The Elder Scrolls 5: Skyrim: Die verträumte Stille - Special

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The Elder Scrolls 5: Skyrim (Rollenspiel) von Bethesda Softworks
Die verträumte Stille
3D-Rollenspiel
Entwickler: Bethesda Softworks
Release:
11.11.2011
11.11.2011
11.11.2011
28.10.2016
10.11.2016
17.11.2017
28.10.2016
Spielinfo Bilder Videos
Ohne Jeremy Soule wäre die Spielemusik nicht das, was sie heute ist. Natürlich gäbe es Soundtracks wie wir sie heute kennen. Soule hat aber viel dazu beigetragen, die orchestrale Musik anfangs stark zu machen. Mit kriegerischem Gebrüll wie Total Annihilation machte er große Orchesterarbeiten bei Spielern und Entwicklern beliebt - mit seinem Thema zu Morrowind verewigte er sich in den Annalen der Videospiele. Doch jetzt wird es still um einen Popstar der Spielemusik...

Kein Kommentar

Ein großes Abenteuer, eine große Musik: Ganze vier CDs ist das Soundtrack-Album lang. So großzügig geben sich sonst die Vertriebe japanischer Komponisten; westliche Alben drehen sich meist nur einen Silberling weit. Dass sich Soule nicht einmal die Mühe macht, ein paar Worte zu seiner Musik zu verlieren, ist allerdings bedauerlich: Nicht einmal ein Zettel  liegt dem Soundtrack bei. Dabei hat es auch in Zeiten von Wikipedia und Co. durchaus seinen Reiz, beim Zuhören durch die Aussagen des Komponisten zu blättern.

Dennoch hat das dunkle Digipak seinen Reiz - nicht zuletzt, weil es die Stimmung des Rollenspiels einfängt. Viel wichtiger ist aber, dass auch die Musik dem Abenteuer in der kalten Bergwelt gerecht wird: Soule hat dem fünften Elder Scrolls einen Soundtrack auf
den Leib geschrieben, der wie leiser Gesang durch stille Täler und über schneebedeckte Gipfel zieht. Er erzählt die musikalische Geschichte mit wenigen Streichern, Bläsern, immer wieder auch mit Sopranstimmen und mit viel Hall, der die Weite der Landschaft unterstreicht. Tiefe Töne wie Kontrabässe hört man kaum.

Ein ruhiger Fluss

Bevor der Soundtrack aber im eigentlichen Abenteuer ankommt, leitet ihn das seit Morrowind bekannte Thema ein - gesungen von einem 30-köpfigen Männerchor. Und so kraftvoll das Thema damit schmettert: Vielleicht hätte Soule seinen Chor nicht so oft übereinander legen sollen, bis es wie wirres Durcheinanderrufen anmutet. Vielleicht passt die für das Spiel erfundene Drachensprache auch einfach nicht über die Melodie. Die knappen Silben verleihen ihr beinahe doppelt so viele Akzente wie sie ursprünglich besitzt, was dem Melodiefluss eher schadet, als ihn zu beleben. Wenn das Orchester wenigstens nicht jede dritte Silbe kraftvoll anfeuern würde...

Vielleicht hätte Soule besser daran getan, seine Titelmelodie für die Reise ins kalte Skyrim zu variieren, so dass Chor und Orchester besser harmonieren. Aber die Variation gehörte ohnehin nie zu seinen Stärken. Auch für Skyrim wiederholt er viele Melodien, anstatt sie zu entwickeln.  Es beginnt gleich im dritten Stück, From Past to Present: Ruhige Streicher tragen einen sanften Chor, leise Trommelwirbel wehen wie eine frische Prise durch den Raum, später übernimmt kurz eine Harfe. Doch sobald alle Elemente einmal vorgestellt
Übrigens

Nur drei von vier CDs spielen den Soundtrack - auf der vierten hört man Geräusche und kurze musikalische Noten aus Skyrim. Komponiert wurden diese zum großen Teil von Mark Lampert. Kein Soundtrack im klassischen Sinn - aber eine stimmungsvolle Idee  für lange Rollenspielabende
wurden, spult Soule sie einfach erneut ab. Beides – die stimmungsvollen Themen auf der einen Seite, die auffällige Wiederholung auf der anderen - ist bezeichnend für seine Musik.

