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Der große Fußballvergleich

PES 2013 vs. FIFA 13

In vier Teilen werden wir den virtuellen Fußball
von EA und Konami vergleichen. Wir starten mit
Präsentation & Atmosphäre, es folgen Spielmechanik,
Figurenverhalten sowie Umfang.
Teil 1: PRÄSENTATION & ATMOSPHÄRE
Spieler-Animationen
Dieses Jahr gibt es in PES mehr Vielfalt und etwas bessere Animationen in den Zweikämpfen, was das Halten, Schieben und Drücken angeht: Konami hat aufgeholt! Hinzu kommen neue Bewegungsabläufe bei der antizipierten Annahme, der direkten Verwertung sowie in den erweiterten Dribblings – die präzise Ballkontrolle und das neue Tunneln des Gegners sehen richtig gut aus. Aber diese lobenswerte Quantität steht nicht immer für Qualität. PES wirkt manchmal etwas hölzern, etwas sprunghaft oder im Falle der Torhüter übertrieben agil: Sie fliegen selbst bei einfachen, normal haltbaren Schüssen zu theatralisch – manchmal komplett unrealistisch. Auch bei den Kollisionen nach Grätschen gibt es manchmal seltsame Stürze. Hinzu kommen immer noch Clippings beim Jubel. Das Herausragende an PES sind dennoch die Details: Schießt man z.B. einen Spieler mit voller Wucht an, sackt er kurz in sich zusammen.

In FIFA gibt es in identischer Situation gar keine Reaktion und unterm Strich weniger individuelle Animationen. Aber es gibt sie: Wenn der Schiedsrichter z.B. bei einem schnell ausgeführten Einwurf noch in letzter Sekunde den Kopf einzieht. Zudem wirkt der Kick insgesamt weicher und harmonischer. Neu ist der direkte Blickkontakt zum Gegner im 1-gegen-1 am Strafraum sowie die ansehnlichen Rettungsaktionen per Grätsche an der Außenlinie. Besonders gut werden auch hier die Zweikämpfe inszeniert, in denen man den Gegner hält, schiebt oder im vollen Lauf abdrängt. Außerdem wirken die Kollisionen dieses Jahr wesentlich natürlicher – die Spieler prallen nicht mehr so unrealistisch weit ab. Und die Torhüter geben sich keine überdramatische Blöße bei den Paraden. Ansonsten muss man die Lupe ansetzen: Weder bei den Dribblings noch bei anderen Aktionen hat sich wirklich viel getan. Hinzu kommen auch hier immer noch Clippings beim Jubel.

Erst PES 2014 und FIFA 14 werden wohl auf Basis neuer Engines entwickelt, daher sehen beide Spiele ihren Vorgängern sehr ähnlich.

Fangesänge
Man muss in PES schon ganz spezielle Matches austragen, damit die Fangesänge mal einigermaßen für Stimmung sorgen. Mit Real Madrid oder Manchester United ist es allerhöchstens solide, aber bei vielen anderen Mannschaften, vor allem mit Barcelona oder noch schlimmer dem FC Bayern wird es auch dieses Jahr unerträglich monoton. Da wiederholen die Fans mechanisch hallend Barca-Barca-Barca-Barca oder Bayern-Bayern. Beim FC Schalke 04, der voll lizenziert ist (!), hört man nahezu nichts Authentisches, obwohl gerade die Blauen viele markante Gesänge im Repertoire haben. Und dieses Jahr nerven ganz besonders die schier endlosen Pfeifkonzerte, die manchmal alles übertönen und selbst dann weiter gehen, wenn die Heim-Mannschaft am Ball ist. Hier stimmt die Regie überhaupt nicht.

Wieso kann Konami nicht für etwas mehr Vielfalt sorgen und die aktuelle Fankultur besser abbilden? Wieso gibt es eigentlich keinen Einpeitscher auf dem Zaun, keine Choreografien? Diesen kritischen Ball muss man zunächst auch EA zuspielen: Sie machen zwar akustisch sehr viel besser als Konami, was nicht schwer ist, aber eine moderne Fußballsimulation müsste in den Arenen noch vielfältiger klingen und all die Aktionen der Fans abbilden! Trotzdem bekommt man hier wesentlich mehr und vor allem aktuellere Gesänge der letzten Saison, darunter z.B. das BVB-Schmählied „Ein Schuss, kein Tor, die Bayern!“ oder ältere wie „Die Nummer eins im Norden“. Selbst die zweite Liga wird mit authentischen Sprech-Chören wie z.B. beim FC St. Pauli unterstützt. Unterm Strich ist FIFA um Klassen näher dran am Stadion-Alltag, zumal man dieses Jahr auch mit einem neuen und dynamisch ansteigenden Raunen in Strafraumnähe begeistert.

