Battlefield 4: Der große Shootervergleich - Special

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Der große Shootervergleich

Call of Duty: Ghosts vs. Battlefield 4

In drei Teilen werden wir die Shooter von
Activision Blizzard und Electronic Arts vergleichen.
Wir starten mit der Kampagne, es folgen Mehrspieler
sowie Technik.
Zwischenergebnis Teil 1:
 13
   9



Teil 2: MEHRSPIELER
Spielmodi
Varianten wie Team Deathmatch und Domination findet man in beiden Spielen, wobei die neuen Modi Obliteration und Defuse bei BF4 mit Search & Destroy sowie Search & Rescue ähnlich konzipierte Gegenstücke bei Ghosts bekommen. Den Klassiker "Capture the Flag" vermisst man auf beiden Seiten.

Activision unterstreicht mit neuen Modi wie Cranked, Blitz sowie den Infizierten den Arcade-Charakter der Reihe - und auch das einfache Deathmatch feiert hier sein Comeback. Das gilt übrigens auch für den Commander-Modus in BF4, den man auch am Tablet nutzen kann. Im Gegenzug bietet Activision mit Clan Wars ein mobiles Gegenstück. Zwar kann man sich in Battlefield auf einem Trainingsgelände austoben, doch im Gegensatz zu Ghosts und seinen spaßigen Trupp-Modi sind KI-Bots bei DICE genauso unerwünscht wie LAN oder lokale Partien am geteilten Bildschirm. Das alles gibt es bei den Ghosts, inkl. des kooperativen Extinction-Modus, der die Zombies mit einer außerirdischen Brut ersetzt.

Unterm Strich liefert Ghosts eine größere, gleichzeitig auch eine experimentierfreudigere Auswahl an Spielmodi, wobei sich auch das Angebot von BF4 sehen lassen kann.

Online-Qualität 
Auf den Konsolen überzeugen sowohl BF4 als auch Ghosts: Ghosts mit überwiegend reibungslosen Online-Schlachten. Das automatische Match-Making funktioniert flott und die integrierte Host-Migration sorgt dafür, dass Spiele nicht plötzlich abgebrochen werden, falls der Leiter keine Lust mehr hat. Allerdings trüben Abstürze und fiese Bugs (z.B. beim Schriftbild & mitunter massive Grafikfehler) das Vergnügen bei BF4. Auf dem PC sogar noch schlimmer als auf PS3 und 360: Nervige Lags und eingefrorene Bildschirme standen vor allem in der ersten Woche auf der Tagesordnung, auch wenn DICE nach und nach die Probleme behebt.

Die Ghosts blieben von solchen Problemen bisher verschont - bisher ist noch kein einziger Absturz aufgetreten und dank konstanter 60 Bilder pro Sekunde läuft der Activision-Shooter auf den Konsolen wesentlich runder als das EA-Pendant, bei dem sich die schwankende und generell halbierte Bildrate in bestimmten Situationen negativ auf den Spielverlauf auswirkt. So geht der Sieg auch in dieser Mehrspieler-Kategorie an Ghosts.

Kartendesign
BF4 beinhaltet einige der besten Karten der gesamten Reihe: Urbaner Häuserkampf in Shanghai und Singapur, dazu weitläufiges Terrain, bei dem die Vehikel vom Jeep über Panzer bis hin zu Kanonenbooten, Helikopter und Jets noch besser zum Tragen kommen. Neben der Standard-Zerstörung, durch die sich große Teile der Schauplätze und Gebäude dynamisch verändern, spricht vor allem das "Levolution" für den DICE-Shooter: Verschließbare Türen schneiden den Weg ab, geöffnete Container lassen sich als Versteck missbrauchen und sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, fällt auch schon mal ein riesiger Wolkenkratzer in sich zusammen oder ein Staudamm bricht und setzt eine ganze Stadt unter Wasser. Die vielen Interaktionsmöglichkeiten auf den mitunter riesigen Karten sind großartig, das Design herrlich abwechslungsreich. Selbst Kleinigkeiten wie eine geskriptete Wetteränderung wirken sich positiv auf die Wahrnehmung aus, dass man sich im DICE-Shooter auf realen Schlachtfeldern im XXL-Ausmaß befindet.

