung

Ride 3 setzt das Konzept seiner Vorgänger konsequent fort und orientiert sich daher einmal mehr an Rennserien wie Forza Motorsport oder Gran Turismo, tauscht dabei Autos gegen Motorräder aus: Damit punktet das Spiel erneut mit einer stattlichen Auswahl lizenzierter Maschinen namhafter Hersteller wie Agilia, BMW, Ducati, Suzuki, Triumph oder Yamaha. Dabei findet man unter den mehr als 200 Modellen sowohl Vertreter unterschiedlicher Epochen als auch diverser Klassen von Naked Bikes über Enduro-Zweiräder bis hin zu flotten Sport- und Racing-Varianten reicht. Selbst das eine oder andere SuperCustom-Exemplar hat es in den Fuhrpark geschafft. Biker-Fans werden eine wahre Freude an der Auswahl haben, zumal es auch noch zahlreiche interessante Informationen rund um die einzelnen Motorräder und Hersteller gibt. Darüber hinaus sehen die Polygon-Modelle vor allem im Showroom hervorragend aus und wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Schade
Die Motorräder sehen klasse aus und wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die Motorräder sehen klasse aus und wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
nur, dass die eingeschränkte Zoom-Funktion den Betrachter immer auf Abstand hält und keine Interaktionen im Stil von ForzaVista erlaubt.

Dafür darf man einmal mehr am Setup herumschrauben und individuelle Einstellungen an der Federung, dem Getriebe, der Steuerungskalibrierung und der Lenkung vornehmen. Für manche Optionen wie Anpassungen an Einzelstoßdämpfern, der Lenkkopf-Neigung oder der detaillierten Gangübersetzung sind jedoch im Vorfeld entsprechende Tuning-Maßnahmen nötig. Man findet erneut eine große Auswahl an Upgrades – sei es im Bereich Motor, Getriebe, Bremsen oder Federung. Und so verwandelt man selbst zahme Bikes mit neuen Teilen wie einem elektronischen Steuergerät, besseren Luftfiltern, einer leistungssteigernden Auspuff-Anlage, Rennkolben, Quickshifter, dicken Bremsscheiben und einer voll anpassbaren Federung schrittweise zu einer Höllenmaschine. Für manche Modelle wird sogar umgehend ein kompletter Rennumbau angeboten. Neben der Leistung lässt sich auch die Optik mit der Gestaltung von Spiegeln, Bremshebeln oder schicken Felgen lizenzierter Hersteller aufpeppen. Wer will, darf außerdem seiner künstlerischen Ader im Lackierungs-Editor freien Lauf lassen und auch sein virtuelles Abbild von Kopf bis Fuß bzw. vom Helm bis zu den Stiefeln mit lizenziertem Biker-Equipment einkleiden. Mit einer mageren Auswahl an vorgefertigten Gesichtern fällt der Fahrer-Editor dagegen wieder enttäuschend aus, selbst wenn man Details wie die Haltung bei Kurvenfahrten festlegen darf.   

Extrem schwankende Balance

Die gewonnenen Preisgelder steckt man nicht nur aus Spaß in neue Maschinen und Tuning-Teile. Die Investitionen sind oft bitter nötig, wenn man bei den zahlreichen Veranstaltungen der Kampagne vorne mit fahren will. Wie schon in den Vorgängern stoßen dabei erneut die extremen Schwankungen beim Schwierigkeitsgrad übel auf: Selbst innerhalb eines Kapitels passiert es häufig, dass man ein Rennen nur mit Mühe und Not auf dem dritten Platz abschließt, um das nächste unter den gleichen Bedingungen locker mit einem Vorsprung von mehr als zehn Sekunden nach Hause zu fahren. Zwar lässt sich für jedes Rennen neben der KI-Stufe auch ein optionaler Gummiband-Effekt einstellen, doch bemerkt man in der Praxis kaum Unterschiede. Auch der Leistungsindex für jedes Motorrad eignet sich kaum als Indiz, um das Starterfeld oder die Power des eigenen Modells einzuschätzen: Zum einen kommt man oft mit einem angeblich überlegenen Geschoss nicht
Auch bei Nacht geht es jetzt auf die Piste.
Auch bei Nacht geht es jetzt auf die Piste.
hinterher und zum anderen fährt man die Konkurrenz nicht selten mit einer vermeintlich unterlegenen Rappelkiste in Grund und Boden.

