Oculus Rift
Hardware

Special: Oculus Rift

So testet 4Players
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Autor:
Jan Wöbbeking

Nach der Renaissance der 3D-Technik wollen einige Hardware-Tüftler aus Long Beach einen Schritt weiter gehen: Ihr per Kickstarter finanziertes Headset „Oculus Rift“ soll den Spieler direkt in die virtuelle Welt versetzen. Ähnlich wie es die Virtual-Reality-Headsets in den Neunzigern taten, allerdings mit der Technik des Jahres 2012. In Köln haben wir die futuristische Hardware ausprobiert, welche momentan für den PC entwickelt wird.

Zurück in den Cyberspace

Video: Vor sechs Monaten entschieden sich Pal Luckey und seine Kollegen für die Kickstarter-Kampagne.
Ein Info vorweg: Meine Probe-Session mit der Hardware hat sich gelohnt. Der räumliche Ausflug in die BFG-Edition von Doom 3 war beeindruckend – obwohl sich Probleme wie die geringe Auflösung des Prototyps negativ bemerkbar machten. Einen Stand auf der gamescom konnten die Entwickler auf die Schnelle nicht mehr organisieren. Sie luden uns aber in ein Hotel am Rhein ein, um ihr Baby in Aktion zu erleben, welches von Fürsprechern wie id-Gründer John Carmack oder Epics Cliff Bleszinski in höchsten Tönen gelobt wird.

Konstrukteur Palmer Luckey und sein Kollege Nate Mitchell führten uns einen Prototyp vor, welcher noch behelfsmäßig mit Klebeband gebastelt wurde. Auch Unterstützer der Kickstarter-Aktion müssen bei der günstigsten Variante (275 Dollar) selbst die Einzelteile montieren. Für 25 Dollar mehr gibt es einen fertigen Prototyp. Auch das Endprodukt soll sich in einem massenmarkttauglichen Preisrahmen bewegen – einen Release-Termin gibt es aber noch nicht. Das Development Kit richtet sich eher an Entwickler, welche die Hardware ausprobieren und mit ihrem Spiel kompatibel machen wollen.

Leichtgewicht mit Gaffa-Tape

Der Rasenmähermann lässt grüßen: In Köln wagten wir ein Spielchen mit dem Prototyp und Doom 3 BFG.
Der Rasenmähermann lässt grüßen: In Köln wagten wir ein Spielchen mit dem Prototyp und Doom 3 BFG.

Die erste Überraschung erwartete mich gleich beim Aufsetzen. Die Brille ist trotz ihrer klobigen Form erstaunlich leicht: Nur rund 220 Gramm wiegt der aktuelle Prototyp. Auch das Gummiband am Hinterkopf und die seitliche Abdunklung aus Schaumstoff sitzen schon sehr bequem. Als nächstes musste ich das Gerät noch ein paar Millimeter nach oben du unten schieben, bis meine Augen das Bild richtig scharf sahen.

Bevor ich in das Doom 3 BFG Edition eintauche, ein paar technische Details zum Verständnis. Anders als bei Sonys Headset HMZ-T1 oder Nintendos Virtual Boy wirkt es hier nicht, als sitze man vor einer großen Leinwand mit 3D-Bild. Bei den genannten Beispielen hat jedes Auge einen eigenen Bildschirm vor sich.

 