Ghosts kann da nicht mithalten, auch wenn das Kartendesign mit Hinsicht auf den beschränkten Vehikel-Einsatz und die geringere Spieleranzahl perfekt auf die schnellen und häufigen Nahkämpfe zugeschnitten wurde. An Abwechslung herrscht ebenfalls kein Mangel: Neben Industriekomplexen und einem zerstörten Baseball-Stadium treibt man sich u.a. auch im Dschungel, einer Kraterlandschaft sowie einer Burgruine herum. Auch hier findet sich in der Kartenauswahl eine Winterlandschaft, eine überflutete Stadt, der Kampf um eine Satellitenanlage und der Abstecher in ein Unwetter – nur alles in einem kleineren Maßstab und ohne den Umfang an Interaktionen sowie Zerstörung. Wenn es richtig kracht, dann ist das Ereignis geskriptet und so finden sich auch hier „Levolution-Ansätze“, bei denen Teile der Karte umgekrempelt werden. Zwar bietet Ghosts mit 14 Maps mehr Inhalte als der Konkurrent, doch sind die zehn Karten von DICE durchweg imposanter und wirken vor allem am PC lebendiger.

Rangsystem
Bei BF4 hagelt es regelrecht Auszeichnungen, die man sich verdienen kann: Diverse Abzeichen (Ribbons), Medaillen für die "Dienstzeiten" in bestimmten Modi (Silver Star etc.), Battlepacks für Rangaufstiege, in denen sich zufällig zusammengewürfelte Ausrüstungs-Erweiterungen oder Extras wie XP-Boosts finden. Zumal man auch noch in jeder Klasse, Waffenkategorien und sogar Vehikeln separate Fortschritte erreicht. Das alles wirkt manchmal fast schon etwas zu viel des Guten, motiviert aber. Zudem wird der kompetitive Gedanke gestärkt, da zwischen jedem Spieler eine Rivalität aufgebaut wird, indem nach jedem Kill der aktuelle „Punktestand“ zwischen dem erfolgreichen Schützen und seinem Opfer eingeblendet wird. Auch das Erfahrungssystem kann sich sehen lassen: So werden nicht nur Kopftreffer mit Extrapunkten belohnt, sondern auch Unterstützung anerkannt - je nach dem, wie viel Schaden man dem Gegner bereits zugeführt hatte bevor er von einem Kameraden endgültig erledigt wurde. Zudem gibt es auch hier eine Art Perk-System, das unter bestimmten Umständen spezielle Fähigkeiten aktiviert: Dieses hängt aber weniger von der Einzel-Leistung ab, sondern wie sich das Squad als Ganzes schlägt.

Ghosts hält sich bei der Ausschüttung von Belohnungen im direkten Vergleich zurück. Trotzdem schaltet man auch hier zahlreiche Extras mit jedem Levelaufstieg frei, der hier etwas flotter vonstatten geht als im DICE-Shooter. Motivierend sind Extrapunkte (und entsprechende Einblendungen), wenn man gerade den Führenden oder Zweitplatzierten erledigt hat. Eine Form der Rivalität wird hier allerdings nicht aufgebaut. Allerdings hat man das Gefühl, dass sich das Erreichen höhere Ränge durch den Zugriff auf wirkungsvollere Perks hier eher rentiert als bei der Konkurrenz. Schön ist, dass man jetzt mehr Freiheiten beim Verhältnis zwischen Waffen und Perks besitzt und seine eigenen Prioritäten bei der Verteilung der Slots legen darf. Genau wie Waffen und Ausrüstung lassen sich auch die Perks unabhängig des erreichten Rangs durch Trupp-Punkte freischalten, die man sich in den Partien verdient. Da diese nur sparsam verliehen werden, halten sich die Möglichkeiten zum Ausgeben aber in Grenzen. Auch bei Ghosts werden Erfolge mit bestimmten Waffen, Aktionen oder das Erfüllen kleiner Missionen belohnt (siehe Individualisierung).

Spieleranzahl PC
  PS3/360
Kurz und knapp: Hier geht nichts über BF4 – und das sowohl auf dem PC als auch PS3/360. Auf Letzteren dürfen immerhin 24 Spieler über die riesigen Karten laufen, fliegen und fahren. Am PC wächst die Anzahl auf satte 64 Teilnehmer; hier entstehen echte Online-Schlachten! Dagegen wirken die maximal zwölf Leute bei Ghosts mickrig, zumal im Vorgänger Black Ops II noch 18 Teilnehmer erlaubt waren – ein klarer Rückschritt! Immerhin bieten die Ghosts noch Action am geteilten Bildschirm - eine Option, die man bei BF4 vergeblich sucht. Trotzdem ist EAs Shooter das Maß der Dinge, wenn es um die reine Spieleranzahl geht.

