Watch Dogs - Special, Action, PC, PlayStation 3, Xbox 360, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Der Open-World-Vergleich

Das eine ist das definierende Open-World-Spiel der letzten Konsolengeneration. Das andere das erste große Spiel mit offener Welt für die neue Hardware. Die Rede ist von Grand Theft Auto 5 und Watch Dogs. In unserem zweiteiligen Vergleich stellen wir die beiden Titel einander gegenüber.


Teil 2
Die Story & Regie im Spielverlauf
Sowohl GTA 5 als auch Watch Dogs setzen auf eine linear ablaufende Geschichte, in die man nur in Ausnahmefällen eingreifen kann. Drehbuch und Inszenierung sind in Los Santos nicht nur straffer, sondern durch den auf drei sehr unterschiedliche und zur Zusammenarbeit verdammte Figuren verteilten Fokus interessanter gestaltet.

Aiden Pearce als Hauptdarsteller in Watch Dogs ist schnell durchschaut: Sein Bild als eiskalter Racheengel wird bereits am Anfang festgelegt und ändert sich bis zum Ende auch kaum. Wo GTA 5 bedingt durch seine Erzählstruktur, die Kompromisslosigkeit und die Qualität der Dialoge immer wieder an Quentin Tarantino erinnert, ist Watch Dogs eher das Gegenstück zu einem Renny-Harlin-Film: solide inszeniert, aber vorhersehbar.


Die Größe der Spielwelt
Bomben legen, Basen infiltrieren, Zerstörer versenken oder Helikopter fliegen: In Ghosts ist in 19 Missionen eine Menge los. Zwar gewinnt Infinity Ward keinen Innovationspreis, man hat aber nie das Gefühl, dass sich etwas wiederholen würde. Leider wurde das größte Manko der Reihe beibehalten: Jede Mission ist ein enger Schlauch, vollgepackt mit Skriptsequenzen und automatischen Ereignissen, die dem Spieler so gut wie keine Freiheit in seinem Vorgehen lassen. 
BF4 hingegen setzt auf weitläufigere Areale - das ist aber schon das größte und einzige Pfund, mit dem Dice wuchern kann. Ansonsten werden generische, bis unlogische Missionsziele ausgegeben, die oft nur durch das Auslöschen aller Gegner erreicht werden können. Zudem gibt es viel zu wenig Momente in Fahrzeugen; eigentlich die Königsdisziplin eines jeden Battlefield. Die Schauplätze sind zwar abwechslungsreich, können aber nicht mit den schnellen Schnitten von Ghosts mithalten. Außerdem wird mit dem Flugzeugträger ein ganzer Abschnitt recycelt. Somit kann Ghosts auch diese Kategorie gewinnen.
Das virtuelle Chicago ist größer als Liberty City aus GTA 4, aber nur in etwa halb so groß wie das Gebiet von Los Santos und Blaine County, das man in Teil 5 von Rockstars Gangster-Saga erkunden darf. Zudem ist Chicago bei weitem nicht so abwechslungsreich designt wie die Spielwelt in GTA 5.


Das Missionsdesign
Beide Open-World-Titel setzen auf weitgehend bekannte Missionstypen: Verfolgung mit Fahrzeugen oder zu Fuß und Ballereien. Zusätzlich setzt Watch Dogs einen Fokus auf Schleichmissionen, die dank der Splinter Cell entliehenen Deckungsmechanik für Spannung sorgen.

In den Nebenmissionen bieten beide ein breites Spektrum an Aufgaben mit leichten Vorteilen auf der Seite von Watch Dogs, was GTA jedoch durch die Möglichkeit ausgleicht, in die Luft gehen zu können. Dennoch können weder die Abenteuer in Los Santos noch die in Chicago auf lange Sicht Redundanz verhindern.