Kommentare

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  • OriginalSchlagen schrieb:
    Nunja, nach mehr als einem Schritt in die richtige Richtung, hört sich das nicht an. Mit dem Kopf zielen, stelle ich mir nicht nur als gewöhnungsbedürftig vor. Es zerstört die die Illusion der virtuellen Realität.
    Alle die den Rift  [...]
    OriginalSchlagen schrieb:
    Nunja, nach mehr als einem Schritt in die richtige Richtung, hört sich das nicht an. Mit dem Kopf zielen, stelle ich mir nicht nur als gewöhnungsbedürftig vor. Es zerstört die die Illusion der virtuellen Realität.
    Alle die den Rift getestet haben, erzählen genau das Gegenteil. Mit dem Rift hast du eine Illusion einer Realität die seines gleichen sucht. Für das Hirn ist es total egal das es mit dem Kopf ein Laserpointer steuert. Das zerstört nicht die Immersion. OriginalSchlagen schrieb:
    Es müsste schon eine "Lightgun" sein, ein zusätzliches peripheres Eingabegerät, verbunden mit dem VR-Helm. Ganz oder gar nicht. Ich bleche bestimmt keine hunderte Euro, für ein weiteres unausgearbeitetes VR-Konzept. Als "The Real Deal" wurden schon die frühen Umsetzungen von home-virtual-reallity angepriesen.
    Bei allen anderen bisherigen Versuchen wurde nur eine Vision verkauft. Jeder der sich die alten VR-Helme aufgesetzt hat, hat diese immer kritisiert. Das Sichtfeld und die Latenzen waren immer jenseits des nutzbaren. Du hast bei denen abseits des Marketings nahezu ausschließlich negative Kommentare zu hören bekommen. Das ist jetzt zum ersten mal nicht mehr so. Die Tester des Rifts sagen dagegen alle das sie so eine Immersion noch nie erlebt haben und dass das der "real deal" ist. OriginalSchlagen schrieb:
    Verstehe nicht, warum man sich nicht mal dahinter setzt und ein reifes Produkt ausarbeitet. Mit heutiger Technik (PS3 "Move", Xbox360 "Kintect", Wii) wäre es ein regelrechtes Kinderspiel, diese beiden Technologien miteinander zu verschmelzen.
    Genau, man geht natürlich den zweiten Schritt vor dem ersten. Fakt ist, dass wir erstmal ne anständig nutzbare VR-Brille benötigen bevor wir die mit was anderem verschmelzen können. Der Kickstarter soll dafür sorgen das Entwickler so eine VR-Brille in die Hand bekommen und ergründen können wie man diese am besten nutzt. Und natürlich gehören da auch neue Steuerkonzepte zu. Es ist jedoch KEIN Kinderspiel Kinect&Co mit der Brille zu verschmelzen, da dafür die Latenzen von denen noch jenseits von gut und böse sind. Was nutzt dir Kinect, wenn du dadurch ne zusätzliche Latenz von 100ms bekommst und die VR deshalb enorm "nachzieht"?
  • Nunja, nach mehr als einem Schritt in die richtige Richtung, hört sich das nicht an. Mit dem Kopf zielen, stelle ich mir nicht nur als gewöhnungsbedürftig vor. Es zerstört die die Illusion der virtuellen Realität. Es müsste schon eine "Lightgun" sein, ein zusätzliches peripheres  [...] Nunja, nach mehr als einem Schritt in die richtige Richtung, hört sich das nicht an. Mit dem Kopf zielen, stelle ich mir nicht nur als gewöhnungsbedürftig vor. Es zerstört die die Illusion der virtuellen Realität. Es müsste schon eine "Lightgun" sein, ein zusätzliches peripheres Eingabegerät, verbunden mit dem VR-Helm. Ganz oder gar nicht. Ich bleche bestimmt keine hunderte Euro, für ein weiteres unausgearbeitetes VR-Konzept. Als "The Real Deal" wurden schon die frühen Umsetzungen von home-virtual-reallity angepriesen. Verstehe nicht, warum man sich nicht mal dahinter setzt und ein reifes Produkt ausarbeitet. Mit heutiger Technik (PS3 "Move", Xbox360 "Kintect", Wii) wäre es ein regelrechtes Kinderspiel, diese beiden Technologien miteinander zu verschmelzen.
  • solange das game unabhängige Achsen für Bewegungsrichtung und Blickrichtung , Ausrichtung der Waffe usw bietet ...und das tun die wenigsten Games mit EgoPerspektive, trotzdem bleibt es ein interessantes Ding sofern der input lag nicht spürbar ist, einem nicht schlecht wird und das Problem für  [...] solange das game unabhängige Achsen für Bewegungsrichtung und Blickrichtung , Ausrichtung der Waffe usw bietet ...und das tun die wenigsten Games mit EgoPerspektive, trotzdem bleibt es ein interessantes Ding sofern der input lag nicht spürbar ist, einem nicht schlecht wird und das Problem für Brillenträger gelöst wird, und der Preis sich im Rahmen hält. Für konventionelle Simulatoren ist das sicherlich sehr geil , aber auch für Minecraft stelle ichs mir lustig vor...und eben sowieso für alles was aus der Ego Perspektive läuft und einem ein tieferes Eintauchen in die Spielwelt ermöglicht. Ich befürchte allerdings das vielen schlecht werden wird, wenn es die erwähnten Symptome hinsichtlich des Bewegungszentrums des Gehirns gibt ^^ Der Golem Redakteur der hatte recht schnell einen würgereiz obwohl er begeistert war^^