Individualisierung
Hinsichtlich möglicher Anpassungen und Individualisierungen hat BF4 bei den Waffen leicht die Nase vorn, doch auch bei Ghosts hat man zig Möglichkeiten, die Zielvorrichtungen, Lauf und Mods für das große Waffenarsenal nach eigenen Wünschen zu gestalten – egal, ob bei Pistolen, Sturm- und Scharfschützengewehre oder schwerem Gerät. Anpassungen am Soldaten sind bei BF4 nicht vorgesehen – sieht man einmal von der Farbe der Uniform und selbst erstellten Emblemen ab, die auf Klamotten, Waffen und Fahrzeuge gepappt werden. Anders bei Ghosts: Hier warten zig Optionen, angefangen bei der Kopfbedeckung über das Gesicht bis hin zur Uniform und Stickern, wobei die meisten von ihnen zu Beginn noch gesperrt sind. Weniger durch Rangaufstiege, sondern viel mehr das Erfüllen von Aufgaben ("Erreiche 300 Kills", "Sprinte zehn Kilometer" etc.) bekommt man Zugriff auf die Inhalte. Selbst das Geschlecht lässt sich hier festlegen. Dafür erlaubt BF 4 die Bewaffnung und teilweise sogar das Aussehen von Vehikeln zu verändern. Klar: Die bevorzugte Ausrüstung lässt sich in beiden Shootern so zusammenstellen wie man es möchte. Insgesamt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den beiden Kontrahenten.

Ergebnis Mehrspieler
24
   24 (PC)
 
 
   23 (PS3/360)
Zwischenstand Teil 1 - 2
37
   33 (PC)
 
 
   32 (PS3/360)