Leise Geschichte

Vermutlich kann man dem Komponisten nicht ankreiden, dass er neben dem Titel kein weiteres starkes Thema aufbaut. Das Hauptaugenmerk der Spielemacher, und damit auch das Credo für ihren Musiker, dürfte die sowohl spielerisch als auch erzählerisch offene Fantasywelt gewesen sein. Stücke wie Unbroken Road oder das traurig-schöne Imperial Throne erzählen zwar eine Geschichte, ziehen gleichzeitig aber so ereignislos vorüber wie blutrote Wandmalereien - jeder Held soll darin lesen, was in seinem Abenteuer geschieht. Man kann Soule aber vorwerfen, dass diese kleinen Höhepunkte in jedem Winkel seiner
Verfügbarkeit

Der Skyrim-Soundtrack ist ausschließlich über Jeremy Soules eigenes Label, DirectSong, für knapp 30 Dollar zuzüglich Versandkosten erhältlich.
musikalischen Welt ähnlich klingen. Es ist fast unmöglich, Stücke beim Namen zu nennen, weil sie sich von Awake bis Wind Guide You so stark gleichen.

Es gibt Ausnahmen. Über drei CDs verteilt sind es aber zu wenige. Für The Bannered Mare oder A Winter's Tale zupft etwa – die zünftige Herberge darf in keinem Rollenspiel fehlen - eine Gitarre Beschwingtes. Mit Aurora gelingt ihm ein stetes Auf und Ab aus Spannung und Beruhigung und für Blood And Steel lässt er die Kriegstrommeln schlagen. Auch hier fragt man sich aber, ob ausgerechnet im fernen Skyrim die gewöhnliche Percussion moderner Filmmusik hämmern muss. Nein, so stimmungsvoll Soule sein Orchester auch zu nutzen weiß: Letztlich leitet er es nur über die Pfade, die er selbst längst ausgetreten hat.

Es ist nicht das erste Rollenspiel, für das Jeremy Soule eine ruhige, atmosphärische Untermalung komponiert hat - anders als sonst erschafft er aber einen Soundtrack, der eine Welt fernab bekannter Fantasyklischees beschreibt: rauh, kalt und von einer beinahe unscheinbaren Mystik durchdrungen. Leise erzählt die Musik ihre Geschichte, während sie kaum merklich vorüberzieht. Die hohen Violinen und kristallklaren Sopranstimmen klingen befremdlich und zugleich vertraut. Schade, dass sich Soule mit dem Aufbau der starken Atmosphäre begnügt, um sie drei Stunden lang fast unverändert zu zitieren. Einfallsreiche Akzente hört man zu selten und Soule versteht es nicht, Melodien zu entwickeln. Spätestens das große Serienthema hätte Soule variieren müssen, denn Chor und Orchester wollen in dieser Form nicht recht zueinander passen. Ihm gelingt einer der verträumtesten Soundtracks seiner Zeit. Der stärkste ist es aber nicht.

Einschätzung: gut


Weitere Soundtrack-Kritiken unter diesem Link.

Kommentare

Scrat schrieb am
sollte vielleicht noch erwähnen das ich ein sogenanter "quereinsteiger" bin - spiele in erster Linie Arcade-Rennspiel (Motorstorm, Burnout Paradise usw.) und dachte ich Probier mal etwas neues aus.
Wie gesagt, der Umfang was man in TES 5 machen kann ist beeindruckend, und es hat sich auch eine kleine Änderung ergeben, meine Freundin fand das Spiel so Toll das sie es sich kurzer Hand gekauft hat (sie schimpft zwar auch über die Steuerung-kommt damit aber besser zurecht). vielleicht Probier ich es zu einem Späteren Zeitpunkt noch mal in Ruhe aus.
PixelMurder schrieb am
Die Steuerung ist insgesamt vielleicht ein wenig Steinzeit, aber so schlecht ist sie auch nicht, dass man mit dem Pad nichts trifft. Linker Stick laufen, rechter umsehen ist absoluter Standard und zwar seit den Anfängen.
Scrat schrieb am
das Spiel an und für sich ist super, sehr Umfangreich was man alles machen kann, was aber garnicht geht ist die Steuerung - rechter Stick umherschauen - linker Stick laufen.
Jetzt läuft die Figur natürlich nur da hin wo man auch hinschaut, ist im Kampfgedrängel wenn man von z.B. von 4 Gegnern gleichzeitig Angegriffen wird mehr als unpracktisch - die Figur bewegt sich unkoordiniert was ein treffen der Gegner fast unmöglich macht - mein Testurteil - werd es mir mit dieser Steuerung nicht kaufen.
Phobsen schrieb am
Ja, auch sehr geil geworden !
So etwas sollte auf 4Players einmal mehr in den Fokus rücken, denn die Community ist weit kreativer als so mancher Komponist.
schrieb am

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