Das Figurenverhalten
So belebt die Straßen und Landstriche in beiden Spielen auf den ersten Blick scheinen, so unglaubwürdige Momente kann man sowohl in Chicago als auch in Los Santos erleben. Doch wenn es um direkte Reaktionen auf das Verhalten der Hauptfigur(en) geht, liegt Watch Dogs vorne – auch dank des oberflächlichen Moralsystems, das die Verhaltensmuster der Zivilbevölkerung beeinflusst.

Gleiches gilt übrigens auch für die KI der Gegner in den Auseinandersetzungen. Sowohl die Entdeckungs- als auch die Kampfroutinen hinterlassen in Chicago einen besseren Eindruck, obwohl hier wie da auch moorhuhnige Verhaltensmuster festzustellen sind.



Das Fahrzeugverhalten
Autos und die offene Welt sind abseits von Rennspielen wie Forza Horizon oder Test Drive Unlimited immer ein Stein des Anstoßes. Doch Moment: Driver San Francisco konnte mit einem passablen Fahrmodell überzeugen. Und da sowohl dort als auch in Watch Dogs das Team von Reflections maßgeblich dafür verantwortlich war, gab es berechtigte Hoffnung, dass man in Chicago etwas Ähnliches erwarten konnte.

Doch es blieb bei der Hoffnung, obwohl es hier immerhin eine Cockpit-Ansicht gibt - weder Fisch noch Fleisch erinnert das mitunter schwammige Fahrverhalten eher an Sleeping Dogs. Doch auch GTA 5 ist weit von einer fahrerischen Perfektion entfernt. Innerhalb der Serie hat man zwar große Fortschritte gemacht, doch es geht auch hier noch besser. Beiden Titeln gemeinsam ist übrigens das sehr verzeihliche Schadensmodell: Sowohl in Los Santos als auch in Chicago muss man sich schon sehr anstrengen, um seinen fahrbaren Untersatz zu zerlegen.



Die Spielzeit & der Umfang
Konzentriert man sich auf die Kampagne, kann man sowohl in Los Santos als auch in Chicago gut 20 bis 25 Stunden einplanen. Will man dem Komplettierungswahn frönen und so nah wie möglich an die 100-Prozent-Marke kommen, kann man jeweils nochmals gut zehn bis 15 Stunden draufschlagen. Bei beiden gibt es viel zu entdecken, bei beiden kann man haufenweise Nebenmissionen erfüllen.

Vor allem dank der so genannten „Digitalen Trips“, die hinsichtlich ihres skurrilen Designs Erinnerungen an Saints Row wach werden lassen, ist Watch Dogs in diesem Bereich abwechslungsreicher. Dem gegenüber steht jedoch der umfangreiche Online-Modus von GTA 5, mit denen die zwar gut integrierten, aber letztlich nur unwesentlichen Mehrspieler-Modi in Watch Dogs nicht mithalten können.


Zwischenstand Teil 2
21
   20
Endergebnis
46
   39

Kommentare

BrittaT schrieb am
Dieses Spiel kenne ich persönlich noch gar nicht, scheint aber echt gut zu sein. Muss ich mir dringend mal anschauen. :mrgreen:
HetzeFetze schrieb am
Man man man 4Players wenn ich sowas schon lesen muss und dann sehe dass GTA5 5 Sterne bekommt und WD nur 3 Sterne
und unter dem Strich nur unwesentlich weiter als GTA 5 auf den alten Systemen.