Es ist einfach immer wieder ein Glücksspiel, ob man auf dem richtigen Sattel sitzt und wie die KI drauf ist, die generell immer noch ziemlich rabiat bei Positionsduellen ans Werk geht und oft realitätsfern mit fragwürdigen Lenkbewegungen über die Strecke eiert. Man lernt also wieder die optionale Rückspulfunktion zu schätzen, um nicht nur eigene Fahrfehler, sondern auch überambitionierte KI-Manöver auszubügeln. In den meisten Rennen setzen sich außerdem zwischen einem und drei Fahrern innerhalb kürzester Zeit deutlich vom Rest ab, was ebenfalls nicht für ein homogenes Starterfeld spricht. Zudem hat man sich offenbar die Drivatare aus Forza Motorsport / Horizon zum Vorbild genommen, denn ist die Konsole mit dem Internet verbunden, weichen die Fantasienamen der KI-Piloten plötzlich PSN-Profilen anderer Spieler. Die genannten Balance-Probleme und die Kritik am KI-Verhalten bleiben aber in beiden Fällen bestehen. Auffällig ist außerdem, dass bei Zeitfahr-Herausforderungen meist sehr leistungsfähige Maschinen benötigt werden, da die happigen Vorgaben nicht an die jeweiligen Modelle angepasst werden, wie es z.B. vor langer, langer Zeit beim Dreamcast-Klassiker MSR der Fall war.  


Kommentare

ronny_83 schrieb am
Superzoom hat geschrieben: ?
05.12.2018 12:51
Als Biker kann ich über Motorradspiele nur lachen.
Es gibt bis heute kein Spiel, das realistisch an das Fahrgefühl herankommt.
Die Spiele wollen meist nicht unbedingt realistisch sein, sondern Spaß machen. Bedingt der Eingabegeräte ist Relismus auch gar nicht wirklich drin und das wissen die Enwickler meist auch. Viel eher lache ich über diese Möchtegern-Sims auf dem PC, die Motorradfahren zu einer echten Tortur machen, was ein Unding ist und mit richtigem Motorradfahren nix zu tun hat.
Gegen Arcaderacer wie Ride 3 ist absolut nix einzuwenden. Hier kommt es nur drauf an, wie unterhaltsam das Spiel gestaltet ist.
Superzoom schrieb am
Als Biker kann ich über Motorradspiele nur lachen.
Es gibt bis heute kein Spiel, das realistisch an das Fahrgefühl herankommt.
Glaubt mir, Motorradfahren ist real viel einfacher !
Bikes kippen nicht so extrem und reagieren deutlich angenehmer auf geringen Gewichtsverlagerung.
Vor allem das fahren in der Cockpit Perspektive wirkt wie lenken ohne lGewichtsverlagerung.
Ich kann mir nicht vorstellen, das Motorradfahren überhaupt mal richtig in einem Spiel rüberkommt.
Glaubt mir, Motorradfahren ist viel leichter und entspannter.
ronny_83 schrieb am
Varothen hat geschrieben: ?
29.11.2018 22:44
Sorry aber Milestone bleibt Milestone. Wieso auch immer sich diese Spiele verkaufen - das ist mir bis heute noch eins der grössten Rätsel in der Videospielgeschichte... Tolle Covers? Heute sollte wohl jeder halb "smarte" Mensch ein Handy haben und sich eine Testwertung zu nem Spiel innerhalb von 10 Sekunden dank Google holen können.
Die Motorradspiele von denen sind alle ziemlich gut, auch wenn die Karrieren noch Luft nach oben haben. Und zu Ride gibt es weder Konkurrenz noch steht es älteren Konkurrenten in irgendwas nach. Wer damals Tourist Trophy von Polyphony Digital mochte, wird hier mit Sicherheit noch mehr davon bekommen.
Crimson Idol schrieb am
Habe es gestern ein bisschen gespielt und beim Onlinemodus ist mir direkt eine negative Sache aufgefallen: Es gibt keinen Lobbybrowser, wie es ihn noch bei Ride 2 gab. Es ist ziemlich, wenn man vom Matchmaking in eine Lobby gepackt wird, wo man den Leuten dabei zuschauen soll, wie sie 5 Runden auf der North West 200-Strecke drehen, man aber partout in keine andere Lobby kommt. :ar:
Ansonsten macht Ride 3 erst einmal einen soliden Eindruck, auch wenn ich gegen andere kaum Land sehe. :D
schrieb am

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