Nickelodeon Kart Racers - Test, Rennspiel, PlayStation 4, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

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Nickelodeon Kart Racers (Rennspiel) von GameMill Entertainment
Glibbrige Gaudi oder grünes Grauen?
Arcade-Racer
Entwickler: -
Release:
26.10.2018
kein Termin
26.10.2018
26.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

Hurra – Spongebob und die Turtles in einem Fun-Racer! Zusammen mit Figuren aus Hey Arnold und Rugrats, die ebenfalls bei vielen Spielern gute Erinnerungen an die Neunziger wecken dürften. Was kann dabei schon schief gehen? Einiges, wenn man die Entwicklung dem peruanischen Studio Bamtang überlässt!



Einmal das Sparmenü, bitte!

Man kann die Verzweiflung förmlich spüren. In jeder einzelnen Note. Als ob jemand den Praktikanten an eine alte Bontempi-Orgel gefesselt hätte, um ihn erst wieder aus dem Keller zu lassen, wenn er einen halbwegs brauchbaren Soundtrack für Nickelodeon Kart Racers zurechtgeorgelt hat. Oder hat in Wahrheit ein neuronales Netzwerk das inkohärente Geklimper generiert - wie beim Youtuber carykh? Ich bin mir nach wie vor nicht sicher. Fest steht allerdings, dass die wirre Musikuntermalung symptomatisch ist – und zwar für den Mangel an Hingabe, mit der an Nickelodeon Kart Racers gearbeitet wurde. Die Entwickler liefern in fast allen Bereichen das bloße Minimum ab, das nötig ist, um einen halbwegs passablen Fun-Racer auf die Beine zu stellen. Die Lizenzierung eines Original-Soundtracks gehörte offensichtlich nicht dazu.

Ist das da im Hintergrund wirklich ein Baum?
Ist das da im Hintergrund wirklich ein Baum?

Nicht einmal Sprachausgabe hat man den Fahrern gegönnt. Stattdessen schimpfen Patrick, Leonardo & Co. Nur in Textform. Das Handling fühlt sich um einiges steifer und plumper an als im offensichtlichen Vorbild Mario Kart, aus dem u.a. der Drift-Boost und die Luft-Tricks übernommen wurden – Letztere laufen hier leider automatisch ab. Vor allem bei Kollisionen mit Gegnern oder der Bande fällt die etwas holprige und ruckartige Fahrphysik auf. So lange man sauber auf der Strecke unterwegs ist, bleibt das Handling aber immerhin einsteigerfreundlich. Hier lenkt und schliddert man deutlich einfacher durch die Kurven als z.B. in Trailblazers.

Ist das wirklich eine PS4?

Ein weiterer Schwachpunkt wird schon auf den ersten Blick deutlich: In Kulissen wie Bikini Bottom leiden Rundungen nicht nur unter akuter Eckigkeit, sondern auch unter massivem Grafikaufbau. Im Intro etwa geht das sogar so weit, dass Thaddäus vor seinem Haus erst aus dem Nichts aufploppt und dann wieder aus dem Bild verschwindet. Ein echter Zauberkünstler! Obwohl die Kulisse um ein bis zwei Generationen veraltet wirkt, kommt es sogar auf der PS4 Pro zu kleinen Rucklern - und auf der gewöhnlichen PS4 noch ein Bisschen häufiger.

Es wird schleimig...
Es wird schleimig...

Sicher, es werden immerhin 16 bekannte Figuren wie Spongebob, Patrick, die Turtles oder Monobrow-Helga geboten. Auch die Streckenzahl geht mit 24 in Ordnung, zumal sich die Gefährte ähnlich wie in Sonic & All-Stars Racing: Transformed in Boote und Schwebegleiter verwandeln. Das Handling unterscheidet sich dabei allerdings zu wenig, zumal die kläglich animierten Wellen hier eher an Pappstreifen erinnern. Die Waffen, Bomben und defensiven Zufalls-Extras erweisen sich in der Action aber oft als praktisch, zumal jede Figur eine durchaus nützliche Spezialfähigkeit wie selbstlenkende Ninja-Sterne oder Arnolds Tauben-Autopilot mitbringen. Außerdem ist uns kein übermächtiges Gummiband aufgefallen: Bei entsprechend guter Leistung setzt man sich auch schon mal eine Weile vom Feld ab. Damit hat es sich abwer auch schon fast mit den positiven Dingen, die sich über das Spiel sagen lassen.