Soundeffekte
Bei den allgemeinen Geräuschen, wenn man also Fangesänge und Kommentare weglässt, sieht die Sache nicht so eindeutig aus, denn PES hört sich wie letztes Jahr etwas wuchtiger und satter an, wenn der Ball geschossen wird oder an Pfosten und Latte abprallt. Aber das Zurufen der Mitspieler sowie das Reinrufen von der Seite, das bei PES beim Üben erschallt, wirkt in FIFA während des Matches markanter, selbst wenn es nur sporadisch zu hören ist. Auch die neuen Trainer beteiligen sich ab und zu daran– da könnte man bei Szenen an der Außenlinie trotzdem etwas mehr Aggressivität oder Verzweiflung simulieren.

Spielergesichter
Hier bleibt es bei einer Pattsituation, die von den Top-Stars aus Barcelona und Madrid wie Iniesta, Messi, Özil oder Ronaldo symbolisiert wird. Auch Robben, Ibrahimovic, Van der Vaart und andere sind sofort in beiden Spielen erkennbar. Doch in beiden gibt es auch prominente Profis, die man nur mit viel Fantasie identifizieren kann. Zwar läuft der deutsche Meister voll lizenziert in FIFA auf, aber weder Kehl noch Weidenfeller oder Gündogan sind zu erkennen. Und dem S04 geht es in PES ähnlich: Huntelaar ist erkennbar, aber das soll Lewis Holtby sein? Unterm Strich hat FIFA mit all seinen Ligen deutlich mehr Vielfalt zu bieten, wobei der Wiedererkennungswert dann stark abnimmt. Manche der gut getroffenen Gesichter bei Konami sehen detaillierter aus als die Pendants bei EA, wie gemalt und nachschattiert – lediglich diese seltsame Leichenblässe stört bei PES. Oder wurde Ribéry gebissen?

Stadien & Platzdesign
Statt 30 gibt es diesmal satte 45 Stadien in PES – das ist ein enormer Fortschritt, auch wenn mit der Allianz Arena lediglich ein deutscher Spielort dabei ist. Architektonisch gibt es auf den ersten Blick nichts zu meckern, aber das Äußere ist nicht so wichtig wie das, was in den Arenen passiert. Wie letztes Jahr beobachtet man Bewegungen am Rande von gestikulierenden Trainern bis hin zu Kameraleuten. Schön auch, wie die Zuschauer ihre Schals beim Einlauf in die Höhe recken. Überhaupt ist vom Weg aus der Kabine über den Tunnel bis zum Platz noch alles okay. Allerdings vermisst man danach, also während des Spiels, eine bessere Fankulisse sowie markantere Fangruppen – da muss PES unbedingt aufholen. Auch bei den Optionen kommt man nicht an FIFA heran: Lediglich zwei Jahreszeiten sowie Wetter und Tageszeit lassen sich einstellen. In der südamerikanischen Copa gibt es immerhin bengalisches Feuer; vor allem unter Flutlicht kommt dort Stimmung auf. Sehr ärgerlich: Der FC Schalke 04 ist zum ersten Mal lizenziert, aber die Veltins-Arena fehlt.

FIFA hat mit 58 Stadien zum einen mehr Masse, darunter allerdings nur sechs deutsche Arenen, aber auch mehr Klasse, mehr TV-Flair dank neuer Kamera beim Gang zum Anstoß sowie mehr Optionen zu bieten. Obwohl da noch viel Luft nach oben ist, wirken die Stadien nach dem Anpfiff lebendiger; Ultras und Gästeblöcke sind hier besser zu erkennen. Die Plätze sehen je nach eingestellter Jahreszeit anders aus und lassen den Ball wie in PES auch anders abspringen bzw. rollen. Wer Lust hat, ändert neben Tageszeit und Wetter auch noch das Rasendesign oder die Platzabnutzung. Zum ersten Mal bewegt sich auch etwas am Rande: Spieler wärmen sich in Leibchen auf, es gibt Kameraleute und man kann die Trainer an der Seitenlinie beobachten. Sehr ärgerlich: Es gibt immer noch jubelnde Pixelhaufen nach einem Tor. Und wie wäre es mal mit erkennbaren Trainern wie Mourinho, Wenger, Ferguson oder Klopp?