Wie jetzt? Siehts besser aus oder schlechter?
Mal ganz zu schweigen von "neuer Konsole und so". Vergleiche ich mal GTA V und GTA IV kommt bei mir die Frage auf, warum die Vollpfosten nicht schon vor 8 Jahren diese Qualität geliefert haben? Wohlgemerkt auf der selben Hardware.
Richtig weil dort die 8 Jahre Erfahrung gefehlt haben, wie die Hardware richtig ausgereizt werden kann.
Next-Gen Konsoleros kommen jetzt in den selben Genuss wie wir PC-Gamer bei Multiplattformspielen seit Jahren. Nämlich, dass für die besserer Hardware in der Regel nicht nochmal übermäßig Manpower gesteckt wird "nur" damit es dort auch wesentlich besser ausschaut.
Willkommen im PC-Gamerfrust. Setzt euch, nehmt euch nen Keks, macht es euch schön bequem ...
Rooobert schrieb am
Ich bin bei gta4 schon die meiste Zeit nach Verkehrsregeln gefahren und bin auch jetzt bei teil 5 soweit. Es ist wirklich schwieriger, aufgrund der über-direkten Steuerung, die Spur zu halten bzw. "realistisch" zu fahren. Es geht aber erfordert ziemlich viel Feingefühl. Als nächstes wird gta5 komplett nach Verkehrsregeln durchgespielt inkl. Missionen :mrgreen:
davedophin schrieb am
Ich hab hier jetzt weiß gott nicht alles gelesen, jedoch finde auch ich den Vergleich der beiden Games durchaus machbar. Hab WatchDogs jetzt ein zwei Stunden gespielt und bin irgendwie enttäuscht, es ist wirklich kein schlechtes Spiel, aber irgendwie war das alles schonmal da, gerade das Funktürme kapern.
Neu ist das Hacking und das war für mich bis jetzt noch nicht langweilig.
Die größte Katastrophe ist für mich bis jetzt das Fahrverhalten, bei GTA hab ich mich manchmal einfach in die Karre gesetzt und bin rum geheizt... das wird bei WD nicht passieren! Und das Abhängen von Verfolgern durch simples Drücken der eingeblendeten Taste ist auch irgendwie zu simpel.
Ich schätze aber, dass ich durch den Hype einfach zu doll wollte, dass es ein episches Game wird, fraglich ob irgendein Spiel diese Erwartungen hätte erfüllen können :D So ein bisschen wie beim Film Pacific Rim, ich wollte dass es der Oberkracher wird, war es nicht, darum eine überproportional große Enttäuschung!
ronny_83 schrieb am
Weihnachtsshooter hat geschrieben:Wird dann The Witcher 3 auch mit GTA V und Watch Dogs verglichen, weil es ja auch ein OpenWorld Spiel wird?
Dämliches Argument OpenWorld Spiele mit einander zu vergleichen weil es alles OpenWorld Spiele sind.

Man sollte schon wissen, dass Skyrim und Witcher in erster Linie Rollenspiele sind. Schon allein dadurch sind sie wenig mit den Action-Adventures Watch Dogs und GTA vergleichbar. Skyrim spielt dazu auch noch aus der Ego-Perspektive und beide sind auch im Fantasy-Universum angesiedelt.
Es geht nicht nur um den Open-World-Faktor.
Watch Dogs und GTA haben gemeinsam, dass...
- ...sie in einem modernen, städtischen Setting spielen, bei der die Simulation urbaner Umgebungen im Vordergrund stehen
- ...man als gesetzeswidriger Charakter unterwegs ist
- ...man eine lineare Hauptstory mit freien Nebenmissionen spielt
- ...es eine Mischung aus Rennspiel und Third-Person-Adventure ist mit großer Anzahl unterschiedlicher Fortbewegungsmittel
- ...ein Grundprinzip des Spiels das Verbinden von Lauf- und Fahrmissionen ist
- ...man sich jedes verfügbare Fahrzeug im Spiel aneignen kann
- ...sie in einer frei begehbaren Umgebung spielen
Es gibt sicher noch mehr Gemeinsamkeiten, die es rechtfertigen, die beiden Spiele miteinander zu vergleichen. Dass das eine Spiel als Hauptthematik Hacken hat und das andere die Konfrontation von drei Gangster-Charakteren in eher realistischer Umgebung ist dabei völlig irrelevant. Schließlich geht es nicht darum, eine 1:1-Kopie von GTA zu erstellen. Und ja, man könnte auch ein Sleeping Dogs in die Liste aufnehmen.
Wenn der Grundaufbau von Spielen gleich oder ähnlich ist, ist es immer gerechtfertigt sie miteinander zu vergleichen. Das die Tehamatiken und Mechaniken nicht identisch sind, spielt keine Rolle.
schrieb am

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