Schleimige Angelegenheit

...und splitterig.
...und splitterig.

Zusätzlich kann man sich auf die Jagd nach dem omnipräsenten Schleim begeben, für den der Sender einst bekannt war. Die Sieger landen nicht nur unter einer Schleimdusche wie in alten Game-Shows, der grüne Glibber dient auch als Kraftstoff für den dreistufigen Turbo:  Eine nette Alternative zu gewöhnlichen Boost-Feldern, aber bei weitem nicht so cool wie die selbstgemalten Boost-Flächen in Trailblazers! Die Renn-Modi umfassen bekannte Varianten wie gewöhnliche Positionsrennen, Ausscheidungsrennen oder die Jagd nach der Bestzeit. Ähnlich wie bei Nintendo verdient man sich im Laufe des Spiels Geld für stärkere Fahrzeugteile hinzu – und sammelt Erfahrungspunkte. Wer möchte, versucht sich alternativ in Team-Rennen, die allerdings kaum Regel-Finessen wie im kommenden Team Sonic Racing bieten. Hier beschränkt sich die Kooperation auf Kleinigkeiten wie die zusammengerechnete Platzierung oder eine synchron ausgelöste Hammer-Attacke. Im Splitscreen für bis zu vier Spieler darf man neben einfachen Rennen auch komplette Cups bestreiten; bei einem Testspiel zu zweit lief das relativ flüssig ab. Im Netz sieht es allerdings düster aus, denn einen Online-Modus haben sich die Entwickler gleich komplett gespart.

Kommentare

Astorek86 schrieb am
Sie hätten lieber Nintendo darum bitten sollen, die Charaktere in einem neuen Mario Kart zu verwursten... Bei allen Smash-Teilen kamen die Gastauftritte von z.B. Solid Snake ja auch super an^^...
(Mario wird von Spongebob verprügelt, das hätte was^^...)
ronny_83 schrieb am
So viel Potenzial. Und so eine Gurke draus gemacht. War für mich deutlich interessanter als Sonic, weil die Charaktere einfach super sind. Aber die wollten anscheinend von Anfang an nicht und hatten nur ne alte PS2-Engine rumliegen.
Ultimatix schrieb am
Manchmal bekomme ich das Gefühl das die Entwickler von Kart Racern Ihre Games absichtlich schlecht machen, aus Angst vor Nintendo und die Reaktion von Nintendo wenn Mario Kart Konkurrenz bekommen sollte.
PickleRick schrieb am
Todesglubsch hat geschrieben: ?
27.11.2018 21:21
Wieso braucht man für die EU eigentlich einen zweiten US-Publisher? Der dann wiederum einen DE-Publisher (Astragon) braucht um seine Ware hier in die Läden zu karren?
Ich kenn mich da ja nicht so aus... aber ich glaube da könnte man oftmals ein, zwei Zwischenmänner streichen und es würde trotzdem funktionieren.
Natürlich, musst nur Leute einstellen, die die Leute kennen, die Leute kennen, die den Einkauf für den Endvertrieb machen.
Und wenn Du die hast, dann brauchst Du sie erst mal ein paar Jahre nicht mehr, da Du ja erst ein neues Spiel entwickeln musst, das diese Leute dann wieder verkaufen können.
Da Du die nicht bezahlen möchtest, wenn sie nichts tun, stellst Du solche Leute nicht ein, sondern gehst zu Firmen, die das für andere als Dienstleistung anbieten.
"Hey, könnt ihr unser Spiel verkaufen?"
"Klar, aber wir machen nur Nordamerika. Wir kennen da aber einen, der..."
"Hey, könnt ihr unser Spiel in Europa verkaufen?"
"Klar, aber wir machen Deutschland nicht. Wir kennen da aber einen, der..."
...
Den Rest kannst Dir denken.
Und wenn diese Leute sich treffen, sieht das ungefähr so aus:
Bild
So oder so ähnlich sind meine Vorurteile über die Vertriebswelt.
Todesglubsch schrieb am
EU-Publisher ist übrigens Maximum Games. Von denen kam auch nie etwas brauchbares.
Wieso braucht man für die EU eigentlich einen zweiten US-Publisher? Der dann wiederum einen DE-Publisher (Astragon) braucht um seine Ware hier in die Läden zu karren?
Ich kenn mich da ja nicht so aus... aber ich glaube da könnte man oftmals ein, zwei Zwischenmänner streichen und es würde trotzdem funktionieren.
schrieb am

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