Kommentare
Wolff Fuss und Hansi Küpper – bleibt es das ewige deutsche Duo für PES? Aber selbst wenn man sich mittlerweile an den beiden sattgehört hat, kommentieren sie die Spiele teilweise sehr nah an den Aktionen. Vor allem beim schnellen Passspiel und bei Balleroberungen sind die beiden auf der Höhe. Sie besprechen das Geschehen grundsolide. Favorit in PES ist bei einem Distanzschuss allerdings nicht mehr der Urschrei BALLLLLAAAAAACK!, sondern der SCHWEEINNNSTEIIIGEEERRR!.

EA hat hier kräftig aufgeholt: Buschi und Breucki wiederholen zwar einige bekannte Sprüche wie „Ganz kranker Pass!“ aus dem Vorjahr, wirken aber frischer. Sie sind lockerer als Fuss und Küpper, manchmal vielleicht bemüht witzig. Aber EA zückt einen genialen Joker:  Richtig klasse sind die Kommentare, die im Matchday auf die letzten Ereignisse in der Bundesliga eingehen - etwa die Situation der Hamburger: „Der HSV will doch wohl raus aus dem Tabellenkeller!“ Schön ist übrigens, dass man in FIFA auch auf Englisch schalten und dann zwischen zwei weiteren Kommentatoren-Teams wählen kann, die stilistisch ganz anders rangehen.

Menüdesign & Benutzerführung
Hier bleibt auf den ersten Blick fast alles beim Alten: In FIFA und PES wird weiterhin horizontal im Hauptmenü navigiert; darunter kommt man wie gehabt in die Einzelbereiche. Allerdings wirkt das Design mit dem statischen Messi bei FIFA recht steril. Aber selbst wenn Ronaldo in PES etwas fotorealistischer daher kommt, gibt es dort ansonsten keine Neuerungen.

FIFA hat die Nase vorn bei der Visualisierung: Statt Ladebildschirme wie in PES gibt es hier z.B. aktive Minispiele vor dem Anstoß. Außerdem werden Änderungen an der Taktik anschaulicher als Grafiken angezeigt. Ärgerlich für PES-Kicker an einem Bildschirm: Bei einer direkten Revanche wird der vorherige Kader samt Formation nicht übernommen – man muss wieder alles einstellen.

Zwischenstand
25
   36

Kommentare

grizzer66 schrieb am
Lilli zockt hat geschrieben:also ich mag beide Fussballreihen...
bin/war mit Fifa 12 sehr zufrieden, da aber Neuerungen immer weniger werden will ich nur noch alle 2 Jahre mal zugreifen. Nun aber hatte ich die PES13 Demo probiert und musste dann PES13 kaufen.
Konnte es mit Fifa 13 vergleichen, und gefällt mir PES dieses Jahr spielerisch weit besser, also der Spaßfaktor ist größer wenn ich PES13 zocke.
Lizenzen hin oder her....mit PESedit Patch gibts auch Bundesliga :!:
Die Menüführung find ich auch nicht so dramatisch, war in PES schon schlechter dargestellt.

Kann ich übrigens mit installierten PESedit Patch Online Spielen? Oder gibt es da Komplikationen?