Kommentare

Skidrow schrieb am
Freakaseud hat geschrieben:Zitat "die RAM diskussion ist mal sowas von für den A. Wer neue spiele spielen will hat gefälligst 8 GB ram zu haben aus basta. Habe mir vor 5 jahren nen pc für gerademal 900$ gekauft und ratet mal wieviel ram der hatte? 8. Wer heute noch mit 4 gb ram rumrennt und meitn er könne next gen spiele zocken dem ist nicht mehr zu helfen und lol ach hat dier der task manager gesagt das es nur 2 gb ram braucht ja toll machst du das hier hastdu lecker fressi"
Klar deswegen läuft BF 4 auch auf der PS3 mit 256 MB Arbeitsspeicher auf 30FPS konstant. Mehr Brauch kein Schein weil es das Menschliche Auge NICHT erfassen kann oder siehst du bei Fernsehprogrammen (16 Fps in der Sekunde) oder Bluerays (24 FPS) Ruckler? Dass ist einfach scheisse Programiert! Hast du dein Lecker Fressi gern das von der Marketingabteilung so schön Einprogrammiert ist?
Sorry, wenn ich das sagen muss, aber du hast Null Ahnung. Und ich meine wirklich Null. Selbst ein Neugeborenes weiß zu diesem Thema mehr als du. Wenn man so gar keine Ahnung hat, ist das nicht schlimm, aber warum hält man nicht einfach den Rand?!
crowleyy schrieb am
Was Battlefield ist ein COD Klon? SP Zählt 1/3?
Wo zum geier bin ich hier gelandet?
Ich Spiele COD seid dem ersten Teil am Roten Platz, und BF seid dem WK2. Damals habe ich bei COD den MP nicht angerührt und BF hatte erst gar keinen SP. COD MW war das letzte COD bei dem ich den SP gespielt habe. Seit dem nur noch den MP. Und Bei BF Bad Company 1-2 und BF 3 habe ich den SP auch nicht angerührt. Nach dem guten COD MW SP gabs keine Neuerung mehr die mich gereizt hätte noch einen Michael Bay SP durchzuzocken. Gute Shooter SP gibts wahrscheinlich erst mit Half Life 3 wieder. Und mal ehrlich, nach dem ich meinen 100. Polygonkameraden verloren habe, bin ich wohl einfach zu abgestumpft für patriotische Dramen.
Temeter  schrieb am
Ich habe deinen Post gar nichts als Haßtirade gesehen, sondern wollte nur mal einwerfen, dass BF4 ebenfalls tiefgehende Probleme hat, selbst wenn diese eher unauffälig (wenn auch nicht harmlos) sind, solange man nicht darauf achtet.
Ghosts habe ich im MP auch schon getestet. Bei mir stören ständige kleinen Ruckler (trotz hoher Framerate) und das herumspringen der Maus. Da für den schnellen MP des Spiels allerdings flüssiges Gameplay das wichtigste Kriterium ist, schließlich haben wir hier sogar die 60fps-Verteidiger der alten Konsolen, macht das Ding mir momentan ebenfalls wenig Spaß.
Außerdem ist das Field of View extrem gering, was in der getesten - und auf den ersten Blick erstaunlich guten - Karte mit den zerstörten Gebäuden ständig dazu geführt hat, dass ich und andere Leute aus dem toten Winkel erledigt wurden.
edit: Wow, ich hatte gerade ein zweites Match mit fast einer Sekunde Verzögerung 8O
Beim ausloggen ist das Spiel natürlich erstmal gecrasht.
Fyralon schrieb am
@Temeter und Adlerfront
Nee ich hab tatsächlich nichts gegen CoD,hab bis auf die ersten beiden Teile glaube ich alle hier.Die Spiele haben ihren eigenen Flair von den Stories die ich mag auch wenn bei den Tests zu Ghosts alle Tester mäkeln.Mir gefällt die Story von Ghosts.Umso enttäuschter bin ich weil der Multiplayer so in die Knie geht bei mir.Es sind nur die ersten 30 seks nach Kartenstart im MP wo sich das todruckelt,aber ihr könnt sicher verstehen das daß keinen spaß macht.
Battlefield spiel ich seit Anfang an hatte es aber nie so mit der Story.Dafür mag ich die Möglichkeit Fuhrpark im MP nutzen zu können.
Also aus dem Post sollte keine Haßtirade auf Ghosts hervorgehen,sondern mein Frust das ich zZ den MP dort nicht geniessen kann :(
Lg Fyra
Temeter  schrieb am
Fyralon hat geschrieben:Aha Temeter,deshalb haben drei meiner Freunde haargenau das gleiche Problem?
BF4 und alle neuerscheinungen der letzten 6 Monate (inclusive Arma3) alles läuft suber nur Ghosts nicht.Schon klar das es an mir bzw meinen System liegt.Und die Umfrage die ich verlinkt habe,sicher alles Laien was PC angeht...
Ich meinte BF4, den Ghosts-MP werde ich noch von einem befreundeten Steamaccount antesten. Da glaube ich dir aber aufs Wort, dass der Probleme hat, der Zustand des Dings ist kriminell.
BF4 hat allerdings ebenfalls Probleme mit teils heftiger Latenz (selbst bei 30 Ping), der allerdings viel weniger auffällig ist. Zumindest ich habe irgendwann ein par Probleme gemerkt, und danach wurde die Verzögerung immer offensichtlicher. Das ist leider ein Problem, welches sich seit Bad Company 2 immer mehr verstärkt.
Hoffentlich wird die Gesetztgebung bald mal so geändert das man bei solchen unfertigen Produkten,Mogelpackungen den Publisher ranziehen kann...und zwar richtig.Dann hört das vielleicht auf den Kunden Bananen unterjubeln zu wollen.
Absolut. Alleine schon die Versprechung, bei Ghosts nur auf dedizierte Server zu setzen - mit dem der MP ungefähr drei mal so gut wäre - war schon vorsätzliche Täuschung. Es ist erschreckend, wie sehr sowas schon die übliche Vorgehensweise bei großen Publishern ist.
btw: Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich vergleiche Battlefield 4 nicht mit Ghosts. Um es dennoch mal zu tun: BF4 läuft zumindest bei mir sehr gut angesichts der Grafik, und hat lediglich Probleme mit der seltsamen Latenz - was ein ziemlich großes lediglich bei einem MP-Shooter ist - und Ladezeiten.
Ghosts ist dagegen technisch sehr Problembelastet, und der Netcode ist zusammen mit der Latenz eine kleine Katastrophe.
Ich bin bei den Spiele ziemlich enttäuscht, da sie beide offensichtlich aus sehr dummen Marketing-Gründen zu...
schrieb am

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