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Ihr seid ja schon lange aus dem Alter raus, in dem ihr auf die Frage nach eurem Berufswunsch ein Ausrufezeichen hinter »Feuerwehrmann«, »Fußballer« oder »Filmstar« gesetzt habt. Dass ihr auf die gleiche Frage mal mit »Klempner«, »Igel«, und »Master Chief« geantwortet habt, wisst ihr wahrscheinlich nicht einmal mehr. Aber was, wenn ihr - mit etwas bodenständigeren Vorstellungen - auch heute noch in die Spielebranche wollt? Wir schauen uns in Zukunft regelmäßig an deutschen Hochschulen, Universitäten sowie privaten Schulen um und zeigen euch die Wege zum Traumberuf.

Gamedesign?

Bemüht die weltgrößte Suchmaschine um den Begriff »Gamedesign« und ihr findet mehr Fragen als Antworten - eine Ausbildung im Bereich Video- und Computerspiele gehört noch längst nicht zum gut dokumentierten Repertoire des Arbeitsamtes. Kein Wunder: Im Gegensatz zu Nordamerika gibt es nur wenig etablierte Bildungsstätten und es fehlen einheitliche Richtlinien. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir deshalb deutschlandweit Nachwuchsschmieden unter die Lupe nehmen.

So sehen die Master von morgen aus: Der erste Jahrgang einschließlich der Gastdozenten Sirko Rückmann (v.l.) und Christian von Duisburg (v.r.) beim Foto-Shooting.
Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, wo ihr was lernen könnt. Als Hamburger haben wir uns natürlich erst in der Umgebung umgesehen, genauer gesagt an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kurz: HAW. Im Masterstudiengang »Zeitabhängige Medien / Sound-Vision-Games« dreht sich dort alles um die Grundlagen der Spieleentwicklung.

Von PowerPoint aufs Papier

Draußen scheint die Sonne, aber hier wird gebüffelt: Ich sitze in einer Gruppe von zwölf Studenten, alle mit Laptop und Ideen bewaffnet. Denn heute herrscht kein Uni-Alltag, heute stellt das erste Semester des neuen Studiengangs die frühen Konzepte seiner Spielprojekte vor. Gunther Rehfeld, leitender Professor des Studienzweigs und Sirko Rückmann, Gastdozent im Fach Game- und Leveldesign, drücken ebenfalls die Bank, als die in Gruppen aufgeteilten Schüler ihre Projekte präsentieren. Man duzt sich - man sitzt ja nicht in BWL oder Philosophie. Was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass die jungen Entwickler noch einen weiten Weg vor sich haben. Denn obwohl sie am Ende der gerade mal anderthalbjährigen Studienzeit kein fertiges Spiel präsentieren müssen, sollen sie doch eine Version abliefern, in der die zentralen Spiel- und Designelemente klar erkennbar sind, einen so genannten Vertical Slice. Die große Abschlussarbeit, die Master Thesis, muss dabei auch in diesem Studium aus einer schriftlichen Ausarbeitung bestehen - die Erstellung des Prototyps könnte allerdings als Grundlage der Besprechung dienen.
Noch mehr zum Thema Studium erfahrt ihr in unserem ausführlichen Interview mit Julian Klücklick.


Vier Spielideen werden anhand von Stichpunkten, Referenzgrafiken, Zeichnungen oder einer frühen Version vorgestellt: darunter völlig unterschiedliche Genres wie ein Aquarium-Simulator und ein Echtzeitstrategiespiel. Die letzte Gruppe stellt ihren Actiontitel »Billy & Bob« auf ähnliche Art und Weise vor wie auch »The Deadline« an der Mediadesign Hochschule Design und Informatik in Berlin konzipiert wurde:
Die Stätte der Bildung: Mithilfe der gamecity:Hamburg entstand an der HAW der Studiengang Zeitabhängige Medien / Sound-Vision-Games.
Foto: HAW Hamburg
indem sie einen kompletten Level in einem aus Papier erstellten Brettspiel nachspielt. Wenn die Studenten später nicht auf kostenlose Technik wie die Unreal-Engine zugreifen oder eine erste Fassung als WarCraft 3-Modifikation entwickeln, nutzen sie übrigens die von der HAW lizenzierte Unity Engine. Darauf basiert immerhin nicht nur die Konzeptstudie The Graveyard von den The Path -Machern Tale of Tales, sondern auch Tiger Woods PGA Tour Online  auf.