Das habe ich bisher noch nicht getan.
Was ist dran mit den Verbindungsproblemen?
bei amazon schreiben in den Kommentaren einige bei Problemen mit 1+1 oder Alice Kunden:
http://www.amazon.de/PES-2013-Pro-Evolu ... 898&sr=8-2
also bei pes 2012 gings, du musstest halt vorher online einstellen in dem selector
C.Montgomery Wörns schrieb am
Also ich bin bei PES13 langsam an dem Punkt wo ich mir überlege, ob ich es wieder verkaufen soll. Der Variantenreichtum in der Spielweise ist echt nur Theoretisch da. Online spielen die Leute eigentlich alle gleich. Der Tödliche Pass ist einfach nur bekackt...vor allem bei hoher Passhilfe. Die ganzen Onlineleute erobern immer nur den ball und drücken dann sofort Y. Spielaufbau kommt quasi nie vor. Und obendrein ist dann auch noch jeder schuss ein treffer. Echt murks...
Naja....dank Onlinepass werde ich es dann aber wohl doch nich verkaufen...
Tom_Magnum schrieb am
Als alter Fuppes-Prof, hab ich sie mir dieses Jahr beide gegönnt. Ich finde dieses Jahr ist ein guter Jahrgang, den Konami und EA haben beide an den richtigen Schräubchen gedreht und so haben wir dieses Jahr 2 gute Fussball-Games zur Auswahl.
Mein Favorit ist dieses Jahr, nach langer Abstinenz und Wechsel zu FIFA, wieder PES.
Konami hat eine gute Balance zwischen Angriff und Abwehr gefunden. Besonders das neue optionale manuelle Passen/Schießen/Flanken im laufenden Spiel bricht viele Strukturen auf. Abgerundet wird die Sache dann durch die diesjährig sehr guten KI-Mitspieler, die sich gut mitbewegen, Anspielstationen schaffen und Lücken reißen. Auch die Gegner-KI ist diesmal deutlich gesteigert. Ich empfinde es als sehr angenehm, dass ich bislang so gut wie kein Tor der Marke "KI = Gott = trifft irgendwie immer" kassiert habe. Für mich als Offline-Zocker ist das ein enorm wichtiger Punkt. Bisher waren das immer blitzsaubere Tore. Gut herausgespielt, mal ein guter Standart, ein Abstauber oder auch mal ein Knaller aus 2. Reihe.
Bisher hatte ich tatsächlich nicht einmal so eine Situation, wo man gefrustet auf die Couch sackt und in den Controller beißen will, weil die KI zum 2. Mal in einer Partie ansatzlos aus 30 Meter in den Winkel ballert. Alternativ: Gegenspieler die sich ständig, trotz wildester (selbst illegaler) Halteversuche, durchtanken und dann noch fast den Torwart mit ins Tor schießen. Das waren Kritikpunkte in vielen früheren Versionen (nicht nur PES, vor allem auch FIFA), die mich immens gestört haben. Sowas stört mich persönlich wesentlich stärker, wie die altbackene Optik (wobei die [bei beiden Titeln] natürlich auch kein Zustand mehr ist und dringend eine Frischzellenkur benötigt!).
FIFA ist dieses Jahr auch ein guter Jahrgang. EA hat in die richtige Richtung verbessert und die Offensive belebt. Da ich aber nicht komplett manuell spielen möchte, fehlt bei FIFA die ganz große Freiheit. Trotz der feinen Animationen...
C.Montgomery Wörns schrieb am
Ryuneke_Nirgendwo hat geschrieben:bei mir wird es wohl fifa werden, auch wenn ich niemals dachte, jemals von pes wegzukommen.
ich spiele pes seit seiner geburtsstunde und hätte mir nie träumen lassen, mal zu fifa zu wechseln. gerade wer sich an pes 1 erinnert und zum vergleich das zeitgenössiche fifa gespielt hat, kam es wie eine revolution vor; doch das hat sich für mich geändert...
jedes jahr hab ich pes eine chance gegeben, was 2010 zu herbesten enttäuschung führte :(
seit 2012 spielt sich pes besser, aber meiner meinung nach nicht gut. ich hab das ding mit freunden rauf und runter gespielt und uns ist aufgefallen, dass so viele tore durch fehler der k.i. verursacht werden. torhüter lassen den ball prallen, abwehrspieler lassen bälle durchrutschen, usw. klar, im echten fußball passiert sowas natürlich auch, aber nicht so häufig und so krass.
fifa 12 hab ich dann mal ausprobiert und war beigeistert. wenn man das ding auf langsam stellt und mit manuellem passsystem spielt, wirkt das ungemein "realitätsnah". auch die option mit den schiebereglern das verhalten der k.i. anzupassen, finde ich großartig. mein mitbewohner und ich spielen seit geraumer zeit ausschließlich fifa12. die tore fallen "immer" anders. die k.i. macht weniger dumme fehler...klar hat auch fifa schwachpunkte (spieler sind mit ball oft gleich schnell wie die ohne ball, die k.i. grätscht nicht, etc.) <--wie wurden diese punkte in fifa 13 umgesetzt? wäre schön, wenn mir da jemand ne antwort drauf geben könnte
übrigens spiegelt dieser post lediglich meine meinung wieder und soll nicht als normativ verstanden werden. dieses rumgemeckerte hier ist nicht so toll. hier vertreten verschiedene personen, verschiedene meinungen, und das ist gut so. denn sowohl pes als auch fifa sind gute spiele, keine frage, allerdings sollte man doch jedem...
schrieb am

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