Deutsche Prominenz

Eine praxisnahe Ausbildung stand für Gunther Rehfeld an erster Stelle, als er das Lernfeld an der HAW aus der Taufe hob. Schließlich ist Gamedesign ein Handwerk, wenn auch mit künstlerischem Hintergrund. Ganz wichtig bei der Einrichtung des Studiengangs war auch die Nähe zur gamecity:Hamburg. Zur Erinnerung: Die gamecity gibt jungen Unternehmen der Spielebranche eine finanzielle Starthilfe - auch die Einführung von Zeitabhängige Medien / Sound - Vision - Games war nur mit Mitteln der Förderung möglich. So ziehen die Studenten neben der praxisorientierten Lehre noch einen anderen Vorteil aus dem Studium an der Elbe: Im Umfeld der gamecity knüpfen sie Kontakte zur Spieleindustrie. Zu diesem Zweck bietet Rehfeld seinen Studenten auch den Besuch der Game Developers Conference im Rahmen der gamescom an.

                    

Kommentare

johndoe798085 schrieb am
verstehe ich da was falsch oder brauche ich mehr als Abi um dort Studieren zu können ??? Muss ich erst einen Bachlor machen ?
marshal schrieb am
Also ich bin seit 2 Semestern Game Design Student an der Games Academy Berlin und arbeite seit 6 Jahren in der Mod Community als Level Designer.
Was ich erstmal sagen muss hir "geistert" extrem viel Halbwissen herrum aber woher soll es auch kommen =)
Die deutsche Spielebranche ist imho tot. Die Insolvenz von Radeon Labs und TGC sagt doch alles. Wer sowas studiert, wird danach ins Ausland gehen müssen oder Browserspiele machen. Was anderes gibts hier in Deutschland nicht mehr. Und wenn man die Berichte über die Arbeitsbedingungen bei den großen Spielefirmen wie Rockstar und EA liest, hat man also entweder die Wahl: Schlechte Arbeitsbedingungen und wenigstens einigermaßen Gehalt oder Indie mit besseren Arbeitsbedingungen aber einem Gehalt am Existenzminimum.
Wobei das Gehalt in der Spielebranche eh schlecht ist, vergleichbare Programmierjobs werden außerhalb der Spielebranche mindestens 30 % besser bezahlt.
Leider muss ich sagen das sich dies teilweise mit dem überdeckt was wir studenten in 2 Semestern herrausgefunden haben. Aber die Deutsche Games-Branche ist nicht to im gegenteil sie wächst nur verstärkt um Browser bereich. Firmen wie Radonlabs TGC sind wegen Missmanagement Insolvent gegangen. Ich kann das sagen wir haben allein von Radonlabs ich glaube 5 Dozenten bei uns (was hat die MDH noch gleich ^^?)
Ich habe mich schon lange darau feingestellt nach meinem Studium ins Ausland zu gehn besonders die USA und Kanada sind da natürlich interessant
Spontan fällt mir ein:
Crytek (Crysis, Far cry), Frankfurt am Main
Related Designs (Anno 1701, 1404) Mainz
Blue Byte (Siedler Reihe) Düsseldorf
Und es giebt noch einige mehr noch zu nennen wäre Yager Die arbeiten gerade an einem Internationalen...
feO2x schrieb am
Meai hat geschrieben:Du kannst dir jederzeit visual studio express runterladen, xna studio installieren und loslegen. Tutorials für XNA gibt meeehr als genug, XNA ist ja praktisch fast der unterste Einsteig in die Spieleentwicklung. (von Flashgames mal abgesehen)
Das einzige was fehlt ist deine Motivation, nicht Artikel von 4players oder sonst wem. Sry wenn das hart klingt, hab selbst oft Motivationsprobleme, aber das ist nunmal die Wahrheit.
Nimm mal an, du hättest Motivation, aber keine Ahnung, wo du anfangen sollst. Wie kommst du im Anfangs großen Dschungel der Libraries und Frameworks zurecht? Das schiere Maß an Möglichkeiten erschlägt Anfänger häufig meines Erachtens, denn man weiß nicht, wo man starten soll (zumindest war das in meiner Jugend so).
Hier könnte 4Players ansetzen und einen Einstieg bieten, der den Anfänger an die Hand nimmt und ihm ein paar Möglichkeiten aufzählt, was es für Alternativen gibt, wie der Schwierigkeitsgrad verteilt ist usw. Von mir aus muss es auch keine Tutorials hier geben. 4Players berichtet hauptsächlich über Videospiele und das soll auch so bleiben. Ich denke nur, dass Spieler, die schon einige Jahre spielen und in die Spieleentwicklung einen Einstieg suchen, sich eher auf Seiten wie 4Players rumtreiben als beim XNA Creators Club oder ähnlichem.
Soldierboy schrieb am
Es klingt schon interessant aber mich würde interessieren wie viel man als Game-Designer so verdient?
schrieb am

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